Beim Vogelheimer SV kam es am Sonntag zu einem Spielabbruch.
Beim Vogelheimer SV kam es am Sonntag zu einem Spielabbruch. – Foto: Volkhard Patten

Bezirksliga-Topspiel zwischen Vogelheim und Überruhr abgebrochen

Bezirksliga, Gruppe 7: Eine Viertelstunde vor dem Ende kam es offenbar zu Rangeleien am Spielfeldrand.

Eigentlich sollte es nur ein Bezirksliga-Topspiel werden, die Partie zwischen dem Zweiten Vogelheimer SV und dem Vierten Blau-Gelb Überruhr in der Niederrhein-Gruppe 7. Nach gut 75 Minuten führte der Gastgeber dann auch mit 2:0 durch Tore von Hasan Beganovic in der 12. und Timo Wolter in der 35. Minute. Bei einem Sieg wäre Vogelheim in der Tabelle drei Zähler hinter der SG Essen-Schönebeck geblieben und hätte den Gegner auf sechs Punkte distanziert. Doch das Spiel fand kein reguläres Ende - leider mal wieder.

In der 75. Minute kam es vor 200 Zuschauern auf der Seite der Trainerbänke zu einer Rangelei, der Ball war auf der gegenüberliegenden Seite gerade im Seitenaus. Die vorhandene Kamera von Staige gibt leider keinen Aufschluss darüber, wie die Szene entstanden ist oder was sie ausgelöst hat, es ist allerdings zu sehen, wie Zuschauer auch von der anderen Seite auf das Spielfeld laufen, sich an der Rangelei beteiligen. Etwa 30 bis 40 Personen sind letztlich rund um die Seitenauslinie zugange. Wenig später ertönt ein Pfiff, ob Abbruch oder Unterbrechung ist zunächst nicht klar. Aber die Teams kehren letztlich nicht mehr auf das Spielfeld zurück.

Ordner als Auslöser?

In der Online-Ausgabe der WAZ wird Überruhrs Trainer Murat Aksoy zu den Vorfällen zitiert: "Ein Ordner von Vogelheim ist meinem Spieler an den Hals gegangen. Danach ist alles eskaliert und auch Zuschauer sind auf den Platz gekommen. Ich finde so etwas katastrophal. Für so ein Verhalten schäme ich mich." Nun wird also das Sportgericht diese Vorgänge aufzuklären haben. Und die Frage, was den Vorfall ausgelöst hat, wird wohl auch bei der Entscheidung über die Spielwertung eine entscheidende Rolle spielen. Von der Seite der Vogelheimer, die noch eine Weile auf dem Platz verblieben waren, äußerte sich am Abend der WAZ gegenüber niemand mehr.

Aufrufe: 014.11.2022, 09:55 Uhr
Sascha KöppenAutor