Planigs quirliger Außenbahnspieler Michael Yi (am Ball) lässt den Merxheimer Moritz Wilhelm ins Leere laufen.	Foto: Mario Luge
Planigs quirliger Außenbahnspieler Michael Yi (am Ball) lässt den Merxheimer Moritz Wilhelm ins Leere laufen. Foto: Mario Luge

Bezirksliga: Planiger Torfabrik läuft auf Hochtouren

5:2-Erfolg über den FC Merxheim +++ FC Schmittweiler gewinnt 4:3 auf Neu-Bamberger Hartplatz +++ Winterbach und Weinsheim siegen

REGION. In der Fußball-Bezirksliga Nahe hält die tolle Serie der SG Weinsheim an. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den SV Niederwörresbach, dem sechsten Dreier in Serie, sind die Weinsheimer nach dem Vorrunden-Finale Dritter. TSG Planig (5:2 gegen FCV Merxheim) und SV Winterbach (2:0 gegen SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim) stehen nach der Hinserie ebenfalls in der oberen Tabellenhälfte. Dagegen schwebt der TSV Langenlonsheim-Laubenheim nach dem bitteren 1:2 in Hoppstädten in akuter Abstiegsgefahr.

TSG Planig – FC Viktoria Merxheim 5:2 (1:0). – „Entscheidend war, dass wir den Ball gut haben laufen lassen“, resümierte TSG-Spielertrainer Dennis Mastel im Anschluss an die gelungene Revanche für die 3:4-Pleite aus dem Hinspiel. „Dazu waren wir sehr geduldig gegen die Gäste, die mit einer Fünferkette zu verteidigen versucht haben.“ Seine Jungs hätten gegen den nunmehr seit acht Partien sieglosen FCV gut und gerne 70 Prozent Ballbesitz gehabt und quasi über die komplette Distanz den Taktstock geschwungen. „Die beiden Gegentore jeweils nach Kontern waren dumm“, befand Mastel. „Sonst haben wir jedoch klar das Heft in der Hand gehalten – auch wenn wir es am Ende noch höher hätten machen können.“ Einen Vorwurf wolle er seiner Elf nach diesem kräfteraubenden Match allerdings nicht an den Kopf knallen. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, so Mastel. „Unser stärkster Auftritt in dieser Runde war es nicht – aber vom Spielaufbau der sauberste. Die Jungs haben die Vorgaben gegen einen tief stehenden Gegner super umgesetzt, sind nie hektisch geworden.“ – Spielfilm: 1:0 Jeremias Abrante Thill (24.), 2:0 Dennis Mastel (50.), 3:0 Dogukan Tasyürek (62., (Kopfball nach Ecke von Yunus Ceyhan), 4:0 Abrante Thill (70.), 4:1 Keven Lang-Lajendäcker (77.), 5:1 Noel Becker (80.), 5:2 Lang-Lajendäcker (85.).

SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein – FC Schmittweiler-Callbach 3:4 (2:1). – „Wir haben vor mehr als 100 Zuschauern gut angefangen und unseren Plan gut umgesetzt – wir hatten eine gute Ordnung und verdient 2:0 geführt“, so SG-Coach Christoph Wilhelm. „Kurz vor der Pause haben uns die Gäste einen Freistoß in die Masche getreten. Nach dem Wechsel haben wir zweimal kollektiv gepennt und sind in Rückstand geraten. Obwohl wir immer weiter mutig nach vorne gespielt haben, hat es am Ende nicht mehr zum Remis gereicht. Die Stimmung ist jetzt natürlich sehr niedergeschlagen – weil wir mehr verdient gehabt hätten.“ Tore: 1:0 Christian Henn (7.), 2:0 Maximilian Zahn (36.), 2:1 Christian Rech (43., Freistoß), 2:2 Petrit Miftari (51.), 2:3, Dennis Helwich (70., 85.), 3:4 Henn (89.).

SV Winterbach – SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim 2:0 (0:0). – „Es war das erwartet schwere Kampfspiel, uns hat die halbe Stammelf gefehlt und am Vormittag hatte sich noch Kapitän Jonas Kunz wegen Erkältung abgemeldet“, berichtete SVW-Coach Michael Minke. „Wegen der Platzverhältnisse ist vieles dem Zufall überlassen geblieben.“ Chancen gab es auf beiden Seiten. „Hinten heraus haben wir es aber mehr gewollt“, betonte der 51 Jahre alte Gymnasiallehrer. „In den letzten zehn Minuten haben wir uns den Sieg verdient.“ Erst traf der wiedergenesene Mittelstürmer Marc Gieselbrecht nach feinem Steckpass von Marcel Herrmann (82.), dann verlängerte Matteo Kunz nach einem Freistoß von Tim Augustin den Ball in der für ihn typischen Art und Weise per Kopf in den Winkel (88.). „Matteo ist uns vor zwei Monaten im Pokal vom gegnerischen Torwart umgehauen worden, er hatte unter der Woche das erste Mal trainiert und heute das erste Mal gespielt“, verriet Minke. „Dass er so lange auf den Platz bleiben muss, war gar nicht geplant – er hätte eigentlich nur 60 Minuten spielen sollen.“ Doch im Finish wechselte er von der Sechs in den Sturm und schlug zu. „Eine tolle Geschichte“, befand Minke.

SG Weinsheim – SV Niederwörresbach 2:1 (1:0). – „Entscheidend war, dass wir bis zum Schluss daran geglaubt haben“, kommentierte SGW-Cheftrainer Detlev Christmann. „Von der ersten bis zur letzten Minute waren wir spielerisch die bessere Mannschaft.“ Auch läuferisch hätten seine Jungs Vorteile gehabt. Allerdings habe man nach dem 1:0 durch David Stankiewicz (26., nach tollem Solo von Patric Komforth) versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen. „Das 1:1 in der 83. Minute ist nach einem langen Ball gefallen – Innenpfosten und Tor“, skizzierte Christmann die Szene. „Es wusste keiner, wie der reingegangen ist, am allerwenigsten Torschütze Maurizio Poli selbst.“ Die SGW schüttelte sich kurz. „Dann aber haben wir am Ende noch einmal nicht nur Langholz gespielt wie der Gegner, sondern wir haben versucht, spielerisch den Ball nach vorne zu bringen.“ Ein Standard in Nachspielzeit war die letzte Aktion. Nach Freistoßflanke von Julian Fischer wuchtete Philipp Bäder die Kugel per Kopf in die Maschen (90.+5). „Danach“, sagte Christmann, „hat der Schiri sofort abgepfiffen.“

TuS Hoppstädten – TSV Langenlonsheim-Laubenheim 2:1 (2:1). – Der TSV musste sich hernach grämen, da vor 100 Zuschauern deutlich mehr drin gewesen wäre. „Spielerisch gehört der TSV unter die Top5 der Liga“, urteilte TuS-Trainer Timo Hinsberger nach dem schmeichelhaften Dreier. „Aber wir haben die Gäste zweimal ausgekontert, haben das Maximale herausgeholt. Wenn Lalo weiter so spielt, kommt es da unten raus.“ Tore: 1:0, 2:0 Joshua Flick (8., 12.), 2:1 Bunyamin Degirmenci (21.).

TuS Mörschied – SG Guldenbachtal 3:1 (2:1). – Die Mörschieder taten das, was sie am besten können – hinten gut stehen und über Konter gefährlich werden. Das entscheidende 3:1 war einer dieser sauber herausgespielte Konter. Unmittelbar zuvor hätten die Guldenbachtaler fast das 2:2 erzielt. Doch beim Tohuwabohu im TuS-16er wurde das Spielgerät zweimal gerade noch so geblockt. „Aus dieser Situation haben wir uns schön befreit und der Konter saß“, machte TuS-Abteilungsleiter Rainer Becker deutlich. „Unterm Strich fand ich das Ergebnis so in Ordnung, wir hatten etwas mehr Chancen als die Gäste, deren Anschlusstreffer zum 2:1 aus abseitsverdächtiger Position gefallen ist.“ Beim 1:0 hatten die Mörschieder Glück. „Das war ein klarer Torwartfehler, der Gäste-Keeper hat sich da komplett verschätzt“, so Becker. „Der Ball ist aufgesprungen und über ihn ins Tor hinein.“ Beim Stand von 1:0 vergeigten die Gäste eine dicke Gelegenheit. „Am Ende haben die Guldenbachtaler zwar nicht aufgeben, aber zu einer wirklich guten Chance sind sie nicht mehr gekommen.“ – Stenogramm: 1:0, 2:0 Niklas Munsteiner (14./23., Direktabnahme), 2:1 Nico Dorfey (28.), 3:1 Tim Schuf (63.).

FSV Blau-Weiß Idar Oberstein – FC Brücken 2:0 (0:0). – Der Tabellenführer tat sich eine Halbzeit lang schwer, traf erst nach dem Wechsel. Tobias Schleich markierte nach 51 Minuten die Führung, Tim Förster sorgte für die Entscheidung (68.).

SC Birkenfeld – SG Kirschweiler/Hettenrodt 1:3 (1:1). – Den besseren Start hatten die Gastgeber, Mirsand Kryeziu traf zum 1:0. doch die Freude hielt nur sechs Minuten, bis Lukas Lind ausglich. Nach der Pause sorgte Timmy Lorenz (51.) für die Führung des Ausfteigers, Fabian Locher machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf.



Aufrufe: 020.11.2022, 19:00 Uhr
Michael HeinzeAutor