2024-02-29T12:18:27.553Z

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Marco Stefandl überzeugte zuletzt im Test gegen den Bayernligisten Gebenbach mit einem Dreierpack.
Marco Stefandl überzeugte zuletzt im Test gegen den Bayernligisten Gebenbach mit einem Dreierpack. – Foto: Imago Images

Bayreuther Übergangssaison: Nächstes Jahr wieder 3. Liga im Blick

Die Altstadt will sich in der Frühjahrsrunde schon für die kommende Runde einspielen

Die Vorbereitung läuft bislang vielversprechend für die SpVgg Bayreuth. Auch die Testspielergebnisse, die freilich Chefcoach Marek Mintal nicht überbewerten will, können sich sehen lassen. Auf ein 1:1 beim Nordost-Regionalligisten Lok Leipzig folgte ein glatter wie überzeugender 4:0-Sieg gegen den Bayernligisten DJK Gebenbach. Mit einem Dreierpack konnte sich dabei Stürmer Marco Stefandl besonders ins Gedächtnis des Trainerteams schießen. Dem 25-Jährige gelangen in der laufenden Saison erst drei Treffer. Damit blieb er bislang hinter den Erwartungen zurück - das gilt übrigens fürs gesamte Team. Im Frühjahr soll`s nun besser werden. Nach dieser Übergangssaison will die Altstadt dann in der neuen Spielzeit wieder einen Angriff Richtung 3. Liga starten.

Beim Blick auf die bisherigen Spiele in der Regionalliga Bayern wird schnell das Bayreuther Dilemma in der laufenden Saison deutlich: Neun (!) Unentschieden sind ein Indiz dafür, dass der neuformierten Truppe noch der Killerinstinkt fehlt. Viel zu oft und zu leichtfertig wurden Punkte abgegeben. Stellvertretend dafür das 2:2 im Oberfrankenderby in Bamberg, als sich die "Oldschdod" nach einer 2:0-Führung in der Schlussphase noch völlig unnötig zweimal übertölpeln ließ. "Es wäre so einfach gewesen, auf Platz fünf zu stehen. Allein wenn ich die drei Partien gegen Bamberg, Burghausen und Fürth hernehme, wo wir völlig ohne Not Punkte verschenkt haben", ärgert sich Geschäftsführer Jörg Schmalfuß noch immer und nimmt die Mannschaft fürs Frühjahr in die Pflicht: "Es wird die Aufgabe sein, die spielerische Überlegenheit 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Wir dürfen uns keine Auszeit-Phasen während des Spiels mehr leisten. Die Weiterentwicklung der Mannschaft steht klar im Fokus."



Auf das "Jahr der Konsolidierung" soll der Angriff Richtung Aufstieg folgen.



Und die wird ganz wichtig sein, denn nach einem "Jahr der Konsolidierung", wie es Schmalfuß nennt, wollen die Bayreuther in der kommenden Saison wieder angreifen. Die Altstadt hatte ja den Plan ausgerufen, nach dem Abstieg aus der 3. Liga binnen zwei Jahren in den Profifußball zurückzukehren. "Das ist das Ziel. Aber dafür müssen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen", sagt Schmalfuß. Die Saison 2024/25 ist aber noch Zukunftsmusik. Im Hier und Jetzt geht`s für die Bayreuther mit dem Testspiel am morgigen Samstag beim TSV Neudrossenfeld weiter. Neuigkeiten gibt es auch von Jonas Kehl. Der Unglücksrabe hatte sich im Training das hintere Kreuzband gerissen, kommt aber wohl um eine Operation herum. "Sehr bitter, weil Jonas einer der auffälligsten Spieler bei uns in der Vorrunde war und in Windeseile eine wichtige Rolle bei uns als Außenverteidiger einnehmen konnte", bedauert Schmalfuß den monatelangen Ausfall des gebürtigen Niederbayern.

Nicht einsatzfähig sind im Moment auch noch Christoph Fenninger und Eduard Heckmann, die beide Lauftraining absolvieren. "Bei Fenni ist es leider so, dass er immer noch Schmerzen an der Achillessehne hat. Er trainiert zwar mit der Mannschaft, kann aber immer nur 70 oder 80 Prozent geben. Wir hätten gehofft, dass er schneller wieder an Bord sein wird. Er bekommt aber alle Zeit von uns, um fit zu werden", erläutert Schmalfuß abschließend.

Aufrufe: 09.2.2024, 10:30 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor