2024-02-22T15:00:42.116Z

Allgemeines
– Foto: Andreas Zobe

Auswärtsfahrt zum Vergessen für MCH-Futsaler

Beim MCH Futsal Club lief in Hamburg nichts zusammen. Am Ende stand eine 1:5-Niederlage in der Bundesliga.

Hamburg/Bielefeld. Es gibt Spiele, in denen versucht eine Mannschaft alles, aber es will einfach nichts gelingen. Und dann gibt es Niederlagen, für die Trainer, Mannschaft und Verantwortliche einfach keine Erklärung finden. Genau so ein Spiel lieferte der MCH Futsal Club am Samstag in der Hamburger CU Arena ab. Am Ende stand eine 1:5 (0:0)-Pleite aus Bielefelder Sicht.

Ein 0:0 kommt im Futsal als Ergebnis so gut wie nicht vor. Doch in der Halbzeit stand es genau so in Hamburg. Gemessen am Chancenverhältnis hätte es zur Pause jedoch gut und gern mindestens 4:1 für den MCH stehen können – wenn nicht gar müssen. Doch der Reihe nach, schließlich begann das Drama für die Süd-Bielefelder bereits vor dem Anpfiff. Kapitän Aytürk Gecim, der schon Freitag nach Hamburg reiste, teilte Coach Cleverson Pelc auf der Anfahrt nach Hamburg mit, dass er sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen habe und es ihm hundeelend ginge.

An einen Einsatz war nicht zu denken. Ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel, in dem der MCH im Falle eines Siegs ordentlich Boden auf den Relegationsrang hätte gut machen können. „Wir hoffen, dass es ihm schnell wieder gut geht“, so Pelc.


Neben der Tatsache, dass der MCH nun also auf seinen schussstarken Kapitän verzichten musste, erklärte Neuzugang Miquel Llinas Vives, dass er mit Leistenbeschwerden zu kämpfen habe. Der spanische Fixo biss jedoch auf die Zähne und zog das Spiel durch. Dazu gesellte sich der Ausfall der etatmäßigen Nummer 1 Nicolas Pacheco, der noch immer mit der Verletzung aus dem Viertelfinale der Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft zu kämpfen hat. Kadiralb Dibra stand zwischen den Pfosten. Er machte seine Sache sehr gut und bewahrte den MCH vor Schlimmerem.


Fouad Aghnima und Oliver Bollwicht hatten gemeinschaftlich die erste große Chance (12.). Llinas Vives (15.) und Vidoje Matic hätten zwei Mal binnen weniger Sekunden (16.) den MCH in Führung bringen können.
Nach dem Seitenwechsel war es dann ein Hamburger, der per Eigentor die Bielefelder nach vorn schoss (27.). Danach brach der MCH komplett ein und stellte aus unerklärlichen Gründen das Futsalspielen ein.


Der HSV nutzte diese Tatsache zu fünf Toren. Irgendwie ins Bild passte es dann, dass in der CU Arena die Duschräume nicht zur Verfügung standen und das gesamte MCH-Team folglich ungeduscht die Heimreise antrat.

Aufrufe: 030.1.2023, 13:00 Uhr
bazi/NWAutor