2024-06-19T10:33:50.932Z

Der Spieltag
Thalwil (im Bild Torschütze Ardito) wird seiner Favoritenrolle nicht gerecht und verliert gegen das abstiegsbedrohte Red Star mit 1:2.
Thalwil (im Bild Torschütze Ardito) wird seiner Favoritenrolle nicht gerecht und verliert gegen das abstiegsbedrohte Red Star mit 1:2.
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Tuggen strauchelt, Red Star siegt weiter

1. Liga, Gruppe 3, 12. Runde

In der 1. Liga Gruppe 3 spitzt sich der Abstiegskampf weiter zu. Mit wichtigen Siegen konnten die beiden Stadtzürcher Clubs Höngg und Red Star den Anschluss an die rettende Tabellenregion wahren. Besiegelt ist hingegen der Abstieg des FC Dietikon. Und Tuggen verspielt seine Aufstiegschancen.

Entschieden: Dietikon ist abgestiegen
Nun ist es definitiv: Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Höngg stehen die Limmattaler als erster Absteiger der Gruppe fest.
Bereits in der 21. Minute liess sich die dietiker Hintermannschaft nach einer strittigen Einwurf-Szene überrumpeln. Nardo nahm dankend an und stellte auf 0:1 für die Gäste. Das 0:2 folgte nur wenige Minuten später und wieder hatte der Torschütze leichtes spiel, diesmal war es Forny.
Auch nach dem Anschlusstreffer durch Meyer in der 62. Spielminute sah man bei den Hausherren nur selten den unbedingten Willen im Kampf gegen den Abstieg. Ganz anders bei den Hönggern, sie waren sich der Brisanz der Lage bewusst und wollten die drei Punkte um jeden Preis. Mit dem 1:3 kurz vor Schluss durch Gullo sicherten sie sich diese dann auch.

Derby: Thalwil verliert gegen Red Star
Der Seeclub wird in diesem prestigeträchtigen Derby seiner Favoritenrolle nicht gerecht und verliert gegen das abstiegsbedrohte Red Star mit 1:2.

Es dauerte bis zur 36. Minute und dem Treffer von Red-Star-Captain Scherrer, bis die Zuschauer auf der Allmend etwas zu feiern hatten. Thalwils Trainer Sergio Dias meinte nach Spielschluss gegenüber der "Zürichsee-Zeitung": „Ich bin sehr enttäuscht von uns. Wir brachten keine Leidenschaft auf den Platz und nahmen den Kampf nicht an.“ In der Tat sah man beim Gäste-Klub erst nach dem 2:0 durch Oberholzer eine Reaktion und den Willen zum Sieg. Die Thalwiler kämpften sich zurück und kamen in der 90. Minute durch Ardito zum (zu) späten Anschlusstreffer. Wie viele andere Gäste-Akteure hat auch der Thalwiler Torschütze eine lange Red-Star-Vergangenheit.

Gekehrt: Winterthur dreht Partie in wenigen Minuten
Die Reserven aus Winterthur gerieten gegen Aufstiegskandidat Tuggen früh in Rückstand. In der 20. Spielminute erzielte Jakupov, der ehemalige FCW-Nachwuchsspieler, das 1:0 für die Gäste. Danach kamen die Hausherren aber immer besser ins Spiel, blieben stets geduldig und belohnten sich zum Schluss. In der 84. Minute erzielte Aussenverteidiger Sacipi den Ausgleichstreffer. Nur vier Zeigerumdrehungen später traf der eben erst eingewechselte De Carvalho sogar noch zum 2:1-Sieg. Für den 19-jährigen Stürmer war es der erste Einsatz überhaupt für Winterthurs U21.

Auf der anderen Seite ist mit dieser Niederlage der Aufstieg für Tuggen nicht mehr möglich. Der Zweitplatzierte kann den Leader aus Wettswil nicht mehr einholen. Die Säuliämtler bleiben aber weiterhin im Rennen für den Aufstieg in die Promotion League. Die beiden Aufsteiger werden dieses Jahr die zwei Gruppensieger mit den meisten Punkten sein.

WB selbst erfüllte mit einem souveränen 2:0-Erfolg über Balzers die Pflicht. Auf Kurs war er hierbei schon nach einem Doppelschlag in der ersten Hälfte.

Gesagt: "Wir spielten eine tolle erste Hälfte"
Nach gepflegtem Aufbauspiel landete der Ball bei Studer, dieser wechselte mit einem 45-Meter-Traumpass die Seite zu Aeberli, welcher mit gekonntem Kopfball den in den freien Raum sprintenden Rüegger lancierte. Der resultierende fulminante 1:0-Treffer schilderte der Schütze schlicht: "Ronnie hat mich super angespielt, ich konnte den Ball wunschgemäss annehmen und sah die Lücke in der hinteren Torecke."

Die Zuschauer hatten sich noch kaum von diesem schönen Tor "erholt", da legte WB durch Flavio Peter, von Schneebeli trickreich angespielt, nach. WBs Captain lachte: "Vor meinem Schuss ins Glück hat mich 'Schnee' genial mit der Hacke angespielt, wusste gar nicht, dass der so eine Technik hat …"

Mehr war in der Folge nicht nötig, sodass Wettswil Assistenztrainer Mirzai zufrieden konstatierte. "Wir spielten eine tolle erste Hälfte. Viele Balleroberungen, gutes Pressing, gekonnte Angriffsauslösungen und schöne Tore. Danach waren wir bedacht, den Vorsprung sicher zu halten, um in einer Woche in Eschen ins sogenannte Endspiel zu gehen."
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Aufrufe: 020.6.2021, 09:27 Uhr
Redaktion regional-fussball.chAutor