2024-05-10T08:19:16.237Z

Interview
Erik Schimpf
Erik Schimpf

»Auf uns wartet eine Mammutaufgabe«

INTEVIEW: +++ Erik Schrimpf vom FC Cleeberg im Gespräch +++

Cleeberg (tsm). 2012 übernahm der heute 43-jährige Cleeberger Erik Schimpf den Vorsitz bei seinem Heimatverein FC Cleeberg und bezeichnete damals den Vorsitz als seine Herzensangelegenheit. Unter seiner Führung hat sich der Verein zu einer echten Größe im mittelhessischen Fußball weiterentwickelt. Der „FCC“ wurde in den letzten Jahren durch seine erfolgreiche Jugendarbeit sogar bundesweit bekannt. Durch den zweiten Platz in der Gruppenliga Gießen-Marburg gelang den FC-Senioren mit Trainer Daniel Schäfer nun überraschend sogar er erstmalige Aufstieg in die Verbandsliga Mitte. Im Interview spricht Erik Schimpf über den aktuellen Höhenflug und blickt in die Zukunft.

Seit sieben Jahren sind Sie 1. Vorsitzender des FC Cleeberg. Was sind die wichtigsten Erfahrungen in dieser Zeit?

Die wichtigste Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe: Man kann es nicht jedem recht machen und, man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen.

Der FC Cleeberg hat eine enorme sportliche Entwicklung genommen, was aktuell am Aufstieg in die Verbandsliga deutlich wird. Was bedeutet das für den Verein?

Bei all den positiven Schlagzeilen muss man ehrlich sagen, dass auf uns ein Mammutprogramm an Aufgaben zukommt. Auch weil unsere dritte Mannschaft jetzt auch in Konkurrenz in der neu geschaffenen C-Liga Wetzlar spielt. Da kann es vorkommen, dass etwa die Erste in Wiesbaden spielt, die Zweite zeitgleich zuhause und die Dritte in Dornholzhausen antritt. Das dann logistisch zu stemmen, wird die größte Aufgabe.

Die Jugendarbeit im Verein ist die Basis. Wie sieht es aktuell bei der FCC-Jugend aus?

Mit Wolfgang Schmidt und Marcus Rettig sind wir von der G- bis zur C-Jugend organisatorisch gut aufgestellt. Im Bereich der B- und A-Jugend halten Reinhold Schmider, Janine Philipp und Stefan Hocker unsere Fahne hoch. Wir haben Trainer und Betreuer mit Stallgeruch bei allen Jugendteams. Auch hier wird es logistisch kompliziert werden, über 100 Kinder auf die Plätze zu verteilen. Da werden Kompromisse gemacht werden müssen.

Der FC Cleeberg hat mit großer Unterstützung der Gemeinde Langgöns das Projekt Kunstrasen in Oberkleen umgesetzt und damit einen großen Schritt in Sachen Infrastruktur gemacht. Wie ist der Stand beim weiteren Ausbau rund um den Platz in Oberkleen?

Wir haben Anfang Juni einen Termin mit dem neuen Bürgermeister Marius Reusch und sind sehr optimistisch, dass eine passende Lösung gefunden wird. Die ersten Schritte mit der Änderung des Bebauungsplans Oberkleen sind hier schon gemacht.

Während viele Vereine in der Region fusionieren, wächst der FCC, stellt sogar eine dritte Mannschaft und die zweite Mannschaft hat in der Kreisliga einen starken sechsten Platz erreicht. Wie sehen Sie die Entwicklung in den kommenden Jahren?

Für uns war die Meldung der dritten Mannschaft, trotz skeptischer Stimmen zu Beginn, ganz wichtig, denn so kommen alle Cleeberger Spieler am Wochenende zum Einsatz. Unser großes Plus ist die sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen drei Mannschaften. Die allgemeine Entwicklung sehe ich sehr kritisch. Kürzlich hat die SG Schwalbach, ein Verein mit 800 Mitgliedern, die Segel gestrichen und man fusioniert nun mit der SG Quembach/Oberwetz. In der A-Jugend wird es aus Mangel an gemeldeten Teams in der kommenden Runde keine Wetzlarer Kreisliga geben. Das ist besorgniserregend. Wir müssen als FC Cleeberg weiter unsere Hausaufgaben machen, den Ball ganz flach halten und weiter an uns arbeiten.



Aufrufe: 029.5.2019, 08:00 Uhr
Gießener AnzeigerAutor