Der FC Unterföhring ist seine Heimat: Andreas Faber übernimmt den Cheftrainer-Posten beim Landesligisten.
Der FC Unterföhring ist seine Heimat: Andreas Faber übernimmt den Cheftrainer-Posten beim Landesligisten. – Foto: Gerald Förtsch (Archivbild)

Andi Faber startet als Trainer beim FC Unterföhring: „Was Schöneres gibt’s nicht“

Nachfolger von Zlatan Simikic

Andreas Faber hat im Winter als Cheftrainer beim FC Unterföhring übernommen. Seit er vier Jahre ist, begleitet Faber den Verein. Das Interview.

Unterföhring – Umbruch beim FC Unterföhring. Andreas Faber (34) ist der neue Mann an der Seitenlinie. Er übernimmt das Amt von Zlatan Simikic (33), der den Verein nach fünf Jahren im Winter vorzeitig verlassen hat. Faber, der bis zuletzt als Spieler eingesetzt wurde, hat beinahe sein gesamtes Fußballer-Leben beim FCU verbracht. Im Interview erklärt er, wieso er das Traineramt beim Landesligisten übernommen hat, wie er „Power-Fußball“ definiert und was seine Ziele sind.

Servus Andi, nach dem Abschied von Zlatan Simikic im Winter übernimmst du nun auf das Amt des Cheftrainers. Wie kam das zustande?
Es ging alles viel schneller als gedacht. Schon im Sommer hat der Verein mal grundsätzlich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann. Aber da ging es eher um die Zukunft, wir hatten mit Zlatan ja einen Trainer. Als er im Herbst aufgehört hat, mussten wir eine Lösung finden. Ich konnte mir den Job als Trainer vorstellen, und dann habe ich das Angebot angenommen.
Es ist für dich deine erste Station als Cheftrainer im Herrenbereich. Hattest du keine Bedenken?
Klar ist es unterm Jahr ein bisschen schwierig. Wir müssen im Sommer einen größeren Umbruch vollziehen. Aber manchmal muss man die Chance eben beim Schopf packen. Noch dazu bei meinem Heimatverein. Ich bin hier, seit ich vier Jahre alt bin. Was Schöneres gibt’s nicht.

Macht Faber als Spieler weiter? „Meine Sprunggelenke sind komplett hinüber“

Bis zur Winterpause bist du siebenmal in der Landesliga Südost aufgelaufen. Sehen wir dich auch weiterhin auf dem Platz, oder ab sofort nur noch an der Seitenlinie?
Wenn ich schmerzfrei wäre, würde ich es mir überlegen, nochmal zu spielen. Ohne Schmerztabletten geht es im Moment aber nicht. Meine Sprunggelenke sind komplett hinüber. Ein bis zwei Tage nach dem Spiel ist selbst mein Vater mobiler als ich. Ich möchte mich jetzt vor allem auf meine neue Aufgabe konzentrieren. Je nachdem, wie es mir dann körperlich im Sommer geht, werde ich eine Entscheidung treffen.
Was hast du dir taktisch mit dem FC Unterföhring vorgenommen? An welchen Stellschrauben willst du drehen?
Zlatan hat das mit uns sehr gut gemacht, darauf möchte ich aufbauen. Wir werden jetzt nicht auf einmal anfangen, Kick-and-Rush zu spielen. Ich möchte mit der Mannschaft Power-Fußball praktizieren. Das heißt für mich, dass wir körperlicher, physischer spielen als bisher. Ab und zu hat uns das in der Hinrunde etwas gefehlt.

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In der vergangenen Saison sieht als Tabellenzweiter knapp in der Relegation am Bayernliga-Aufstieg gescheitert. Jetzt steht ihr zur Winterpause nur auf Platz 11. Woran hakt‘s?
Nach der langen Saison mit der Relegation hatten wir kaum eine Vorbereitung. Das soll natürlich keine Ausrede sein, aber es ist klar, dass du da mit der Fitness und Physis nicht so schnell auf dem Level bist. Mit Robin Volland ist außerdem ein wichtiger Spieler ausgefallen, ich musste immer wieder passen. Nicht zuletzt haben wir viele vermeidbare Gegentore bekommen. Es ist eben nicht so einfach in einer Liga, die so ausgeglichen ist wie die Landesliga Südost.
Den ersten Test unter deine Regie hat der FCU mit 0:6 gegen den SV Heimstetten verloren …
Das Spiel vergessen wir am besten ganz schnell (lacht). Wir haben ein neues System ausprobiert, einen Tag nach dem ersten Training. Da mache ich den Jungs keinen Vorwurf, das geht auf meine Kappe. Es ist eben Heimstetten, die spielen zwei Ligen über uns.

Faber: „Ziel für die restliche Saison? Relegation zur Bezirksliga unbedingt vermeiden!“

Was ist euer Ziel für diese Saison?
Wir wollen die Relegation zur Bezirksliga unbedingt vermeiden! Aktuell sind wir nur vier Punkte weg vom Relegationsplatz. Deshalb müssen wir den Abstiegskampf annehmen und verhindern, dass wir noch weiter reinrutschen.
Was hast du dir persönlich für deinen ersten Cheftrainer-Posten vorgenommen?
Als Trainer will ich natürlich jedes Spiel gewinnen. Das halbe Jahr bis zur Sommerpause wird jetzt erstmal eine Findungsphase. Mal schauen, wie die Jungs die Veränderungen annehmen. Ich hoffe, dass wir in der nächsten Saison wieder eine geile Truppe zusammenbekommen.

Das Gespräch führte Vinzent Fischer.

Aufrufe: 025.1.2023, 11:28 Uhr
Vinzent FischerAutor