Michael Bachmeier (links) und seine SpVgg Windischeschenbach verlieren langsam den Anschluß ans Führungsduo der Kreisklasse Ost.
Michael Bachmeier (links) und seine SpVgg Windischeschenbach verlieren langsam den Anschluß ans Führungsduo der Kreisklasse Ost. – Foto: Eric Stiewing

Altenstadt/WN und Irchenrieth marschieren unangefochten vorneweg

Der Tabellenführer und sein "Vize" erledigen ihre Aufgaben am Wochenende souverän, während die lange auf Platz 1 rangierenden Windischeschenbacher weiterhin in der Krise stecken

Der SV Altenstadt/WN (1./40) und die DJK Irchenrieth (2./37) ziehen weiterhin unbeirrt ihre Kreise am oberen Rand der Tabelle in der Kreisklasse Ost. Während die Männer von Michael Nordgauer das Duell mit dem Namensvetter aus dem Ortsteil von Vohenstrauß (8./24) mit 4:1 für sich entschieden, drehte die Pianka-Elf bei der SG Wurz/Störnstein (10./13) nach dem Seitenwechsel auf und holte sich am Ende mit einem hohen 7:1 die eingeplanten drei Zähler. Von der Rolle dagegen ist unverändert die lange das Klassement anführende Bachmeier-Truppe aus Windischeschenbach (3./34). Nach dem am Ende noch glücklichen 1:1 gegen abstiegsbedrohte Püchersreuther (11./12) holte die SpVgg aus den letzten fünf Partien gerade einmal vier Zähler, zu wenig, um mit den bärenstark auftrumpfenden Altenstädtern und Irchenriethern mitzuhalten.

Einen neuen Trainer muss sich der abstiegsgefährdete TSV Pleystein suchen. Nach der 0:4-Niederlage des Tabellenvorletzten im Derby bei der SpVgg Vohenstrauß II wurde Bernd Reil mitgeteilt, dass er nicht mehr weiter Trainer der Kreuzbergelf wäre. Ein ausführlicher Bericht über die Geschehnisse in Pleystein folgt in den nächsten Tagen.

Nicht unverdient entführten die Gäste in diesem Kirwaspiel die Punkte vom Tabellenvierten aus Luhe. Zum "Man of the Match" avancierte dabei Daniel Rewitzer, der nicht nur das "Tor des Tages" erzielte, sondern auch in der fünften Minute der Nachspielzeit in höchster Not auf der eigenen Torlinie stehend einen Einschlag verhinderte und seinen Farben damit den fünften Dreier in Folge sicherte. Der Sieg der Gäste, geht schon deshalb in Ordnung, weil sie über die gesamte Distanz gesehen die bessere Mannschaft an diesem Tag stellten. Vor allem in Halbzeit 1 hatte der SVW die Zügel fest in der Hand, verpasste es jedoch nach dem Führungstreffer seine Dominanz in Zählbares zu verwandeln. Das am Ende spielentscheidende 0:1 war nach zwölf Zeigerumdrehungen gefallen, eine "Traumkombination" ging dem Treffer von Daniel Rewitzer dabei voraus: Stefano Scifo hatte mit der Hacke Sebastian Hanauer bedient, der behauptete Ball gegen drei Luher, spielte tief in den Lauf von Alexander Wolfrath, dessen scharfe flache Flanke der einlaufende Rewitzer eiskalt aus 7 Metern zum 0:1 verwertete. Im weiteren Spielverlauf tat sich der Gastgeber gegen defensiv stark agierende Waldauer schwer, aus dem Spiel heraus konnte die Wagner-Elf eigentlich keine einzige Torchance herausarbeiten. Einzig durch Standards erzeugte der FC "Aufreger", in der Nachspielzeit hätte dann ein Eckstoß fast noch den Ausgleich eingeleitet, doch wie erwähnt sorgte Gästespieler Rewitzer dafür, dass die Stimmung bei den sich anschließenden Kirwafeierlichkeiten doch ein wenig gedrückt war.

"Meine Mannschaft hat ein weiteres Mal mit enormem Einsatz, läuferischer und spielerischer Stärke überzeugen können", so das kurze Statement eines sehr zufriedenen Waldauer Coaches Hans-Jürgen Linge.

Tore: 0:1 Daniel Rewitzer (12.) - Schiedsrichter: Michael Preisinger - Zuschauer: 120

In einer verbissen geführten Partie mit sechs Gelben Karten, einer Gelb-Roten Karte und einer Zeistrafe sicherte sich der Tabellenführer am Ende sicher die erhofften drei Punkte und erreichte damit die "magische Grenze" von 40 Zählern. Das frühe 1:0 durch Fabian Zaus nach 17 Minuten hatte noch zum Pausentee Bestand, fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte der Unparteiische den Torschützen noch mit einer Zehn-Minuten-Strafe bedacht. Kurz nachdem Zaus wieder auf dem Feld zurück war, erhöhte Vehbi Zogaj auf ein 2:0 und ließ seine Farben schon einmal in Richtung der Siegerstraße blicken. Zudem musste Gästespieler Florian Frank mit Gelb-Rot vom Platz. Eine Viertelstunde vor dem Ende war dann die Messe endgültig zugunsten des Ligaprimus gelesen, als Ugur Köse auf 3:0 stellte. Fabian Zaus legte 120 Sekunden dann das 4:0 nach, ehe den Gästen noch der Ehrentreffer gelingen sollte.

Tore: 1:0 Fabian Zaus (17.), 2:0 Vehbi Zogaj (53.), 3:0 Ugur Köse (75.), 4:0 Fabian Zaus (77.), 4:1 Nico Singer (86.) - Schiedsrichter: Andre Wächter - Zuschauer: 120 - Platzverweise: Gelb-Rot für Florian Frank (Altenstadt/VOH, 54.), 10 Minuten für Fabian Zaus (Altenstadt/WN, 40.)

Ein am Ende glücklicher Punktgewinn in allerletzter Minute für die SpVgg gegen einen TSV Püchersreuth, der die bessere Mannschaft war und nach dem Tor von Luca Lindner drei wichtige Punkte im Abstiegskampf verdient gehabt hätte. Die Gastgeber enttäuschen weiterhin und setzen langsam alles in der Vorrunde erarbeitete aufs Spiel.

"Der Einsatz und die Laufbereitschaft, die wir aktuell an den Tag legen, reicht einfach nicht aus, um ganz vorne mitzumischen. Außerdem treffen wir speziell im Spiel nach vorne aktuell einfach zu oft die falschen Entscheidungen. Schwierig zu akzeptieren, aber es ist, wie es ist. Wir haben ein junges Team und auch solche Phasen gehören zu der Entwicklung dazu. Wir müssen jetzt da durch und weiter an uns arbeiten, dann werden wir sehen, was diese Saison für uns noch möglich ist", so ein enttäuscher SpVgg-Coach Michael Bachmeier am Montagmorgen.

"Vor dem Spiel hätte ich den Punkt unterschrieben, aber nach dem starken Auftritt sind es eher zwei verlorene Zähler. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht., fast alles wegverteidigt und bekommen dann in der Nachspielzeit so ein Ei aus abseitsverdächtiger Position. Vorher können wir bei zwei guten Chancen das 0:2 machen. Unter dem Strich macht uns die Leistung Mut für die beiden wichtigen Partien, die wir vor der Winterpause noch haben", so TSV-Übungsleier Sebastian Schell am gestrigen Nachmittag.

Tore: 0:1 Luca Lindner (61.), 1:1 Philipp Horn (90.+2) - Schiedsrichter: Aziz Tiryaki - Zuschauer: 150

Ohne die übliche Phase des Abtastens ging es in dieser Partie sofort in die Vollen. Sowohl hüben wie drüben konnten die Fans ein erstes frühes Tor bejubeln zu einem 1:1, das bis zum Gang in die Kabinen Gültigkeit haben sollte. Nach Wiederbeginn dauerte es dann doch 23 Minuten, ehe der favorisierte Tabellenzweite dann allerdings dermaßen aufs Gaspedal drückte, dass den Herrmann-Schützlingen "Hören und Sehen" verging. Alleine Ligagoalgetter Maximilian Kaufmann traf zu den Saisontreffern 20 bis 23 gleich vier Mal ins Schwarze, Noah Hammer, Petr Slajs und Andreas Werner erledigten den Rest. Während die Pianka-Crew damit auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen blieb, rangiert die SG nach dieser "Klatsche" weiterhin in bedrohlicher Nähe zur "ungemütlichen" Zone.

Tore: 1:0 Christian Fritsch (5.), 1:1 Noah Hammer (8.), 1:2 Petr Slajs (68.), 1:3 und 1:4 Maximilian Kaufmann (70./75.), 1:5 Andreas Werner (81.), 1:6 und 1:7 Maximilian Kaufmann (83./90.+4) - Schiedsrichter: Markus Kühnlein - Zuschauer: 110

Kräftig auf die "Mütze" bekam die SpVgg im Match gegen die Bezirksligareserve aus Luhe-Wildenau und Etzenricht, die damit ihren Weg in der Tabelle nach oben fortsetzt. Nach nicht einmal einer Viertelstunde war dabei der "Drops" schon gelutscht, denn da führten die Gäste schon mit 3:0. Jeweils eine "Bude" kurz vor und nach dem Pausentee stellten dann schon das Endergebnis her. Jonas Meißner und Tobias Guber durften dabei für die SG einen Doppelpack schnüren und sorgten für ein weiter gesteigertes Selbstbewußtsein vor dem Lokalderby am kommenden Wochenende gegen den FC Luhe-Markt.

Tore: 0:1 Tobias Guber (5.), 0:2 Daniel Spitzer (9.), 0:3 Jonas Meißner (15.), 0:4 Tobias Guber (40.), 0:5 Jonas Meißner (52.) - Schiedsrichter: Hans Stubenvoll - Zuschauer: 100

Im von je her brisanten Derby wollten die Gäste die 0:2-Hinspielniederlage egalisieren und wichtige Punkte im Abstiegskampf holen. Nach dem frühen Führungstor für die SpVgg hielt der TSV in Folge auch gut mit und besaß kurz nach der Pause durch Volker Lorenz sogar die große Chance zum Ausgleich, die Heimkeeper Müssig per Fußabwehr allerdings entschärfen konnte. Spätestens mit dem 2:0 für Vohenstrauß war dann allerdings eine Vorentscheidung gefallen, denn der Widerstand des TSV ließ merklich nach, am Ende stand dann doch eine deutliche 0:4-Niederlage für die Kreuzbergelf zu Buche.

Tore: 1:0 Tim Andörfer (7.), 2:0 Luca Kraus (51.), 3:0 Clemens Dobner (85.), 4:0 David Dupal (90.) - Schiedsrichter: Hans Fischer - Zuschauer: 50

Einen Arbeitssieg landete die DJK zur Kirwa gegen das Schlußlicht aus Thanhausen, nicht mehr und nicht weniger. Dabei bot die Heimelf vor allem vor der Pause gegen kampfstarke, aber spielerisch limitierte Gäste eine enttäuschende Vorstellung. Zu wenig Tempo, viele Ballverluste und kaum Überraschungsmomente kennzeichneten die Aktionen des Gastgebers, der es dem VfB immer wieder leicht machte, den Gegner vom Tor wegzuhalten. Einzig beim 1:0, Thomas Fukerider hatte nach schönem Diagonalball von Luca Herbrecher ins lange Eck getroffen, sah die Gästedeckung "alt" aus. Wer nach dem Führungstreffer nun gedacht hatte, die Heimelf würde nun endlich "aufdrehen", sah sich getäuscht. Die Platzherren nahmen sich in der Viertelstunde vor dem Seitenwechsel eine komplette Auszeit in puncto Konzentration und verhalfen den Gästen damit zu drei "Riesenbrettern", die Benedikt Hecht, Dominik Göhl und Wolfram Richtmann allerdings nicht zu Zählbarem nutzen konnten.

Das Trainerduo Köllner/Zimmermann schien in der Kabine wohl die richtigen, vermutlich deutlichen Worte gefunden zu haben, denn die junge Heimelf kam entschlossen aufs Feld zurück und stellte dann scheinbar frühzeitig die Weichen zum geplanten Heimsieg. Kaum war der Wiederanpfiff ertönt, zappelte die Kugel im Netz der Gäste. Maximilian Pöllath hatte mit seiner Flanke von links Christoph Bösl gefunden, der die Kugel von der Strafraumgrenze aus ins linke untere Toreck schlenzte (46.). Doch auch dieser Treffer brachte keine Ruhe ins Spiel der Einheimischen, immer wieder fehlte den finalen Pässen die Präzision gegen einen Gegner, der sich nie aufgab und nach etwas mehr als einer Stunde wieder im Spiel zurück war. Hatte DJK-Schlussmann Martin Pensky gegen Wolfram Richtmann noch mit einer Blitzreaktion geklärt (61.), musste er die Kugel dann doch aus dem Netz holen. Nach einem Eckstoß stieg Abwehrhüne Thomas Franz am höchsten und wuchtete das Spielgerät per Kopf in die Maschen. Geht da noch was, fragten sich die Verantwortlichen und Fans der Gäste, eine Zeitstrafe für VfB-Akteur Dominik Harnisch in der 79. Minute ließ die Hoffnung auf zumindest einen Punkt dann allerdings wie eine Seifenblase zerplatzen. Zudem nutzte die DJK ihre numerische Überlegenheit quasi sofort, als Bastian Forster nach Vorarbeit von Luca Herbrecher mit dem 3:1 die endgültige Entscheidung schuf und die Kirwastimmung damit befeuerte (81.).

"Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, mit dem Spiel können wir es nicht sein. Nach zerfahrenem Beginn und dann doch dem 1:0 waren wir eine Viertelstunde komplett von der Rolle, wenn die Thanhausener da treffen, wer weiß, wie sich das Spiel dann entwickelt. Wichtig war dann das frühe 2:0, allerdings haben wir auch danach nicht das umgesetzt, was wir eigentlich geplant hatten. Am Ende bleiben die drei Punkte und nur das zählt ja", so DJK-Coach Stefan Zimmermann unmittelbar nach dem Schlußpfiff.

Der junge Gästetrainer Fabian Polster haderte mit der Chancenverwertung in der Phase vor der Halbzeit. "Ich würde fast sagen, da war heute mehr drin. Wir haben es zunächst gut gemacht, beim 1:0 allerdings haben wir geschlafen. So rennen wir halt immer einem Rückstand hinterher, anstatt selbst mal zu führen. Na ja und dann haben wir drei Riesendinger, da muß es einfach klingeln. Trotz des frühen 2:0 dann sind wir wieder zurückgekommen, doch hat uns letztlich der Platzverweis endgültig aus der Bahn geworfen. Insgesamt schade, meine Jungs haben heute keineswegs enttäuscht."

Aufrufe: 08.11.2022, 11:45 Uhr
Werner SchaupertAutor