Ab durch die Mitte: Felix Plücker (FSV Rimbach) nutzt den Raum, den Andre Gehrig (links) und Bastian Derigs (beide SG Reichenbach) im A-Liga-Spitzenspiel lassen.
Ab durch die Mitte: Felix Plücker (FSV Rimbach) nutzt den Raum, den Andre Gehrig (links) und Bastian Derigs (beide SG Reichenbach) im A-Liga-Spitzenspiel lassen. – Foto: Dagmar Jährling

A-Liga: Rimbachs Pech mit den Torhütern

Das ist Glück für Spitzenreiter Reichenbach +++ Zink-Gala in Trösel +++ Starkenburgia rettet wenigstens einen Punkt

Bergstraße. So ist die A-Liga: Der SV/BSC Mörlenbach hat vergangene Woche nach 2:0-Führung in Trösel noch mit 3:5 verloren. Dieses Mal hat es bei ähnlicher Konstellation zum 3:2-Sieg in Aschbach gereicht. Der FC Ober-Abtsteinach verspielte beim ISC Fürth eine 3:0-Pausenführung.

Starkenburgia Heppenheim – FC 07 Bensheim II 2:2 (1:1). Das Positive aus Sicht der Gastgeber vorneweg: nicht verloren und kein Gegentor in der Nachspielzeit kassiert. Das Negative: „Wir haben uns mal wieder selbst ein Tor reingemacht“, wie es Pressewart Dominik Heckmann unverblümt umschrieb. Diesmal spielte Lars Tremper quer, übersah im eigenen Strafraum Bensheims Daniel Scheuren, der nur den Fuß hinhalten musste – 0:1 nach sechs Minuten. Die Starkenburgia besann sich gegen einen auf Konter lauernden Gegner, glich aus, geriet erneut in Rückstand, ehe Chris Schamber wenigstens einen Punkt rettete. Der Torjäger hätte sogar drei Zähler eintüten können, scheiterte aber an Keeper Rothermel (80.). Vor dem Tor waren beide Mannschaften insgesamt aber recht harmlos.

Tore: 0:1 Scheuren (6.), 1:1 Laubenheimer (40.), 1:2 Baumgärtner (49.), 2:2 Schamber (60.). – Schiedsrichter: Möller (Darmstadt). – Zuschauer: 40. – Beste Spieler: keine/keine.

SG Reichenbach – FSV Rimbach 4:2 (4:2). Christian Bauer wusste den Heimsieg seiner Mannschaft richtig einzuschätzen und bezeichnete diesen: „Wir hatten heute mehr Glück als Verstand. Und wären die Gäste mit einem ihrer Stammtorhüter angetreten, dann hätten sie dieses Spiel nie verloren“, so der Reichenbacher Trainer. Rimbach war im Spitzenspiel bereits mit der etatmäßigen Nummer drei im Tor angetreten, Stephano Kouvaras verletzte sich aber kurz vor dem Pausenpfiff, und so musste mit Jonas Keil ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Dieser unterstützte die Lautertaler bei ihren Torerfolgen kräftig, wobei der FSV der Tatsache nachtrauerte, dass er eine frühe 2:0-Führung verspielte.

Tore: 0:1 Feller (14.), 0:2 Duric (17.), 1:2 Muzhaqui (31.), 2:2 Derigs (35.), 3:2, 4:2 Beilstein (38., 42.). – Schiedsrichter: Tauber (Dieburg). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Muzhaqui/Feller, Duric.

VfR Fehlheim II – SV Lindenfels 3:1 (1:1). Die Gastgeber lagen auf dem Ausweichplatz in Bensheim mit 0:1 in Rückstand, kämpften sich aber, angetrieben von Riccardo Zocco, zurück ins Spiel. Der etatmäßige Verbandsligaspieler war es dann auch, der den VfR nach der Pause mit 2:1 in Führung schießen sollte. Die Gäste drängten zwar auf den Ausgleich, fanden aber kein Durchkommen gegen die gut stehenden VfR-Defensive.

Tore: 0:1 Prikel (6.), 1:1 Huseinovic (35.), 2:1 Riccardo Zocco (48.), 3:1 Helmling (82.). – Schiedsrichter: Schönburg (Frankfurt). – Zuschauer: 80.

TSV Aschbach – SV/BSC Mörlenbach 2:3 (1.2). Unterm Strich, so sagt Aschbachs Sprecher Bruno Bihn, „hat sich Mörlenbach den Sieg redlich verdient. Über 90 Minuten betrachtet war der SV/BSC aktiver“. Das galt an diesem Tag vor allem für Dominik Kießler. Der kopfballstarke Sechser erzielte alle drei Tore. „Die Jungs haben sich reingeworfen“, freut sich Mörlenbachs Trainer Riza Aydogan, als es nach Aschbachs Ausgleich – Braese vergab sogar das 3:2 – eng wurde. Doch dieses Mal hatten die Gäste die Nase vorn, hatten auch, so Aydogan, „das Quäntchen Glück“. „Die Standards“, so resümierte Bihn, „haben das Spiel entschieden, und darin waren die Gäste heute besser“.

Tore: 0:1, 0:2 Kießler (6., 15.), 1:2 Tomczyk (18., Foulelfmeter), 2:2 Bräse (49.), 2:3 Kießler (77.). – Schiedsrichter: Stephan (Günterfürst). – Zuschauer: 160. – Beste Spieler: Müller, Tomczyk, Rettig/Kießler, Endrit Beka, Knapp.

ISC Fürth – FC Ober-Abtsteinach 3:3 (0:3). ISC-Trainer Oguz Ataman hatte in der Halbzeit umgestellt und Aykut Kemanci eingewechselt. Das zahlte sich aus: Das 3:3 erzielte Medet Incirkus in der Schlussminute. Da spielte der ISC bereits in Unterzahl. Denn in der 79. Minute stritt Serkan Gözübüyük mit seinen Mannschaftskollegen um die Ausführung eines Freistoßes. Dabei wurde er ein wenig handgreiflich. Schiri Marco Staller wollte das nicht mit ansehen und zeigte ihm Rot. FCO-Trainer Özcan Sahin ärgerte sich: „Hätte die Bereitschaft, zu spielen und zu kämpfen wie in der ersten Halbzeit bestanden, hätte es auch zum Sieg reichen können.“ Zudem hatte Erak kurz nach Wiederanpfiff die große Chance zum 4:0 vergeben.

Tore: 0:1, 0:2 Hirschberg (20., 27.), 0:3 Gärtner (30.), 1:3 Aykut Kemanci (71.), 2:3 Emre Gözübüyük (80.), 3:3 Incirkus (90.). – Schiedsrichter: Staller (SC Bobenheim-Roxheim). – Zuschauer: 100. – Bes. Vorkommnis: Rot für Serkan Gözübüyük (79., ISC), wegen Unsportlichkeit Kollegen gegenüber. – Beste Spieler: Emre Gözübüyük, Aykut Kemanci/Hintenlang, Weihrich.

TG Jahn Trösel – VfR Bürstadt 8:0 (4:0). Der Einsatz von Stefan Zink hat wieder einmal bemerkbar gemacht. Er erzielte fünf Tore und bereitete einen Treffer vor. VfR-Torwart Piotr Rajchel verhinderte noch weitere Gegentreffer.

Tore: 1:0 Zink (8.), 2:0 Gerhardt (10.), 3:0 Engert (31.), 4:0 Maul Merino (45.), 5:0, 6:0, 7:0, 8:0 Zink (55., 73., 84., 87.). – Schiedsrichter: Heist (Lautertal). – Zuschauer: 130. – Beste Spieler: Zink, Arnold, Schmitt, Engert/Rajchel.

SG Nordheim-Wattenheim – SC Rodau 3:5 (3:3). SG-Torwart Pascal Metz leistete sich einige Fehler, die Rodau eiskalt bestrafte. Da spielte der Keeper den Ball aus kurzer Distanz direkt in die Füße eines Gegenspielers – 2:1 für Rodau. Und nach einem Rückpass schlüpfte das Spielgerät durch die Hosenträger des Schlussmanns zum 5:3-Endstand für die Gäste. Doch für SG-Trainer Jens Stark war nicht nur der Keeper schuld: „Das war insgesamt zu wenig für eine A-Klasse-Mannschaft.“ In den letzten 20 Minuten stellte das Schlusslicht das Fußballspielen fast völlig ein, agierte nahezu ohne Gegenwehr. Stark: „Es wurde anscheinend nicht verstanden, dass das heute schon ein Sechs-Punkte-Spiel für uns war“. Die Gäste waren alles in allem das bessere Team.

Tore: 1:0 Mirco Müller (3.), 1:1 Maksymczyk (10.), 1:2 Mirco Müller (23.), 2:2 Mitsch (27.), 2:3 Steinke (37.), 3:3 Fleischhacker (45.), 3:4 Steinke (71.), 3:5 Mirco Müller (80.). – Schiedsrichter: Sen (Groß-Gerau). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Fleischhacker/Ahmad.



Aufrufe: 018.11.2022, 21:00 Uhr
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