Vilzings Torhüter Max Putz war mehrmals zur Stelle, konnte die drei Nürnberger Treffer jedoch auch nicht verhindern.
Vilzings Torhüter Max Putz war mehrmals zur Stelle, konnte die drei Nürnberger Treffer jedoch auch nicht verhindern. – Foto: Simon Tschannerl

61., 63. und 65.: Wenige Minuten bescheren Vilzing Heimpleite

Regionalliga Bayern: Auch das Rückspiel gegen Nürnberg II geht für die DJK verloren – wenngleich sie sich eine Stunde lang tapfer wehrt

Die DJK Vilzing muss nach zwei Auftaktssiegen ihre erste Niederlage im neuen Regionalliga-Jahr hinnehmen. Mit 1:3 (1:1) ging das Heimspiel gegen die U23 des 1. FC Nürnberg verloren. 742 Zuschauer am Huthgarten sahen, wie die Gelbschwarzen während der ersten Halbzeit ihr typisches Kämpferherz an den Tag legten, wie sie früh durch Andreas Jünger in Führung gingen und dem Favoriten generell das Leben schwer machten. Und wie die Partie nach einer gespielten Stunde binnen weniger Minuten vollends auf die Seite der Nürnberger kippt. Ein plötzlicher Rückstand von zwei Toren sowie ein Feldverweis an Nico Dantscher waren nicht mehr zu kitten.


Gegenüber dem vorangegangenen Ligaspiel vor zwei Wochen gegen die Würzburger Kickers nahm DJK-Trainer Josef Eibl eine Änderung vor, beorderte Jonas Brunner für den an Oberschenkelproblemen laborierenden Martin Tiefenbrunner in die Startelf. Dazu fehlte Fabian Trettenbach wegen Hüftproblemen.

Vilzings Start ins Heimspiel gegen die Club-U23 war verheißungsvoll. Zwei erste Vorstöße blieben noch folgenlos, dann setzten die Gastgeber in Gestalt von Andreas Jünger den ersten Punch: Tobias Kordick setzte sich auf der linken Außenbahn durch, brachte den Ball flach ins Zentrum. Dort nahm sich der zentral postierte Stürmer der Sache an, schob aus sechs Metern links unten ein (9.). Jüngers zwölftes Saisontor. Der Szene war ein Nürnberger Ballverlust im Mittelfeld vorausgegangen. Schnell war spürbar, dass die Gäste den frühen Rückstand so schnell wie möglich wettmachen wollten. Sie erhöhten merklich den Druck. Doch sowohl dem auffällige Leonardo Vonic (18.) als auch Jannik Hofmann (20.) fehlte es an Power und Präzision im Abschluss.

Verdient dann Nürnbergs Tor zum 1:1 (28.). Yunsang Hong legte nahe der Grundlinie zurück, Jermain Nischalke ließ Tormann Max Putz aus fünf Metern keine Abwehrchance. Die Vilzinger Elf blieb hinten gefordert, kam in dieser Phase offensiv kaum in Erscheinung, war aber engagiert. Vorm Pausentee aber doch nochmal die Eibl-Elf: Jimi Müller (40.) schloss zu ungenau ab, für Kordick (42.) wurde der Winkel zu spitz und Fabio Pirner (45.) traf in zentraler Position den Ball schlecht.

Wäre Vonic in der 54. Minute vor Putz eine bessere Ballannahme geglückt, wäre der Club wohl da schon in Führung gegangen. So dauerte es genau eine Stunde, bis es so weit war. Eine schöne Kombination inklusive Doppelpass – und Nischalke traf aus zwölf Metern in den rechten Knick. Und nur zwei Minuten später kam es noch dicker für die DJK, als Torschütze Nischalke bei einem schnellen Konter den Ball zugesprochen bekam, er einen Verteidiger umtanzte und quer legte. Vonic brauchte nur noch einschieben zum 1:3. Und als Vilzings Verteidiger Nico Dantscher wieder nur kurze Zeit später weit vorm eigenen Tor gegen Nischalke eine Notbremse zog und die Rote Karte sah (65.), war die Partie im Grunde gelaufen für Vilzing.

So kam es auch. Nürnberg II ließ nicht mehr anbrennen, hätte noch das 4:1 nachlegen können, ja müssen. Vilzing hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Insgesamt gewannen die Franken aufgrund der zweiten 45 Minuten zu Recht. Kommenden Samstag treten die Vilzinger in Pipinsried an, während die Club-Youngster als neuer Tabellendritter ins Duell mit Viktoria Aschaffenburg gehen.

Aufrufe: 018.3.2023, 16:23 Uhr
Florian WürtheleAutor