– Foto: Karl Aumiller

500 Fans, aber kein Sieger in Glött

Derby gegen den FC Weisingen endet 2:2 +++ FC Lauingen muss die Tabellenspitze der Kreisliga West wieder abgeben +++ Die TSG Thannhausen stürmt auf Platz eins

Nur eine Woche lang durfte sich der FC Lauingen über die Spitzenposition in der Kreisliga West freuen. Durch die 0:1-Niederlage gegen den SV Mindelzell mussten die Donaustädter den ersten Platz wieder räumen. Neuer Primus ist die TSG Thannhausen, die sich im Spitzenspiel gegen die SpVgg Wiesenbach deutlich mit 4:0 durchsetzte. Vor einer großen Kulisse von 500 Fans ging das Aschberg-Derby zwischen der SSV Glött und dem FC Weisingen über die Bühne, einen Sieger gab es dabei allerdings nicht.

Die Zuschauer sahen ein heiß umkämpftes, aber auch sehr zerfahrenes Aschberg-Derby zwischen der SSV Glött und dem FC Weisingen. Spielerisch konnten beide Teams im ersten Punktspiel gegeneinander seit 50 Jahren kaum überzeugen. Vor allem die favorisierten Glötter blieben weit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück und mussten sich letztlich mit einem Remis begnügen. Die Lilien dezimierten sich zudem durch einen unnötigen Platzverweis kurz vor der Pause. Dabei starteten sie stark in die Partie und gingen in Führung: Von Ostertag bedient, nutzte Pius Galgenmüller seinen Freiraum und zog per Flachschuss von der Strafraumkante aus ins lange Toreck ab. Statt weiter Ball und Gegner laufen zu lassen, stellte Glött plötzlich sein Offensivspiel ein. Weisingen hingegen, bis dato noch überhaupt nicht im Spiel, kam wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Ein vermeidbares Foulspiel von SSV-Keeper Dominik Trenker an Manuel Fischer ermöglichte dem FCW per Elfmeter die Chance zum 1:1. Fischer selbst verwandelte sicher.
Der Aussetzer von Galgenmüller, der bis dahin ein klasse Spiel gemacht hatte, erwies seinem Team dadurch einen Bärendienst – Platzverweis. Auch in Unterzahl diktierte Glött nach dem Wechsel das Geschehen wieder. Der erneute Führungstreffer nach einer Taner-Ecke durch Philipp Strehle per Kopfball war die Konsequenz. Die folgende Lilien-Drangphase überstand der FCW und glich nach einer Freistoßflanke durch Maximilian Knötzinger sogar noch zum umjubelten 2:2 aus. In der hektischen Schlussphase spielten beide Mannschaften auf Sieg. (röb)
Schiedsrichter: Stefan Waschhauser (Kleinkötz) - Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Pius Galgenmüller (13.), 1:1 Manuel Fischer (36./Foulelfmeter), 2:1 Philipp Strehle (60.), 2:2 Maximilian Knötzinger (75.)
Rote Karte: Pius Galgenmüller (39./SSV Glött/Tätlichkeit)

Auch wenn spielerisch noch manche Dinge nicht so richtig rund liefen, insgesamt hat der SC Altenmünster beim 3:0-Heimsieg gegen den VfR Jettingen II einen gefestigten Eindruck hinterlassen. Neben dem dreifachen Torschützen Hrvoje Bevanda überzeugten vor allen Dingen Routinier Fabian Herdin und Kapitän Sebastian Kaifer im Abwehrzentrum sowie der Rest der Mannschaft durch eine diesmal hohe Laufbereitschaft.
Freilich war in einigen Szenen auch etwas Glück dabei, dass die Jettinger keinen erfolgreichen Abschluss hatten. Eine Minute vor der Pause vereitelte SCA-Torhüter Alexander Schmid nach einem Kopfball und beim Nachschuss mit zwei Glanzparaden den Ausgleich, beim Stande von 2:0 hatte der VfR bei einem Kopfball von Markus Haltmayer an die Querlatte Pech. Aluminium traf allerdings auch Altenmünsters Spielertrainer Robert Markovic-Mandic, der den Pfosten anvisierte (26.).
Zum Matchwinner avancierte letztlich Hrvoje Bevanda. Hatte er beim 1:0 noch etwas Glück, dass der Ball flach ins lange Eck kullerte, so waren die beiden weiteren Tore sehenswert: Beim zweiten Treffer war er per Direktannahme nach Zuspiel von Markovic-Mandic erfolgreich, das „I-Tüpfelchen“ gelang ihm zwei Minuten vor Schluss, als er drei Jettinger Gegenspieler austanzte und mit einem Schuss in den Winkel VfR-Keeper Ivan Murillo Castro erneut keine Chance ließ. (her) Lokalsport WZ
Schiedsrichter: Oliver Schuhmacher (Steppach) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Hrvoje Bevanda (16.), 2:0 Hrvoje Bevanda (54.), 3:0 Hrvoje Bevanda (87.)

Die SpVgg Bachtal war nahe dran an einem weiteren Erfolgserlebnis, musste dann aber knapp geschlagen die Heimreise antreten. Im Kellerduell bei der SG Reisensburg-Leinheim wurde damit die Chance vergeben, im Kampf um den Ligaerhalt Boden gegen einen direkten Konkurrenten wettzumachen. Das Tor des Tages markierte Reisensburgs Leopold Munk bereits Mitte der ersten Halbzeit. Alle Bemühungen der Mannschaft von SpVgg-Trainer Roland Häge um den Ausgleich blieben letztlich erfolglos. (doze)
Schiedsrichter: Alexander Hartmann (Wortelstetten) - Zuschauer: 150
Tor: 1:0 Leopold Munk (23.)

Mann des Tages im Kreisliga-Hit war Ibrahim Capar. Drei Tore erzielte der Thannhauser. In dieser Szene allerdings bleibt er gegen Wiesenbachs Torwart Granit Bujupi zweiter Sieger.
Mann des Tages im Kreisliga-Hit war Ibrahim Capar. Drei Tore erzielte der Thannhauser. In dieser Szene allerdings bleibt er gegen Wiesenbachs Torwart Granit Bujupi zweiter Sieger. – Foto: Ernst Mayer

4:0 gewann die TSG Thannhausen das Spitzenspiel gegen die SpVgg Wiesenbach. Spieler des Tages war TSG-Angreifer Ibrahim Capar. Der 23-Jährige erzielte drei Treffer. „Ich hätte noch mehr Tore machen können. Es macht riesig Spaß, in dieser Truppe zu spielen“, jubelte der Torjäger nach der Partie. Und er fügte an: „Unser Ziel ist der Aufstieg.“
Das Spiel war nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis ausdrückt. Bis 20 Minuten vor Schluss hieß es 1:0. Capar war Mitt der ersten Halbzeit im Mittelfeld angespielt worden, rannte auf die aufgerückte Defensive zu, ließ zwei Mann aussteigen und schoss flach ins linke Eck. SpVgg-Keeper Granit Bujupi hatte keine Chance.
Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte der SpVgg Wiesenbach. Allerdings fehlte, wie schon in Abschnitt eins, die Durchschlagskraft. „Es fehlte bei uns vielleicht auch der entschiedene Wille, ein Tor zu erzielen“, fasste Innenverteidiger Thomas Gornig die Offensivleistung seiner Mannschaft zusammen. Gornig, der auch das Amt des Abteilungsleiters bekleidet, ärgerte sich wie sein Coach Robert Nan über die individuellen Fehler, die zu den Gegentoren führten. Capar lief in den zu schwach gespielten Ball und schob ihn an Bujupi vorbei zunächst an den Pfosten. Das Spielgerät kam wieder zum Schützen zurück, der sah seinen mitgelaufenen Bruder, flankte nach innen und Meric Capar verwertete per Direktabnahme. Die Wiesenbacher verstärkten jetzt ihre Offensivbemühungen. Allerdings kam die SpVggnur zu wenigen Weitschüssen, die allesamt ihr Ziel verfehlten. Besser machte es Ibrahim Capar, der in der Schlussphase noch zweimal traf. Sein Trainer Rainer Amann räumte ein: „Vielleicht fiel der Sieg um ein oder zwei Tore zu hoch aus. Mir hätte auch ein 2:0 gereicht.“ (ulan) Lokalsport GZ
Schiedsrichter: Luca Berger (Lauingen) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Ibrahim Capar (25.), 2:0 Meric Capar (72.), 3:0 Ibrahim Capar (84.), 4:0 Ibrahim Capar (89.)

Der FC Lauingen hatte zwar mehr Spielanteile und Ballbesitz, Zählbares sprang aber gegen den SV Mindelzell nicht heraus. Und so musste der FCL nach der 0:1-Heimniederlage die Tabellenspitze wieder abgeben. Die Mindelzeller standen relativ stabil in der Defensive und konterten gefährlich. Wie in der 58. Minute. Allerdings schwebte der Verdacht einer Abseitsposition über dem 0:1 von David Berger. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte Algert Hoti den Lauinger Ausgleich auf dem Fuß, zielte aber knapp über das Mindelzeller Gehäuse. Nach einer längeren Verletzungsunterbrechung hatte Lauingen Möglichkeiten zum Ausgleich durch Goalgetter Alban Nuraj (77./79). Doch Gästekeeper Philipp Schmid war nicht zu überwinden, fischte den Ball auch beim Freistoß von Janik Schreitmüller aus dem Winkel und war gegen Christoph Marek zur Stelle. (joh)
Schiedsrichter: Uwe Kümmel (Heidenheim) - Zuschauer: 120
Tor: 0:1 David Berger (58.)

Schiedsrichter: Johannes Lösch (Reimlingen) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Philipp Wolf (3.), 2:0 Ismail Bülbül (19.), 2:1 Marc Sirch (33.), 3:1 Philipp Wolf (64.), 4:1 Ismail Bülbül (90.+4)

Schiedsrichter: Andreas Schaudig (Tapfheim) - Zuschauer: 75
Tore: 0:1 Sinan Kaya (30.), 1:1 Johannes Keisinger (32./Foulelfmeter), 1:2 Firat Ece (38.)

Aufrufe: 026.9.2022, 11:25 Uhr
Walter BruggerAutor