2024-04-16T09:15:35.043Z

Relegation
Der Thannhauser Ahmet Cam (rechts) passt scharf vors Tor - und trifft die Hacke von Reimlingens Keeer Sebastian Liebhauser (links). Es war der Siegtreffer für die TSG, die damit in die zweite Relegationsrunde einzieht.
Der Thannhauser Ahmet Cam (rechts) passt scharf vors Tor - und trifft die Hacke von Reimlingens Keeer Sebastian Liebhauser (links). Es war der Siegtreffer für die TSG, die damit in die zweite Relegationsrunde einzieht. – Foto: Walter Brugger

Bezirksliga-Relegation: Große Kulissen und ein Rettungshubschrauber

In der ersten Runde setzen sich der SV Mauerstetten, SC Bubesheim, TSV Ottobeuren und die TSG Thannhausen durch

Die erste Relegationsrunde zu den schwäbischen Bezirksligen war ein echter Zuschauermagnet und betsätigt einmal mehr, dass die K.o.-Spiele auf neutralem Platz extrem reizvoll sind. Die gut 600 Besucher bei der Partie des TSV Zusmarshausen gegen den TSV Ottobeuren waren schon die beachtliche Minuskulisse, mehr als 1000 Fans kamen zum Duell des SV Mauerstetten gegen den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg nach Thalhofen. Für die Sieger geht es am Wochenende weiter, denn trifft am Samstag (15.30 Uhr, in Ronsberg) Mauerstetten auf Ottobeuren, am Sonntag (15 Uhr, in Ettenbeuren) trifft der SC Bubesheim auf die TSG Thannhausen.

Fast zehn Minuten dauerte die Nachspielzeit in Glött, ehe der 2:1-Sieg der TSG Thannhausen im Duell der Kreisliga-Vizemeister gegen den FSV Reimlingen perfekt war. Und während danach die Reimlinger von ihren Fans mit aufmunterndem Applaus gestört wurden, feierten die Thannhauser nach einer mitunter hitzigen Partie den Einzug in die zweite Runde.
Ganz ungetrübt war die TSG-Freude jedoch nicht, was an der Verletzung von Torjäger Ibrahim Capar lag. Kurz nachdem Dominik Kohnle Reimlingen mit einem technisch anspruchsvollen Kopfball in Führung gebracht hatte, wurde Capar gelegt. Dabei verletzte sich der 23-Jährige an der Schulter und musste ausgewechselt. Doch vorher war noch die Frage zu klären: War das Foul an der Strafraumkante inner- oder außerhalb des Sechzehners? Nach Rücksprache mit ihrem Assistenten Sebastian Eder zeigte Schiedsrichterin Barbara Karmann auf den Elfmeterpunkt und Daniel Bobitiu verwandelte souverän zum 1:1.
Währenddessen wartete Capar am Eingang des Lilienstadions auf den Notarzt, der dann nicht per Sanka kam, sondern eingeflogen wurde. Was zu einer Unterbrechung und der langen Nachspielzeit am Ende sorgte. Der Mediziner stellte bei Capar Bänderrisse in der Schulter fest, was für den Stürmer das Aus in der weiteren Relegation bedeutet. Der Hubschrauber flog dann ohne Capar an Bord wieder ab, noch bevor das in der Entstehung glückliche Siegtor der Thannhauser fiel. Für Ahmet Cam war der Winkel für einen erfolgversprechenden Abschluss schon etwas zu spitz geworden, also spielte er scharf vors Tor. Da war jedoch kein Mitspieler, sondern FSV-Keeper Sebastian Liebhauser, der den Ball an die Hacke bekam und die Kugel unglücklich ins eigene Netz ablenkte.
Schiedsrichterin: Barbara Karmann (FC Ehekirchen) - Zuschauer: 700
Tore: 1:0 Dominik Kohnle (29.), 1:1 Daniel Bobitiu (36./Foulelfmeter), 1:2 Ahmet Cam (88.)

Während die Spieler des SC Bubesheim im Kreis feierten, lagen viele Kicker des BC Rinnenthal enttäuscht auf dem Rasen im Neusäßer Lohwaldstadion. „Das muss man erst einmal sacken lassen. Das ist richtig bitter, wir haben hier alles reingehauen“, so BCR-Spielertrainer Maximilian Merwald. Ein Sonntagschuss entschied die Relegationspartie. Chancen hatten beide Mannschaften. Merwald: „Am Ende gewinnt die etwas clevere Mannschaft.“
Beide Teams begannen nervös und waren auf Sicherheit bedacht. Als ersten legten die Bubesheimer ihre Zurückhaltung ab. Rinnenthal tat sich gegen die robusten bezirksligaerfahrenen Kicker schwer. Als alle mit dem 0:0 zur Pause rechneten, kam der große Auftritt von Hakan Polat. Mit links zimmerte einen Schuss unhaltbar ins Kreuzeck und ließ sich anschließend von seinen Mitspielern feiern. Aus der Halbzeitpause kam der BCR besser und übernahm das Kommando. Bubesheim konterte und verpasste durch Polat, der am glänzenden BCR-Torhüter Hannes Treffler scheiterte, das 2:0.
Lautstark peitschten die BCR-Fans den Vizemeister der Kreisliga Ost nach vorne. Die große Chance zum Ausgleich hatte eine Viertelstunde vor dem Ende Elias Bradl, der nach einem Freistoß von Merwald frei zum Kopfball kam, doch SCB-Keeper Simon Zeiser parierte reaktionsschnell. Als nach 95 Spielminuten der Schlusspfiff ertönte, war die Enttäuschung der Rinnenthaler groß. (sry) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Maximilian Wirkner (Mertingen) - Zuschauer: 800
Tor: 1:0 Hakan Polat (45.+1)

Nach dem Treffer von Jonas Watzal (rechts) schöpfte der TSV Zusmarshausen kurzzeitig noch einmal Hoffnung, doch letztlich setzte sich Ottobeuren mit 3:1 durch.
Nach dem Treffer von Jonas Watzal (rechts) schöpfte der TSV Zusmarshausen kurzzeitig noch einmal Hoffnung, doch letztlich setzte sich Ottobeuren mit 3:1 durch. – Foto: Marcus Merk

Der Traum vom Aufstieg ist für den TSV Zusmarshausen gegen den TSV Ottobeuren endgültig geplatzt. Vor der Kulisse von 600 Fans in Balzhausen unterlagen die Autobahner dem Bezirksligisten mit 3:1.
Ottobeuren hatte gleich mehr Spielanteile, wirkte entschlossener und ging durch Christian Kofler früh in Führung. Und es kam noch schlimmer. Nach einer Ecke stand Niklas Tschugg am ersten Pfosten genau richtig und konnte ungestört abschließen - der Rettungsversuch von Simon Fischer, der das Leder mit dem Knie ins eigene Tor abfälschte, kam zu spät.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer einen zielstrebigeren TSV Zusmarshausen zu sehen, der Anschlusstreffer sollte in der Schlussviertelstunde fallen. Der umtriebige Jaskolka war knapp innerhalb des Sechszehners von Ottobeurens Manuel Witt gelegt worden Den Strafstoß verwandelte Jonas Watzal im Nachschuss zum 2:1. Ottobeuren zog sich nun zurück, Zusmarshausen drückte, doch es fehlte die Durchschlagskraft. Den Schlusspunkt setzten dann die Unterallgäuer, als der eingewechselte Marcus Harzenetter den Ball nach einer punktgenauen Flanke von Marc Michels zum 3:1-Entstand einnickte. (tomü) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Lukas Schregle (Biessenhofen) - Zuschauer: 604
Tore: 0:1 Christian Kofler (8.), 0:2 Simon Fischer (25./Eigentor), 1:2 Jonas Watzal (78.), 1:3 Marcus Harzenetter (88.)

Für den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg ist der Traum von der Bezirksliga geplatzt, für den SV Mauerstetten geht die Reise weiter. Der SVM hat sich vor mehr alls 1000 Fans in Thalhofen durchgesetzt und sich dabei als die reifere, zielstrebigere Mannschaft präsentiert. Entsprechend sorgte Mauerstetten durch die Treffer von Moritz Streit und Joshua Krause schon in der ersten halben Stunde für eine Vorentscheidung. Alle Seeger Bemühungen auf einen Anschlusstreffer waren vergeblich, Mauerstetten stand kompakt und hatte auch in der zweiten Halbzeit weitgehend die Spielkontrolle.
Schiedsrichterin: Sarah Wörle (Lamerdingen) - Zuschauer: 1017
Tore: 1:0 Moritz Streit (12.), 2:0 Joshua Krause (30.)

Aufrufe: 01.6.2023, 13:25 Uhr
Walter BruggerAutor