Reinisch, Porr, Tor: Brunnthals Erfolgsformel knackt Hertha
Montag 07.10.19 15:42 Uhr|Autor: Josef Diller 492
Wer auch sonst? Mit seinen Saisontoren 16-19 schoss Fabian Porr seinen TSV Brunnthal zum 5:0-Heimsieg gegen Hertha München. Foto: Monika Neulinger

Reinisch, Porr, Tor: Brunnthals Erfolgsformel knackt Hertha

13. Spieltag - Sonntag: TSV Brunnthal - FC Hertha München 1922 5:0
TSV Brunnthal: Maximilian Geisbauer, Steffen Klepsch (83. Daniel Richter), Maximilian Kornbichler, Simon Neulinger, Andreas Reinisch, Luis Fischer, Sebastian Seubert, Josef Diller (70. Florian Roth), Marc Nagel, Michael Demmel (56. Anton Deibele), Fabian Porr - Trainer: Raphael Schwarz
FC Hertha München 1922: Niko Münzenmaier, Stefan Storch, Martin Schmitt (51. Christian Fuchs), Tobias Lurz, Alexander Dekant, Franz Folda, Alexander Eichner (76. Marc Kuntz), Julian Freckmann, Felix Schachi, Baba Ndow, Lukas Hanken - Trainer: Patrick Baum
Schiedsrichter: Bernhard Huber - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Fabian Porr (14.), 2:0 Simon Neulinger (42.), 3:0 Fabian Porr (63.), 4:0 Fabian Porr (75.), 5:0 Fabian Porr (81.)


Drei Spiele, neun Punkte, 15:0 Tore - die Wiesnbilanz des TSV Brunnthal kann sich definitiv sehen lassen. Mit dem 5:0-Heimsieg gelang dem Tabellenführer nicht nur der perfekte Abschluss am letzten Tag des Oktoberfests, sondern auch die von Trainer Raphael Schwarz geforderte Machtdemonstration vor eigenem Publikum. Fabian Porr traf gleich vier Mal ins Schwarze und wurde dabei jeweils von Andreas Reinisch bedient.

"Das Ergebnis spricht für sich." Mehr wollte Raphael Schwarz erstmal gar nicht sagen. Bis zum ersten Brunnthaler Treffer gestaltete sich das Spiel auf dem seifigen und tiefen Rasenplatz an der Jahnstraße recht ausgeglichen. "Sie haben ganz gut gepresst", merkte Schwarz an. "Wir wollten schauen, wie der Gegner reagiert und haben dann immer mehr das Heft des Handelns in die Hand genommen." Aus der zunehmenden Überlegenheit der Gastgeber resultierte nach einer guten Viertelstunde der Führungstreffer. Eine Reinisch-Flanke von der linken Seite verarbeitete Porr technisch anspruchsvoll per Brustannahme und schweißte die Kugel von der Sechzehnergrenze aus mit seinem schwachen linken Fuß ins Eck (14.). Die Hertha trat offensiv kaum in Erscheinung. Bis auf zwei harmlose Distanzschüsse wurde es nur brenzlig, als Maximilian Kornbichler einen Rückpass zu Keeper Maxi Geisbauer etwas zu kurz spielte. Der war allerdings hellwach und entschärfte die Situation. "Da hat er super mitgespielt", konnte sich Schwarz auf seinen Rückhalt verlassen. Auf der Gegenseite legte die Heimelf zum "optimalen Zeitpunkt" das zweite Tor nach. Eine Ecke von Luis Fischer köpfte Kapitän Simon Neulinger erst an den Pfosten, beförderte die abprallende Kugel dann aber gedankenschnell aus kurzer Distanz hinter die Linie (42.). "Im ersten Durchgang haben wir teilweise noch zu unsauber agiert", so das Zwischenfazit des Trainers. "Nach der Pause haben wir das aber komplett abgelegt."

Während die Gäste ein Aufbäumen nach dem Seitenwechsel vermissen ließen, rannte der TSV nun immer mehr an und drängte auf den dritten Treffer. Während Porr an einer Hereingabe von Reinisch zuerst noch haarscharf vorbeisegelte, sollte die Koproduktion kurz darauf zum zweiten Mal Früchte tragen. Eine perfekt getimte Flanke des Linksaußen versenkte Porr zum 3:0 und ließ Gästekeeper Niko Münzenmaier keine Abwehrchance (63.). Der Widerstand der Münchner war nun gebrochen. Brunnthal brachte sich in der Defensive wenn überhaupt nur selbst in Schwierigkeiten. So war es erneut ein zu kurz geratener Rückpass, dieses Mal von Steffen Klepsch, in Folge dessen Baba Ndow Geisbauer zu einer starken Parade zwang. "Sie haben sich ansonsten keine gefährlichen Situationen herausgespielt", lobte Schwarz das Abwehrverhalten seines Teams, dass gerade einmal sechs Gegentore in den ersten zwölf Partien hinnehmen musste. In der Schlussphase eines größtenteils in eine Richtung laufenden Spiels polierte Porr sein Torkonto weiter auf. Eine Viertelstunde vor dem Ende verpasste Florian Roth einen Pass von Reinisch, diesmal von der rechten Seite, im Zentrum. Halb so schlimm, da hinter ihm Brunnthals Torgarantie freistand und überlegt einschieben konnte (75.). Kurz darauf konnte Münzenmaier einen Reinisch-Schuss nur vor die Füße Porrs abklatschen lassen, der per Hacke aus kurzer Entfernung den lupenreinen Hattrick schnürte und in der Torjägerliste nun gleichauf mit Wolfratshausen Mirza Dzafic bei 19 Treffern steht. Alleine zehn davon gelangen ihm in den vergangenen zwei Begegnungen.

Unterm Strich steht ein grundsouveräner Auftritt des Aufsteigers, der damit weiterhin mit sechs Zählern vor dem 1. FC Penzberg von der Tabellenspitze grüßt. Das sah auch Schwarz so, der sein Team für eine geschlossene Mannschaftsleistung lobte: "Wir haben die Umstände mit dem Rasen gut angenommen und fußballerisch einfach überzeugt. Die Mannschaft hat den Willen gezeigt, dass es keinen anderen Sieger geben konnte." Vor allem auf heimischem Platz verwöhnte der TSV das Publikum angesichts von bisher acht Treffern in fünf Heimspielen noch nicht mit Schützenfesten. Dementsprechend freute sich Schwarz, "dass wir zu Hause mal einen rausgehauen haben. Ich denke, dass es auch für die Zuschauer ein sehr schönes Spiel war." Ausruhen werde sich seine Mannschaft auf den Erfolgserlebnissen der letzten Wochen aber nicht. "Jetzt kommen die Gegner, die uns wieder mehr fordern werden. Deshalb werden wir im Training weiterhin Vollgas geben."



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