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Dienstag 14.11.17 11:45 Uhr|Autor: Florian Weiß
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Will im Wintertrainingslager wieder mit der Mannschaft trainieren: Timo Gebhart. © sampics / Stefan Matzke

„Jeder Spieler muss sich fragen: Gebe ich wirklich alles?“

Verletzter Gebhart fordert mehr Dominanz
Timo Gebhart kann dem TSV 1860 erst im Jahr 2018 wieder auf dem Platz helfen. Der verletzte Mittelfeldmotor der Blauen verfolgt die aktuellen Leistungen mit Sorge und findet klare Worte.

München - Von einer Krise zu reden, wäre vermessen. Von einem Durchhänger muss man beim TSV 1860 derzeit aber sprechen, denn der Spitzenreiter schwächelt. Drei Pleiten aus den letzten fünf Partien klingen nicht aufstiegsreif, in der Formtabelle dieser Zeit rangiert 1860 nur auf Rang zehn. Gut nur, dass die Verfolger ebenfalls ordentlich Punkte liegen lassen.


Zum Zuschauen ist derzeit noch einer verdammt, der den Löwen in diesen Tagen schmerzlich fehlt: Timo Gebhart (28). Anfang September riss ihm ein Mus­kelbün­del im linken Oberschenkel, erst im Februar wird er wieder spielen können. Seine Aggressivität, seine Führungsqualitäten und sein Durchsetzungsvermögen gehen den Sechzgern ab, zuletzt beim 0:2 in Burghausen. Und in Gebhart rumort es. „Jeder Spie­ler, auch ich, muss sich fra­gen: Gebe ich wirk­lich alles?“, poltert die Löwen-Nummer 10 in der Bild. „Wir müs­sen noch mehr Biss und Lei­den­schaft zei­gen. Genau das, was unser Trai­ner immer von uns for­dert. Das ging uns zu­letzt ein bisschen ab.”

Neuzugänge? Gebhart: „Vereinspolitik muss uns Spielern scheißegal sein“

Glasklare Worte des Führungsspielers, der bis zu seiner Verletzung in zehn Pflichtspielen fünf Tore erzielt und vier weitere aufgelegt hatte und der seine Rückkehr kaum noch erwarten kann. Der weiß-blaue Motor stottert, doch das muss sich schleunigst ändern. Gebhart: „Wir müssen die Spiele jetzt wieder dominieren. Die Qualität dazu haben wir.”

Jan Mauersberger hatte zuletzt gemeint, der TSV 1860 benötige im Winter keine Neuzugänge, hatte für diese Äußerung aber von Daniel Bierofka einen Rüffel kassiert. Zurecht, wenn man Gebahrt zuhört: „Vereinspolitik muss uns Spielern scheißegal sein. Wir müssen uns auf das Sportliche konzentrieren, Gas geben und den Mund halten.“ Grundsätzlich gibt es bei den Löwen finanziellen Spielraum, um auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv zu werden.

An die Löwen werden hohe Erwartungen gestellt, auch wenn die junge Mannschaft bei den Fans immensen Kredit hat. In Gebharts Augen sind diese Erwartungen aber gerechtfertigt, da 1860 die Qualität hat oben zu bleiben und nach dem doppelten Abstieg am Saisonende den entgegengesetzten Weg einzuschlagen.

 
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