Einer, der auch führen soll
Mittwoch 29.01.20 12:16 Uhr|Autor: Lutz Schinköth515

Einer, der auch führen soll

Nicolas Dücker kehrt nach vielen Jahren in Luxemburg in die Heimat zur SG Kordel/Welschbillig zurück.

Es ist eine Rückkehr, an die große Hoffnungen bei A-Ligist SG Kordel/Welschbillig geknüpft sind: Der vom Luxemburger Erstligisten Rosport gekommene Nicolas Dücker soll dem Spiel des A-Ligisten mehr Struktur verleihen.




Dücker folgt nun seinem Zwillingsbruder Julian, der auch Kapitän der Kordeler Mannschaft ist. Seit der Jugend hatte der gelernte Linksverteidiger für die Luxemburger vom FC Victoria Rosport gespielt, kam dort aber zuletzt nicht mehr zum Zuge. Dücker ist ein Welschbilliger Junge.

Die Verantwortlichen des A-Ligisten hatten zuletzt  bereits mehrere Versuche unternommen, den „verlorenen Sohn“ wieder in die Heimat zu locken. Im Sommer wurden die Gespräche konkreter, einem eventuellen Wechsel im Winter stand der 29-Jährige sehr aufgeschlossen gegenüber. Trainer Klaus Grüber: „Im Dezember war es dann so weit, und wir haben uns auf einen sofortigen Wechsel in die Heimat geeinigt.“

Ein Dutzend Tests ist angesagt

„Nicolas spielt in unserem Gesamtkonzept eine wichtige Rolle. Er soll spielerisch helfen, aber auch führen“, so Grüber. Gemeinsam mit Zwillingsbruder Julian, der seit vier Jahren wieder in Welschbillig spielt, und den Führungskräften Pascal Junk, Marc Willems, Marvin Roth und Thomas Lichter sollen die zahlreichen jungen Spieler reifen. Um dem Team die nötige Stabilität zu verleihen, um für den anstehenden Abstiegskampf gerüstet zu sein, plant der Trainer ein umfangreiches Testspielprogramm mit nicht weniger als einem halben Dutzend Partien gegen gestandene A- und B-Ligisten aus der Eifel und Trier-Saarburg.

Dabei will der SG-Trainer auch festlegen, wie Nicolas Dücker seine Qualitäten am besten einbringen könne. „Denn er ist physisch sehr präsent und spielerisch in der Lage, uns auch im Mittelfeld zu helfen.“ Doch zunächst soll der Abwehrspezialist sein neues Umfeld kennenlernen.Grüber umreißt als realistisches Ziel Platz neun. „Doch es geht zunächst darum, die Klasse schnellstmöglich zu sichern. In dieser Saison werden dafür wohl 30 Punkte oder auch mehr nötig sein. Somit fehlen uns noch mindestens vier Siege.“ Aktuell belegt die SG mit 18 Zählern aus 17 Spielen Platz elf.

Flämig kehrt aus Ruanda zurück

Neben Dücker wird auch Felix Flämig (wieder) zur Verfügung stehen. Der 20-jährige Torwart kommt aus der eigenen Jugend und war vom Sommer 2018 an im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in Ruanda unterwegs.

Die hinter Carsten Leibrock vorläufige Nummer zwei stand einst im A-Jugend-Bezirksligateam der JSG Ralingen zwischen den Pfosten. Wenn alles optimal läuft, werden im ersten Spiel nach der Winterpause gegen Tabellenführer FSG Ehrang/Pfalzel (Sonntag, 15. März) auch Lukas Leyendecker, Nico Roth und Johann Ober wieder zur Verfügung stehen.

„Das Auftaktprogramm ist schwer. Erst geht es gegen den absoluten Titelanwärter Ehrang und dann gegen Zewen, das sich auch noch mal verstärkt hat. Auch da müssen wir uns strecken, doch wir sind in beiden Spielen in der Lage zu punkten“, sagt Grüber abschließend.

 


Tabelle
1. FSG Ehrang/Pfal... 1665 41
2. Sirzenich 1637 36
3. SG Osburg 1726 35
4. Pluwig 1612 30
5. Tawern 1718 31
6. Föhren 1613 28
7. SG Serrig 17-9 24
8. Reinsfeld (Auf) 16-16 20
9. SG Zewen/Igel/L... 16-6 18
10. FC Könen 16-9 18
11. SG Kordel 17-16 18
12. Wasserliesch (Auf) 15-26 13
13. Freudenburg (Auf) 17-47 8
14. FSV Tarforst II 16-42 4
Wertung gemäß Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
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