Klaß' Premierentor bringt Brunnthal drei Big Points
Montag 21.09.20 16:55 Uhr|Autor: Josef Diller809
Haben gut lachen: Fabian Porr (r.) bereitete den Siegtreffer durch Jakob Klaß (l.) mustergültig vor. Foto: Monika Neulinger

Klaß' Premierentor bringt Brunnthal drei Big Points

Der TSV Brunnthal gewinnt dank des ersten Bezirksligatreffers von Jakob Klaß in Aubing und nutzt damit den Patzer des 1. FC Penzberg aus.
SV Aubing München: Ali Boraze, Julian Heigl, Nadim Aria (69. Michael Bakalis), Alexander Pasternak, Benedikt Jakob (28. Alexander Berg), Matthias Streun (69. Patrick Bäumle), Viktor Perpauer (56. Alexander Schlüter), Maximilian Heigl, Aldin Bajramovic, Emrah Celebic, Athanasios Savvas - Trainer: Miljan Prijovic
TSV Brunnthal: Maximilian Geisbauer, Steffen Klepsch, Maximilian Kornbichler, Simon Neulinger, Marc Nagel (79. Josef Diller), Andreas Reinisch (56. Anton Deibele), Florian Roth (79. Daniel Richter), Luis Fischer (56. Ludwig Böhme), Sebastian Seubert, Fabian Porr (67. Michael Demmel), Jakob Klaß - Trainer: Raphael Schwanthaler
Schiedsrichter: Nicolas Dolderer (Bernried) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Jakob Klaß (25.)
Gelb-Rot: Julian Heigl (81./SV Aubing München)


Zehn Monate ohne Pflichtspiel, dazu spätsommerliche Temperaturen und ein Platz, der an manchen Stellen nicht viel mit Rasen gemein hatte. Umstände, denen zum Trotz der TSV Brunnthal einen wichtigen Auftaktsieg beim SV Aubing einfahren konnte. Das goldene Tor von Jakob Klaß entscheidet ein intensives Spiel, in dem es auch aufgrund mangelnder Chancenverwertung bis zum Schluss spannend bleibt. Trotzdem zeigte sich der Trainer mit dem Auftritt des gesamten Teams "vollkommen zufrieden".

6:1 schlug der SC Oberweikertshofen den 1. FC Penzberg bereits am Samstagnachmittag. Ein Ergebnis, das logischerweise auch in Brunnthal für Aufsehen sorgte, ist Penzberg doch der ärgste Verfolger der Grün-Weißen. Nicht nur deshalb ist das 1:0 des Aufsteigers in Aubing viel wert. Die letzten Wochen der Vorbereitung waren nicht einfach für das Team von Raphael Schwanthaler, der nach seiner Hochzeit nun den Namen seiner Frau angenommen hat. "Durch die letzten Ergebnisse war schwer zu sagen, wo wir stehen", gesteht der Coach angesichts der Niederlagen gegen Holzkirchen (0:6), Neuperlach (2:4) und Waldperlach (1:2).

Seine Mannschaft trat vor 200 Zuschauern jedoch von Beginn an mit Selbstvertrauen auf und war in einer Partie, die vorerst noch von Chancenarmut bestimmt war, das bessere Team. Erstmals gefährlich wurden die Gäste auf "wirklich schwer zu bespielendem" Geläuf durch Kapitän Simon Neulinger, der die Kugel nach einem Eckball von Luis Fischer knapp über den Querbalken köpfte. Mitte des ersten Durchgangs schickte der wiedergenesene Fabian Porr seinen Sturmpartner Jakob Klaß mit einem mustergültigen Pass in die Schnittstelle auf die Reise, der Aubings Torwart Ali Boraze umkurvte und nur noch einschieben musste (25.). Premierentor in der Bezirksliga für den 25-Jährigen, der in der Vorsaison satte 23 Treffer zum Aufstieg beitragen konnte. Wenig später stand wieder Klaß im Fokus, als er sich - diesmal nach hoher Vorarbeit - erneut die Kugel an Boraze vorbeilegte und von diesem zu Fall gebracht wurde. Zum Unverständnis der Brunnthaler Bank blieb die Pfeife von Schiedsrichter Nicolas Dolderer (SV Bernried) stumm. "Ich denke, dass es auf jeden Fall ein Foul war, vielleicht sogar im Sechzehner", beurteilt Schwanthaler die Szene aus seiner Sicht, macht dem jungen Unparteiischen jedoch keinen Vorwurf: "Er hat es so gesehen, dass müssen wir akzeptieren und fertig. Zum Glück war es am Ende nicht ausschlaggebend."



Kurz nach Wiederanpfiff zeigte Dolderer dann aber ohne Zögern zu Gunsten Brunnthals auf den Punkt. Aubings Julian Heigl hinderte Klaß regelwidrig am Abschluss und bekam dazu die gelbe Karte gezeigt (48.) Luis Fischer, der bereits das Hinspiel durch einen verwandelten Strafstoß zu Gunsten Brunnthals entscheiden konnte und auch seine weiteren fünf Elfmeter in der laufenden Spielzeit versenken konnte, trat an - und scheiterte mit einem halbhohen Schuss, den Boraze aus dem linken Eck kratzte (49.). "Wenn wir das zweite Tor machen, hätten wir es uns deutlich leichter machen können", analysiert sein Trainer auch im Hinblick auf weitere Möglichkeiten auf das 2:0. Porr nach schönem Zuspiel von Florian Roth sowie der eingewechselte Daniel Richter in der Schlussphase verpassten die Vorentscheidung jedoch jeweils knapp. Auch die gelb-rote Karte für Heigl auf Seiten der Hausherren, der nach einem Foul am ebenfalls ins Spiel gekommenen Josef Diller vom Platz musste (81.), änderte nichts daran, dass die Brunnthaler bis zum Ende zittern mussten. Nach knapp drei Minuten Nachspielzeit erlöste der Referee den Tabellenführer schlussendlich. 

"Es war ein schwieriges Spiel, ein Mentalitätsspiel", lautete das Fazit Schwanthalers, der "eine super Mannschaftsleistung" sah. "Durch die Bank waren alle voll da, auch die, die reingekommen sind oder nicht gespielt haben. Das war enorm wichtig und war für mich persönlich sehr schön zu sehen." Durch den erkämpften Auswärtsdreier beträgt das Brunnthaler Polster auf Penzberg nun schon sechs Zähler, dazu hat man noch ein Spiel in der Hinterhand.

Dieses steht bereits am kommenden Mittwoch an: Um 19 Uhr gastiert der Landesligaabsteiger BCF Wolfratshausen an der Jahnstraße. "Jetzt heißt es frei machen, erholen und dann auf das nächste Spiel fokussieren. Wir werden alles probieren, um auch da erfolgreich zu sein", macht Schwanthaler klar. 



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