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Sonntag 10.09.17 19:30 Uhr|Autor: Jochen Werner360
Nach dem Pokalaus gegen Bodenheim lässt Bingen nun auch in der Liga Punkte liegen. Archivbild: Haas

Pech, Latte und Robin Assel

Verbandsligist Hassia Bingen lässt beim 0:0 gegen Winnweiler beste Chancen liegen +++ Gäste-Keeper überragt

BINGEN. „Wir hätten noch drei Stunden spielen können, ohne dass wir das Tor getroffen hätten.“ Trainer Nelson Rodrigues wusste genau, wie er das 0:0 von Hassia Bingen im Verbandsligaspiel gegen den ASV Winnweiler einzuordnen hatte. Vor knapp 170 Zuschauern am Hessenhaus ließ die Hassia vor allem im ersten Abschnitt die letzte Konsequenz vermissen. In der zweiten Halbzeit kam dann etwas Pech hinzu. Dennoch: Der ASV hatte sich das Remis mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der Defensive schlussendlich verdient.



Robin Assel im ASV-Tor wurde zum überragenden Mann auf dem Platz. Wenn die Hassia einmal durchkam, war der 23-Jährige zur Stelle. Beispiele: Fabian Liesenfeld bedient Sturmpartner Mükkerem Serdar mit der Hacke, Assel war da (16.). Serdar flankt auf Liesenfeld, bei dessen Abschluss steht Assel sicher (51.). Serdar spielt den Ball genau in die Schnittstelle auf Liesenfeld, Assel kommt gerade noch hin, als ihn der Stürmer umkurven will (64.). Und dann hatte der Schlussmann das Glück auf seiner Seite: Von Sascha Kraft aus der eigenen Hälfte heraus freigespielt, traf Serdar aus 16 Metern die Unterkante der Latte. Der Ball prallte klar vor der Linie auf den Boden (81.).

Winnweiler rührte Beton an und hatte damit Erfolg. Dem Einbahnstraßenfußball setzten die Pfälzer erst in der Schlussviertelstunde etwas entgegen, als die Hausherren ungeduldiger wurde. Bei den Kontern fehlte aber jeweils der letzte Pass. Hassia-Torwart Pascal Eder musste als Rückkehrer bei seinem Debüt nach dem Jahr beim SV Gonsenheim in den gesamten 90 Minuten nur einmal eingreifen: Ein an sich harmloser Schuss von Pascal Hertel aus 25 Metern wurde so abgefälscht, dass er noch gefährlich wurde (25.).

„Es ist lange her, dass ich so wenig zu tun hatte“, sagte Eder nach der Partie. Er hatte viel Zeit, sich das Spiel von hinten anzusehen. „In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig über außen gemacht“, bilanzierte der 24-Jährige. Winnweiler sei das Verteidigen zu leicht gemacht worden. „Natürlich müssen wir bei den Chancen ein Tor machen“, war Eder überzeugt, „dass dann der zweite und dritte Treffer nur Formsache gewesen wären.“

ASV-Stürmer Fabian Schmitt war mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. Der Plan, das Aufbauspiel der Binger zu stören, sei perfekt aufgegangen. „Dass die Hassia viel spielstärker ist, war klar. Wir haben sie aber gezwungen, viele lange Bälle zu spielen. Dem konnten wir in den Zweikämpfen unsere physische Stärke entgegensetzen.“ Schmitt lobte vor allem die Einstellung der gesamten Mannschaft: „Wir haben endlich gezeigt, dass wir auswärts auch dagegenhalten können.“

Rodrigues wollte nach keiner Entschuldigung für das Ergebnis suchen. „Wir haben versucht, uns Chancen zu erarbeiten und hätten natürlich das Tor machen müssen“, blickte der Coach zurück und wusste, „dass wir ein solches Spiel im Vorjahr wahrscheinlich noch verloren hätten.“ Abhaken und den Fokus auf die kommende Aufgabe beim an diesem Wochenende spielfreien ASV Fußgönheim richten, lautete die Devise bei der Hassia.



HASSIA BINGEN

Hassia Bingen: Eder Kraft, Sovtic, Kranz (45- Klöckner), Spreitzer Tasci (80. Bäcker), Lautermann, Neumann (85. Shibuya), Yakut Liesenfeld, Serdar.

ASV Winnweiler: Assel Geißler, Dreger, Scharfenberger, Schirrmann (57. Hühn) Giehl (74. Maurer), Ghoul, Schwab Jito, Schmitt, Hertel.

Schiedsrichter: Fischer (Hauptstuhl).

Zuschauer: 168.

Tore: Fehlanzeige.

 
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