Der Club und das Hoffen auf den baldigen Aufwärtstrend
Dienstag 01.12.15 11:31 Uhr|Autor: Wieland Peter (NN)576
Ein achtbares 0:0 holten die Clubfrauen (rechts) gegen Augsburg (Foto: Eduard Weigert).

Der Club und das Hoffen auf den baldigen Aufwärtstrend

Fußballerinnen des 1. FC Nürnberg haben die Chancen auf den frühzeitigen Entwicklungsschub verspielt
Die Fußballerinnen des 1. FC Nürnberg gehen mit gemischten Gefühlen in die Regionalliga-Win­terpause.


Nachzuvollziehen war das „ungute Gefühl“, das Trainer Nor­bert Frey beschlichen hatte. Letz­ter Gegner der Fußballfrauen des 1. FC Nürnberg vor der Winter­pause war zum Auftakt der Rück­runde in der Regionalliga mit Schwaben Augsburg nicht nur der Tabellenzweite, sondern vor allem jene Mannschaft, die dem Frauenclub den Saisoneinstand mit 1:7 gründlich verdorben hat­te. Und da auch die Generalprobe gegen Aufsteiger Rüsselsheim 1:5 endete, war der Aufwärtstrend mit sieben Punkten aus drei Begegnungen kein Thema mehr. Da überraschte das 0:0 am Ende dann umso mehr: „Wir hat­ten während der 90 Minuten kei­ne Schwächephasen“, stellte der Trainer fest und bestätigte seiner Mannschaft „eine ordentliche bis gute Leistung für unsere Verhält­nisse“.

Für ungute Gefühle gab es kaum einmal Anlass, die Einstel­lung stimmte - trotz des Mankos, die Innenverteidigung durch den Ausfall von Katharina Rupp (Stu­diengründe) und Helena Sinke (verletzt) neu formieren und außerdem Rebecca Leinberger (verletzt) ersetzen zu müssen. Das klappte mit sehr großem läuferi­schen und kämpferischen Auf­wand. Da auch Augsburg vor allem Vorsicht walten ließ, spielte sich das intensive Geschehen überwie­gend im Mittelfeld ab. Da der klatschnasse Kunstrasen die Ball­kontrolle erschwerte, waren Chan­cen Mangelware. Der Gast besaß eigentlich nur eine - bezeichnen­derweise per Konter nach einem weiten Abschlag, aber Melanie Seidlers Schuss lenkte Torfrau Michelle Pistoia reaktionsschnell per Fuß zur Ecke ab. Die Offensiv-Versuche des Club, hauptsächlich vorangetrie­ben von Marissa Schultz, Leonie Vogel und Marina Büttel, sahen zwar einige Male erfolgverspre­chend aus, litten im entscheiden­den Moment jedoch unter fehlen­der Präzision, zu häufig aber unter mangelnder Entschluss­kraft. Die beste Einschussmög­lichkeit resultierte aus einem ver­unglückten Rückpass der Schwa­ben, aber Torfrau Anna Well­mann spitzelte Marina Büttel den Ball gerade noch vom Fuß (65.).

Im Gesamtfazit nach einem Dut­zend Regionalliga-Spielen mit 18 Punkten und Platz acht fand Frey genügend Ansatzpunkte für Schwächen, die es künftig abzu­stellen gilt. Speziell in den Heim­spielen gegen Frauenbiburg (0:2) und Rüsselsheim sei ein mögli­cher Schub in der Aufwärtsent­wicklung verpasst worden. „Un­nötig und schade“, wie Trainer Frey findet, „aber uns fehlt noch die Konstanz, unsere positiven Elemente besser umzusetzen, sie im richtigen Moment in die Waag­schale zu werfen.“

Wille und Einsatz stimmen

Nicht der Wille, nicht die Leis­tungsbereitschaft sei das Pro­blem, vielmehr die „noch ganz, ganz junge Mannschaft“ und dar­aus resultierend eine „gewisse Launenhaftigkeit und mangeln­de Konzentration“. Helfen, dass es nach der Winter­pause noch in der Tabelle Ränge nach oben geht, sollen dabei die Studentinnen Laila Auerochs von Holstein Kiel und Nina Raasch vom 1. FC Köln, ab Janu­ar spielberechtigt und laut Frey in der Lage, „für Belebung im Team zu sorgen.“ Vielleicht sogar das Ende der unguten Gefühle des Trainers inbegriffen.


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