
Der TUS Rotenhof überwintert in der Flens-Oberliga mit 17 Punkten auf dem 11. Platz. In der stärksten Oberliga seit vielen Jahren beträgt der Vorsprung für den TUS auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit Eutin 08 belegt, nur magere zwei Punkte. Unter Trainer Henning Knuth zeigte die Mannschaft in seinem ersten Oberligajahr vor allem auf fremden Plätzen einige starke Auftritte, wurde aber nicht immer für den mutigen Fußball belohnt. Vor allem die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen, zumindest was die Punkteausbeute betrifft, verhinderte ein deutlich besseres Abschneiden der Mannschaft von Trainer Henning Knuth.
In der Restrunde können die Rendsburger in ihrem zweiten Jahr in der höchsten Amateurklasse von Schleswig-Holstein noch neunmal vor heimischem Publikum antreten. Hier gilt es, den Hebel anzusetzen, um die benötigten Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Zudem haben viele Leistungsträger ihre Verletzungen auskuriert und stehen damit wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Kurz vor dem Start der Rückrunde unterhielt sich der Redakteur Olaf Wegerich mit Henning Knuth, dem Trainer des TUS Rotenhof.
Wie bist du mit dem sportlichen Abschneiden und der Punkteausbeute bisher zufrieden?
“Alle Mannschaften haben ein hohes Niveau und sind damit in der Lage, kleinste Schwächephasen des Gegners gnadenlos zu bestrafen. So musst du jedes Wochenende an dein Maximum kommen, um Punkte zu holen. Das haben die Ergebnisse gezeigt. Und genau das macht den Reiz und die Spannung dieser Liga aus.
Wir haben im Sommer viele neue Prinzipien eingeführt und sind gut in die Saison gestartet (4:1 in Satrup, 1:1 gegen Kilia, 4:4 in Eichede). Dann mussten wir gegen Heide (2:3) und Todesfelde (2:3) kurz vor Ende schmerzhafte Nackenschläge hinnehmen. Daraus ist ein Negativlauf entstanden mit dem absoluten Tiefpunkt gegen Hohenwestedt (1:5). In dieser Phase habe ich wahrscheinlich noch nie so viel gelernt wie zuvor.

Wir haben dann darauf reagiert, die Spielweise etwas einfacher gehalten und haben nun aus vier der letzten fünf Spiele etwas Zählbares mitgenommen. Wir haben bei Holstein (2:2) und beim VfR (1:3) eine sehr disziplinierte und clevere Leistung gezeigt.
Zusammenfassend erkenne ich eine positive Entwicklung in Bezug auf unsere Spielweise, die aber noch lange nicht abgeschlossen ist. Mit der Punkteausbeute bin ich nicht zufrieden.“
Wie gestaltet sich bei euch derzeit die Vorbereitung auf die Restrunde?
“Wir machen das Beste aus den aktuellen Wetterverhältnissen. Auf dem Platz waren wir bisher dreimal, alles andere musste indoor stattfinden. Mit Hyrox-Training und Teamtrainings im CleverFit, in der Indoor-Soccer-Halle, beim Hallentraining und Padel-Tennis versuchen wir, das Maximum zu ermöglichen.“
Welche Ziele habt ihr euch für die verbleibenden Spiele gesetzt?
„Für uns geht es einfach darum, in jedem Spiel an das Leistungsmaximum zu kommen. Von Spiel zu Spiel und von Woche zu Woche. Es muss jedem klar sein, dass uns keine Mannschaft etwas schenken wird. Ziel Nummer eins bleibt der Klassenerhalt. Neun der noch ausstehenden 13 Begegnungen sind an der Fockbeker Chaussee. Wir wollen das nutzen, unsere Heimbilanz verbessern und gemeinsam mit dem Umfeld und den Fans alles rausholen, was möglich ist. Zudem wollen wir den Pokal gewinnen.“
Welche personellen Veränderungen gab es bei euch in der Winterpause und wie ist derzeit der Stand bei den verletzten Spielern?
„Abgänge: Melvin Bolleininger (TSV Kosel), Zugänge: Maik Gorn (vereinslos, davor TSV Klausdorf). Mit Maxi Petersen konnten wir zudem das Trainerteam verstärken. Zusammen mit Michael Bauer sind wir da wirklich gut aufgestellt. Auf die Zusammenarbeit freue ich mich.
Auch die Rückkehr von Cedric Nielsen, Jan Pioch, Tobias Quincke, Justin Sörensen und Lennard Hansen wird uns helfen. Das macht Vorfreude auf die kommenden Aufgaben.“