2024-02-28T09:51:25.667Z

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Schermbeck bejubelte in Lotte einen Auswärtssieg (Archivfoto).
Schermbeck bejubelte in Lotte einen Auswärtssieg (Archivfoto). – Foto: Alexej Bott

Vreden verpasst Punkt in Bövinghausen - Schermbeck im Aufstiegskampf

Witterungsbedingt fanden nur zwei Partien am 16. Spieltag der Oberliga Westfalen statt.

Bereits am Freitagabend schaffte der SV Schermbeck die kleine Überraschung und fügte dem Spitzenreiter Sportfreunde Lotte die erste Heimniederlage seit dem 30. Oktober 2022 zu. Für Lotte gab es saisonübergreifend zuletzt 14 Heimdreier, gegen Aufstiegskonkurrent Schermbeck hieß es am Ende 2:3. Am Sonntagnachmittag wurde nur auf dem Kunstrasenplatz des TuS Bövinghausen gespielt. Dieser schaffte nach vier Partien ohne Sieg den Turnaround und bezwang die SpVgg Vreden äußerst knapp mit 3:2.

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Schermbeck mitten drin im Aufstiegsrennen

Auf dem tiefen Lotter Naturrasenplatz standen die Sportfreunde von Beginn an einer echte Herausforderung gegenüber, obwohl sich Schermbecks Startelf verletzungsbedingt fast von selbst aufgestellt hatte und diese dann auch fast die gesamte Spielzeit durchspielen musste. In den ersten Minuten tauchten beide Teams gelegentlich vor dem gegnerischen Tor auf. Die erste ernsthafte Chance bot sich, als Fatlum Elezi sich gut durchsetzte, seinen Versuch jedoch nicht erfolgreich platzieren konnte, und SVS-Torwart Jacob Lazarus die Großchance entschärfte (11.). Auf der anderen Seite verfehlte Samet Coskun knapp den oberen Torwinkel (15.).

Die Führung gelang Lotte durch einen perfekt vorgetragenen Gegenstoß. Buri Nyuydine setzte Niklas Determann ein, der das Spielgerät auf Yassin Ibrahim lupfte, der mit einem feinen Heber das 1:0 erzielte (25.). Doch die Schermbecker zeigten sich unbeeindruckt und glichen durch Marvin Grumann, der die Lücke in der Lotter Abwehr fand, und Hendrik Löbler aus, der vor dem Tor cool blieb (31.). Kurz vor der Halbzeit drehte Schermbeck das Spiel mit einem sehenswerten Treffer von Torjäger Timur Karagülmez (42., zwölfter Saisontreffer).

Nach der Pause setzte Lotte ein intensives "Powerplay" in Gang, konnte jedoch die Druckphase nicht nutzen. Schermbeck überstand die Angriffe und initiierte selbst gefährliche Konter. Lotte hatte Glück, nicht frühzeitig das vorentscheidende 1:3 nach einem Eckball zu kassieren (59.). Doch die Gastgeber kamen zurück, und Halil Can Dogan tunnelte den SVS-Torwart zum Ausgleich (77.). Lotte hatte nun das Momentum auf seiner Seite, gewann die Zweikämpfe und setzte Schermbeck unter Druck.

In der Schlussphase sorgte jedoch ein langer Ball auf den linken Flügel zu Dilhan Demir für den entscheidenden Treffer. Miles Grumann traf nach Demirs Hereingabe aus Nahdistanz zum 2:3 (85.). Trotz fünfminütiger Nachspielzeit konnte Lotte keine gefährlichen Abschlüsse mehr erzielen. Der Gegentreffer erwischte die Sportfreunde kalt, und Schermbeck sicherte sich den Sieg.

Schermbecks Coach Sleiman Salha freute sich in der Lokalpresse "Dorstener Zeitung": „Wir haben nur noch drei Punkte Ruckstand auf einen Aufstiegsplatz. Nun wollen wir uns am Freitag mit einem Sieg gegen Bövinghausen in die Winterpause verabschieden."

Sportfreunde Lotte – SV Schermbeck 2:3
Sportfreunde Lotte: Ngemba Michael Luyambula, Jeff Amoah Mensah, Nico Lübke, Niklas Determann (63. Berkan Ersoy), Fatlum Elezi, Halil Can Dogan, Max Ritter (66. Leonel Brodersen), Philip Fontein, Burinyuy Nyuydine, Yassin Ibrahim (87. Fabian Kerelaj), Gianluca Marzullo - Trainer: Fabian Lübbers
SV Schermbeck: Jacob Lazarus, Jan Bachmann, Richard Paul Weber, Semih Sarli, Samet Coskun (89. Luca Robert), Lukas Steinrötter, Marvin Grumann (90. Aaron Kloth), Hendrik Christian Löbler, Timur Karagülmez, Dilhan Demir - Trainer: Sleiman Salha
Schiedsrichter: Jonathan Lautz (Burbach) - Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Yassin Ibrahim (24.), 1:1 Hendrik Christian Löbler (30.), 1:2 Timur Karagülmez (42.), 2:2 Halil Can Dogan (78.), 2:3 Miles Grumann (85.)

Vreden verpasst Punktgewinn in Bövinghausen

Mit immerhin 14 Feldspielern konnte Bövinghausen-Coach Baris Özbek gegen Vreden arbeiten. Einige zuletzt angeschlagene Spieler standen wieder im Kader, wie beispielsweise die vor zwei Wochen gegen Lotte verletzt ausgewechselten Yanni Regäsel und Umut Yildiz. Durch einen Doppelschlag von Al-Haizameh ging der TuS in Führung (18./21.). Zuvor hatte Vreden bereits Chancen zur Führung liegengelassen und zwischenzeitlich auch den Ausgleich erzielt, der zum Unmut der SpVgg aber wegen vermeintlichen Handspiels von Maximilian Hinkelmann zurückgepfiffen wurde. Nichtsdestotrotz gelang den Gästen durch Kondring kurz vor der Pause der Anschlusstreffer (41.), der für eine spannende zweite Halbzeit sorgte.

Zwar stellte Bövinghausen schnell den Zwei-Tore-Vorsprung durch Piossek wieder her (51.), Hinkelmann hielt die Vredener Hoffnung auf einen Zähler aber wieder aufrecht (70.). Weiteren Möglichkeiten durch Bernd Verwohlt, Anes Dziho oder auch Hinkelmann, der zweimal den Pfosten traf, blieben ungenutzt, so dass die drei Punkte in Dortmund blieben.

„Nach dem Spiel müssen wir uns fragen, warum wir verloren haben. Wir haben nach der Pause eine Vielzahl richtig klarer Chancen herausgespielt und hätten uns daher einen Punkt verdient gehabt. Leider haben wir aber die Gegentore viel zu leicht hergegeben", ärgerte sich Vredens Coach Andree Dörr in der Lokalpresse "Münsterland Zeitung".

TuS Bövinghausen – SpVgg Vreden 3:2
TuS Bövinghausen: Niklas Lübcke, Dino Dzaferoski, Migel-Max Schmeling, Jeron Al-Hazaimeh, Albin Thaqi, Marcus Piossek, Arbnor Murati, André Dej, Yanni Regäsel, Marcel Heller, Umut Yildiz - Trainer: Baris Özbek
SpVgg Vreden: Tom Breuers, Bernd Verwohlt, Malte Hoffmann, Danieck Nijland, Anes Dziho, Ibrahim Kouyate, Dennis Wüpping, Romario Wiesweg, Leon Kondring, Maximilian Hinkelmann, Luis Frieling - Trainer: Andree Dörr
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Jeron Al-Hazaimeh (14.), 2:0 Jeron Al-Hazaimeh (21.), 2:1 Leon Kondring (43.), 3:1 Marcus Piossek (51.), 3:2 Maximilian Hinkelmann (70.)

Aufrufe: 04.12.2023, 08:00 Uhr
redAutor