2024-02-23T08:22:50.674Z

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Bingens Dennis Esmaieli (links) – hier in einem Spiel gegen Gau-Odernheim – traf in Hermersberg zum 1:0.
Bingens Dennis Esmaieli (links) – hier in einem Spiel gegen Gau-Odernheim – traf in Hermersberg zum 1:0. – Foto: Archiv/Werner

VL: Remis als gefühlte Niederlage für Hassia Bingen

Verbandsligist Hassia Bingen bringt sich in Hermersberg um volle Ausbeite +++ Rot für Tasci und Tuysüz

Hermersberg/Bingen. Ein Remis, das sich aus mehreren Gründen wie eine Niederlage anfühlt. In der Verbandsliga kam Hassia Bingen im letzten Auswärtsspiel des Jahres gegen den SV Hermersberg zwar zu einem 1:1, angesichts der Ergebnisse auf anderen Plätzen, der eigenen Leistung und zwei Blackouts von eigenen Akteuren in der Schlussphase, konnte sich keiner in Mannschaft und Umfeld bei den Rheinhessen über den Zähler freuen.

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Binger nutzen Überlegenheit nicht

Dabei begann alles genau so, wie schon oft in den vergangenen Begegnungen. Die Binger hatten alles unter Kontrolle, gingen verdient mit Dennis Esmaielis ersten Saisontreffer in Führung (24.). Das durchaus mögliche zweite Tor wurde vertändelt, stattdessen der Gegner mit zwei Geschenken zum Ausgleich eingeladen. "Es war ein unnötiger Eckball." Trainer Thomas Klöckner schwante schon bei der Entstehung, was kommen sollte. Der Ball flog auf den kurzen Pfosten, wo ihn Christoph Metzger als Letzter berührte (38.). "Warum es nach 45 Minuten 1:1 stand, wusste kein Mensch." Klöckner war bedient, "denn es war deutlich mehr drin für uns." Vor allem, weil die Leistung lange Zeit stimmte, die Binger überlegen agierten.

Zwei Platzverweise bei der Hassia

Nach dem Wechsel gab es wenig Höhepunkte, bis dann in der 90. Minute erst dem eigentlich ruhigen Burak Tasci die Sicherungen durchbrannte und er einen SV-Akteur umstieß. "Er hat sich provozieren lassen. So etwas darf nicht passieren", sagte der angesäuerter Klöckner. Das allerdings war noch nicht das Ende vom Lied. Dogukan Tüysüz sah nach Schlusspfiff ebenfalls nach einer Rangelei die Rote Karte. Beide Akteure haben der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Denn die Sperre könnte über die Winterpause hinaus andauern.

Gegen Eintracht Bad-Kreuznach müssen Punkte her

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Der nächste Hassia-Gegner heißt Eintracht Bad Kreuznach. "Keine Frage, wir müssen punkten", sagt der Coach. Nach seiner Rechnung muss die Mannschaft in der Rückrunde mindestens sechs bis acht Zähler mehr holen als in der Hinserie, um die Klasse zu halten. Mit Blick auf die Art und Weise der Auftritte ist das durchaus realistisch. Dann darf die Mannschaft bei eigener Überlegenheit den Gegner aber nicht mehr stark machen, muss sich stattdessen selbst mit einem zweiten oder dritten Tor belohnen. Die bisherige Ausbeute von 13 Treffern in 16 Spielen ist zu gering, um am Ende die Klasse zu halten.

Hassia Bingen: Haas – Heinrich, Kreuznacht, Tasci, Belavskis, Beuchel (82. Tüysüz) – Atanley (80. Walla), Iten, Schäfer – Esmaieli (60. Rexhepi), Öztürk (60. Yüksel).



Aufrufe: 026.11.2023, 20:00 Uhr
Jochen WernerAutor