2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Veltheim vor dem Aufstieg - für zwei Aufsteiger geht es wieder runter

Rückrundenstart 2. Liga, Gruppe 2

von Marco Huber · Heute, 07:00 Uhr · 0 Leser
Der SC Veltheim ist seiner Favoritenrolle in der Vorrunde gerecht geworden, auch wenn ihn Aufsteiger Wald zum Vorrundenabschluss noch ins Straucheln brachte.
Der SC Veltheim ist seiner Favoritenrolle in der Vorrunde gerecht geworden, auch wenn ihn Aufsteiger Wald zum Vorrundenabschluss noch ins Straucheln brachte. – Foto: Patrick Leuenberger

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Die 2. Liga Gruppe 2 bietet ein spannendes Aufstiegsrennen, ein breites Tabellenmittelfeld und einen heissen Abstiegskampf. Eine Einschätzung vor dem Rückrundenstart am Wochenende, mit aktualisiertem Schlussrangierungs-Tipp.

1. SC Veltheim - 31 Punkte (getippt 1. / Winterpause 1. / Vorsaison 2.)

Wenn nicht jetzt, wann dann? In dieser Saison muss der SC Veltheim einfach den Aufstieg schaffen. Das Team von Trainer Richard Oswald ist stark besetzt und hat eine beeindruckende Hinrunde gespielt: zehn Siege feierte der SCV, dazu gab es ein Unentschieden gegen Verfolger Stäfa.

Zweimal mussten die Winterthurer als Verlierer vom Platz: gegen den starken Aufsteiger Wald darf man auswärts verlieren, die Niederlage gegen Beringen kam dann aber doch eher überraschend. Im Regional-Cup ist Veltheim auch noch dabei und gehört zu den heissesten Anwärtern. Im Viertelfinale wartet Ende März nun erst einmal Regensdorf.

Nicht weniger als sieben Vorbereitungsspiele hat Veltheim bestritten. Dabei wurde auch gegen zwei Interregio-Vertreter getestet. Vielleicht bereits im Hinblick auf die nächste Saison. Die Realität heisst nun aber Rückrundenstart. Und da geht es zuerst gegen die beiden abstiegsgefährdeten Küsnacht und Greifensee. Wegweisenden Charakter dürften wiederum die Direktduelle mit den ersten Verfolgern Stäfa im Juni und Herrliberg im Mai haben. Spätestens dann wird sich weisen, ob die zwei respektive vier Punkte Vorsprung, die Veltheim aktuell hat, ausreichen.

2. FC Herrliberg - 27 Punkte (getippt 2. / Winterpause 3. / Vorsaison 3.)

In Herrliberg kommt es im nächsten Sommer zu einer Rochade. Dies, da Trainer Benjamin Benz sich eine Auszeit nimmt. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Unter der Führung von Benz hat sich Herrliberg als 2.-Liga-Spitzenteam etabliert. Auch in dieser Saison spielt der Goldküsten-Club um den Aufstieg mit. Herrliberg war wiederum äusserst heimstark und treffsicher.

In der Rückrunde könnte es für die Herrliberger zu einem Vorteil werden, dass die beiden unmittelbaren Konkurrenten Veltheim und Stäfa beide noch im Cup spielen. Diese Doppelbelastung ist trotz breiten Kadern nicht zu unterschätzen. Herrliberg hingegen kann sich voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Zudem stellt Herrliberg die beste Defensive der Gruppe - auch das ist ein Faktor, der für den FCH spricht. Allerdings muss Herrliberg den Rückstand von vier Punkten auf Veltheim erst einmal aufholen.

3. FC Stäfa - 29 Punkte (getippt 4. / Winterpause 2. / Vorsaison 4.)

Der FC Stäfa hat eine weitere starke Hinrunde hinter sich: neun Siege, zwei Untenschieden. Damit ist die Mannschaft von Trainer Jonas Elmer (er war kürzlich bei uns im FuPa Podcast zu Gast) bei Saisonhälfte erster Verfolger von Tabellenführer Veltheim.

In der letzten Saison war Stäfa sogar Wintermeister. Allerdings verspielten die Stäfner ihre Chancen auf den Aufstieg im Verlauf der Rückrunde und wurden schliesslich Vierter. Ein bisschen ähnlich wird es auch in dieser Saison verlaufen. Stäfa lässt in der zweiten Saisonhälfte wieder mehr Punkte liegen, als in der ersten, und büsst so ein.

Stäfa scheint aber in Form zu sein für die Rückrunde. In den Vorbereitungsspielen gab es ausschliesslich Siege – unter anderem einen gegen Oetwil-Geroldswil, den Spitzenreiter der 2.-Liga-Gruppe 1. Stäfa startet mit dem Heimspiel gegen Bassersdorf in die zweite Saisonhälfte. Dann trifft Stäfa im Cup-Viertelfinal auf Drittligist Blue Stars.

4. FC Gossau - 20 Punkte (getippt 5. / Winterpause 5. / Vorsaison 9.)

Der FC Gossau ist eine feste Grösse in der 2. Liga. Nach einer nicht allzu rosigen letzten Saison konnte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Häsler nun wieder merklich steigern.

Im breiten Tabellenmittelfeld ist für die Zürcher Oberländer noch vieles möglich. Dank viel Konstanz und regelmässigen Punktgewinnen wird der FCG diese Saison mit einigem Rückstand auf das Spitzentrio abschliessen und danach auf eine gelungene Spielzeit zurückschauen können. Los geht es mit dem Heimspiel gegen Herrliberg. Dies kann bereits ein richtungsweisendes Spiel für den Verlauf der gesamten Rückrunde werden.

5. FC Wald - 20 Punkte (getippt 8. / Winterpause 6. / Aufsteiger)

Dass der FC Wald vor allem aufgrund seiner Heimstärke gut in der neuen Liga ankommen würde, konnte man erwarten. Dass der Aufsteiger jedoch so gut abschneidet, ist etwas überraschend. Sechs Siege und zwei Unentschieden gab es für die Truppe von Boris und Stefan Juric. Das ist mehr als ansehnlich. Zudem stellt Wald eine der produktivsten Offensiven dieser Gruppe. Nur Leader Veltheim und Herrliberg haben noch häufiger getroffen. Allerdings trüben die doch relativ vielen Gegentore die Bilanz.

Wald scheint für die Rückrunde bereit zu sein. In der Vorbereitung gab es unter anderem ein beachtliches Unentschieden gegen Interregio-Spitzenreiter Weesen und Siege gegen die Drittligisten Pfäffikon ZH und Rüti. Schwung geben dürfte den Waldern auch, dass sie gleich mit zwei Heimspielen in die Rückrunde starten – zuerst gegen Phönix Seen und dann gegen Stäfa.

6. FC Glattbrugg - 24 Punkte (getippt 12. / Winterpause 4. / Vorsaison 11.)

Der FC Glattbrugg war die andere Überraschung der Vorrunde. Von uns klar schwächer eingeschätzt, holte die Mannschaft des Trainerduos Radoljub und Marko Baratovic sieben Siege und drei Unentschieden und ist so sogar dem Spitzen-Trio auf den Fersen.

Auch die Saisonvorbereitung verlief für die Glattbrugger äusserst erfreulich. Da gab es alles Siege – zuletzt auch gegen Oetwil-Geroldswil, den Wintermeister der 2.-Liga-Gruppe 1. Die Mannschaft scheint bereit. Und wenn sie so weitermacht, wie im Herbst, wird das die mit Abstand beste Klassierung Glattbruggs seit dem Aufstieg 2023.

7. FC Wiesendangen - 19 Punkte (getippt 3. / Winterpause 7. / Vorsaison 5.)

Der FC Wiesendangen zählt zu den erfahrensten Mannschaften, was die Zugehörigkeit zur 2. Liga anbelangt. Nach einer starken letzten Saison ist «Wisi» nun leicht zurückgefallen. Mit sechs Siegen und sechs Niederlagen waren die Winterthurer noch etwas zu inkonstant.

In der Winterpause vermeldete Wiesendangen keine Zuzüge. Trainer Sokol Maliqi vertraut also auf seine Mannschaft. Für diese ist im Tabellenmittelfeld mit knappen Punktedifferenzen noch vieles möglich – es kann nach oben gehen oder auch nach unten. In welche Richtung, darüber gibt bereits das Startspiel am Samstag auswärts beim abstiegsgefährdeten FC Greifensee Aufschluss. Im Verlauf der Rückrunde könnte für «Wisi» auch noch ein Faktor sein, dass man noch im Regionalcup vertreten ist. Anfang April geht es da im Viertelfinale gegen Drittliga-Spitzenclub Siebnen.

8. FC Bassersdorf - 17 Punkte (getippt 9. / Winterpause 10. / Vorsaison 7.)

Auch der FC Bassersdorf zählt mit zu den routinierteren Teams, was die Anzahl Saisons in der 2. Liga angeht. Ein zehnter Zwischenrang ist für die Zürcher Unterländer zu wenig. Die Mannschaft von Trainer Christian Pandiani wird alles daransetzen, noch den einen oder anderen Platz gutzumachen.

Dabei vertraut man bei «Bassi» auf die gleichen Spieler. Über die Winterpause gab es nur wenig Mutationen. Die Bilanz der Vorbereitungsspiele fällt durchzogen aus. Gegen nominell schwächere Mannschaften konnte Bassersdorf zum Teil gewinnen. Es gab aber auch eine recht deutliche Niederlage gegen den Drittligisten Wetzikon. Das Auftaktprogramm für «Bassi» mit den beiden Auswärtsspielen in Stäfa und in Herrliberg ist happig.

9. FC Brüttisellen-Dietlikon - 18 Punkte (getippt 10. / Winterpause 9. / Vorsaison 8.)

Gleich um zwei Jahre hat der FC Brüttisellen-Dietlikon den Vertrag mit Trainer Zahir Idizi verlängert. Das ist ungewöhnlich und will etwas heissen. Man ist mit der Arbeit des Coaches hochzufrieden.

Tatsächlich hat sich Brüttisellen-Dietlikon seit dem Aufstieg gut in der 2. Liga etabliert und ist zu einer festen Grösse geworden. Nach dem achten Schlussrang in der vergangenen Saison kann sich der Verein wieder im breiten Mittelfeld der Tabelle einordnen – mit deutlicher Reserve auf die Abstiegsplätze.

10. FC Embrach - 19 Punkte (getippt 7. / Winterpause 8. / Vorsaison 12.)

Im Vergleich zur letzten Saison hat sich der FC Embrach klar steigern können. In dieser Saison wird Embrach nichts mit dem Strichkampf zu tun haben. Über den Winter gab es bei den Zürcher Unterländern zahlreiche Wechsel.

Vielleicht war die Mannschaft von Rico Hölzel und Markus Gross in der Vorbereitung noch nicht ideal eingespielt. So jedenfalls könnte man die Testspiel-Resultate deuten. Nach einer deutlichen Niederlage gegen das 2.-Liga-Spitzenteam Frauenfeld, gab es eine knappe Niederlage gegen den Drittligisten Töss und ein Unentschieden gegen Drittligist Räterschen, ehe Embrach zum Abschluss der Vorbereitung noch ein Sieg gegen NK Dinamo Schaffhausen (3. Liga) feiern konnte.

Gleich das Auftaktspiel gegen Brüttisellen-Dietlikon wird zeigen, ob Embrach bereit ist und ob es vom achten Zwischenrang aus eher noch ein paar Plätze nach vorne oder nach hinten geht.

11. FC Greifensee - 14 Punkte (getippt 6. / Winterpause 12. / Vorsaison 6.)

Ganz klar: Mit dieser Hinrunde ist man beim FC Greifensee nicht zufrieden. Vier Siege konnte die Mannschaft des langjährigen Trainers Felix Bollmann feiern. Das ist klar zu wenig für die Ambitionen der Zürcher Oberländer.

Allerdings stellen die Greifenseer kurioserweise dennoch eine der besten Defensiven dieser Gruppe. Nur Stäfa, Herrliberg und Gossau bekamen in der ersten Saisonhälfte weniger Gegentore. Darauf lässt sich aufbauen. In diese defensive Stabilität kann Greifensee den Grundstein für den Klassenerhalt legen.

12. FC Phönix Seen - 16 Punkte (getippt 14. / Winterpause 11. / Vorsaison 10.)

Von Aussen scheint es ein wenig, als sei beim FC Phönix Seen nach vielen stattlichen Jahren der Zenit etwas überschritten. In der Logik des Regionalfussballs droht dann der Abstieg - und nicht selten kommt es dann zum Exodus.

Für die Mannschaft von Trainer Ardian Laski geht es vom Auftaktspiel in Wald an um den Klassenerhalt. Und da kann die Erfahrung natürlich Gold wert sein. Über den gesamten Verlauf der Rückrunde spricht die Erfahrung aber eher für Greifensee als für Phönix.

13. FC Beringen - 6 Punkte (getippt 13. / Winterpause 13. / Aufsteiger)

Nach Thayngen im letzten Jahr geht es nun für den FC Beringen wieder runter. Dem Team von Trainer Dario Russo mangelt es an Konstanz. Zwar hat sich Beringen punktuell gut verstärkt. Jedoch ist die Hypothek auf die Plätze über dem Strich schon ziemlich gewaltig. Beringen müsste deutlich häufiger punkten als im Herbst, als man zwei Siegen feiern konnte.

14. FC Küsnacht - 4 Punkte (getippt 11. / Winterpause 14. / Aufsteiger)

Leider geht es auch für einen zweiten Aufsteiger wieder runter. Zwar findet der FC Küsnacht nach der Winterpause besser in die Spur. Da helfen auch die zahlreichen Zuzüge, die der FCK im Winter getätigt hat. Küsnacht bringt in der Rückrunde mehr Qualität auf den Platz. Doch der Rückstand ist für das Team von Trainer Marcio De Araujo schlicht und einfach zu gross.

Hier geht's zur Wintertransferübersicht der 2. Liga, Gruppe 2
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