2024-04-12T13:41:07.504Z

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Die große Chance, Schafhausen in Führung zu bringen, vergab Niklas Demming (Mitte) vor dem Seitenwechsel.
Die große Chance, Schafhausen in Führung zu bringen, vergab Niklas Demming (Mitte) vor dem Seitenwechsel. – Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Unglückliche Gegentore treffen Union ins Herz

Fußball-Mittelrheinliga

Der abstiegsbedrohte Fußball-Mittelrheinligist unterliegt dem FC Hürth in einem engen Match mit 1:2. Jokertor hilft nicht.

Direkt nach Abpfiff wandte Schafhausens Trainer Jochen Küppers den Blick nach vorn. „Wir haben jetzt Teveren und Endenich vor der Brust. Wenn wir in dieser Klasse bleiben wollen, müssen wir da gewinnen. Holen wir die nicht, haben wir den Klassenerhalt auch nicht verdient“, machte es der Coach des Aufsteigers kurz und knapp.

Hinter ihm lagen 90 durchaus bittere Minuten. Zwei defensive Patzer kosteten die Chance auf Punkte im Kellerduell gegen den FC Hürth. Beide Teams stellten sich jedoch auf dem tiefen Rasen „Im Kuhlert“ keinesfalls hinten rein, sondern suchten in einem intensiven Spiel durchaus den Weg nach vorn. Große Chancen gab es jedoch im ersten Druchgang nicht zu sehen. Für die Hürther verpasste Nico Schmitz aus wenigen Metern nach einem Freistoß von Yousef Keshta (24. Minute), aufseiten der Hausherren scheiterte Stefan Jörling mit einem Freistoß und dem Nachschuss zweimal am blockenden Tom Isecke (31.).

Korrekt analysierten beide Trainer am Ende, dass es ein Spiel war, das in beide Richtungen hätte kippen können. In Front brachte die Gäste dann eine mehr als unglückliche Szene der Union-Defensive: Ein Klärungsversuch im Getümmel prallte am eigenen Mann ab, Nutznießer war Bastian Porschen, der das 1:0 aus wenigen Metern erzielen konnte (51.).

Jokertor für Braun

Doch Küppers hatte einmal mehr ein gutes Händchen und brachte Niklas Braun für Marc Hotopp (65.). Die frische Kraft machte sich nur vier Minuten später auf zum Sololauf auf der linken Seite und entledigte sich mit dem starken Antritt seiner Bewacher, Torhüter Kevin Kraus wurde durch die Beine überwunden (69.).

Die Antwort folgte jedoch prompt: Tim Becker spielte sich im Strafraum gut frei und zog zur Grundlinie durch. Seinen Schuss aus scharfem Winkel ließ Carlo Claßen unglücklich ins eigene Tor abprallen (73.). Küppers ärgerte sich jedoch weniger über seinen Torhüter, sondern mehr darüber, wie frei Becker sich absetzen konnte und zum Schuss kam: „Da haben wir nicht richtig zugepackt und nicht vernünftig verteidigt. Die Tore haben wir uns quasi selber reingeschossen. Das wird in dieser Liga bestraft.“

Eine Belohnung für die Schlussoffensive der nimmermüden Schafhausener blieb allerdings aus, auch weil Yves Henkens aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (80.) und Paul Wolf eine Freistoßhereingabe von Michael Peschel in der letzten Spielszene nicht kraftvoll genug mit dem Kopf aufs Tor bringen konnte (90.+3).

Stillstand im Abstiegskampf

So gingen die drei Punkte in dem kampfbetonten Spiel mit in den Rhein-Erft-Kreis – und den Hausherren stehen nun zwei ganz entscheidende Spiele gegen die Konkurrenten im Abstiegskampf bevor. Eine gute Oster-Nachricht gab es nach den beiden bitteren Gegentreffern aber doch: Auch für Endenich und Teveren gab es am Montag keine Punkte, sodass im Tabellenkeller der Mittelrheinliga weiterhin alles offen bleibt.

Schafhausen: Claßen – Henkens (86. Liebens), Peschel, Hotopp (65. Braun), Lenzen – Küppers (52. Gorka), Jennissen, Grüttner, Wolf– Jörling (68. Halfenberg), Demming (75. De Oliveira)

Aufrufe: 02.4.2024, 10:05 Uhr
Christian EbenerAutor