2024-07-22T11:49:03.802Z

Allgemeines
Glesch-Paffendorf wird sich zur neuen Landesliga-Saison von einem anderen Gesicht präsentieren.
Glesch-Paffendorf wird sich zur neuen Landesliga-Saison von einem anderen Gesicht präsentieren. – Foto: Nick Förster

Kader steht: Glesch-Paffendorf ist für die Landesliga gerüstet

Mit 22 Spielern stellt der BCV Glesch-Paffendorf einen neu zusammengewürfelten, dabei auch leistungsstarken Kader. Hohe Ansprüche in der Landesliga haben dabei noch nichts zu suchen, das Team soll sich erst einmal finden.

Der BCV Glesch-Paffendorf kann nach ein paar ereignisreichen Monaten endlich wieder durchatmen. Nach dem Rückzug aus der Mittelrheinliga und dem damit verbundenen Abstieg musste sich der Verein komplett neu aufstellen. Nach intensiver Planung und Spielersichtung steht dem Trainerteam um Marc Diamante nun eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung.

Keine offenen Positionen

In der vergangenen Tagen verkündete Glesch reihenweise die neuen Bestandteile des Kaders für die kommende Saison. 18 Spieler sind dabei bereits offiziell bekannt, bei vier weiteren erfolgt die Bekanntgabe noch in den kommenden Tagen und Wochen. Doch schon jetzt ist klar, dass sich die Bergheimer keinesfalls in der Landesliga verstecken müssen. Schließlich ist der neu zusammengestellte Kader gespickt mit Kickern, die das erforderliche Landesliga-Niveau schon nachgewiesen haben.

Mit Koray Örgün (SC Elsdorf), Noah Khelifi (Viktoria Arndolsweiler), Burak Hendem (Hilal-Maroc Bergheim) und noch einem weiteren, noch nicht öffentlich bekannten, Spieler werden gar vier Rückkehrer aus der Mittelrheinligamannschaft des BCV erwartet. Dazu wagen mit Onurcan Yazgili, Janik Morillo-Torres und Kreisliga A-Torschützenkönig Ahmet Sen drei Akteure aus der zweiten Mannschaft den Sprung in die Landesliga.

Mit den nun zur Verfügung stehenden Spielern sind die Vereinsverantwortlichen komplett zufrieden, ein kleines Türchen für weitere Ergänzungen hält man sich aber in jedem Fall noch offen: "Die Positionen sind besetzt. Eigentlich ist die Kaderplanung abgeschlossen, aber man weiß nie, was noch kommt. Wenn noch jemand mit Regionalliga-Erfahrung bei uns aufschlägt, warum sollten wir dann nein sagen?", sagte der sportliche Leiter des BCV, Markus Stupp. Gemeinsam mit dem neuen Trainer Marc Diamante führte Stupp seit Beginn des Jahres Dutzende Gespräche mit potenziellen Neuverpflichtungen und darf nun einen Haken hinter den Kader setzen.

Die Fans des BCV dürfen zur kommenden Saison wieder in Einsatz treten.
Die Fans des BCV dürfen zur kommenden Saison wieder in Einsatz treten. – Foto: Meiki Graff

Dass es letztlich nicht mehr als die vier Rückkehrer aus der ehemaligen Mannschaft wurden, ist vielschichtig zu erklären: "Gerade im Bereich der Spieler ist einiges kaputt gegangen. Da hatte kaum jemand Verständnis, in welcher Situation wir da waren", verriet Stupp, wobei auch für manche aufgrund der Entfernung vom Wohnsitz ein Comeback in Glesch nicht mehr in Frage kam. Jede Zusage vereinfachte daher die weitere Planung immens.

"Als dann die ersten Steine fielen und auch im Kreis erzählt wurde, welche Spieler sich uns anschließen, wie das Trainerteam aussieht, da kam dann immer mehr, wo wir sagen können, wir können doch eine gute Mannschaft auf den Platz kriegen. Der Nichtaufstieg von Hilal-Maroc und der Abstieg von Sindorf haben uns da auch irgendwo in die Karten gespielt."

Dilshad Rasho, Timo Titze und Co-Trainer Yalcin Kizil (jeweils VfL Sindorf), sowie Hendem schließen sich dem Kader von den Schwergewichten aus der Region an.

Moderate Ansprüche vor Saisonbeginn

Für die kommenden Saison stehen sicherlich viele Fragezeichen über dem neu formierten Kader. Qualitativ dürfte Glesch sicherlich eine ordentliche Rolle spielen, in dieser Konstruktion ist man jedoch wohl die größte Wundertüte in der Landesliga. Große Ziele werden vereinsintern demnach auch nicht ausgesprochen.

"Wir mussten bei Null anfangen. Wir lassen also die Saison erstmal auf uns zukommen. Von den Namen würde ich uns irgendwo im Mittelfeld einschätzen. Im Normalfall haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun", überlegte Stupp. "Man muss aber auch auf der anderen Seite sagen, wir haben jetzt 22 Jungs, die in dieser Form noch nie zusammengespielt haben, ein neues Trainerteam. Das muss sich natürlich alles erstmal finden, gewisse Automatismen müssen greifen. Auch wir im Vorstand haben die Aufgabe, die Jungs richtig zu integrieren."

Die finalen Kaderverkündungen sollten demnächst folgen, danach wird sich das Team in der Sommervorbereitung in der Gesamtheit erstmal aneinander gewöhnen können. Womöglich lässt sich schon in den ersten Pflichtspielen die neue DNA des BCV Glesch-Paffendorf erkennen.

Aufrufe: 029.5.2024, 21:00 Uhr
Markus BeckerAutor