2024-02-23T08:22:50.674Z

Spielbericht
– Foto: Tim Schnoor

TuS Harsfeld feiert Kantersieg und muss auf Trainersuche gehen

Landesliga Lüneburg im Überblick

A/O und Sechs-Tore-Mann Malcolm Brunkhorst beeindrucken im Spitzenspiel. Der TuS Harsefeld und D/A II haben torreiche Siege gefeiert. In Harsefeld wird für die kommende Saison aber ein neuer Trainer gesucht. Stade und Elstorf spielten nicht.

Julian Geils wird nach dieser Saison, seiner vierten beim TuS Harsefeld, als Trainer beim TuS aufhören. „Wir saßen zusammen, haben die bisherige Saison und die bisherige Zusammenarbeit analysiert“, sagt Sportdirektor Alexander Martens, „und am Ende hat Julian für sich entschieden, nach dieser Saison aufzuhören.“ Geils, der zuvor Ritterhude in die Landesliga geführt hatte und aus der Gegend dort kommt, habe allein schon wegen der weiten Wege einen „immensen Aufwand“ betrieben, so Martens.

2020 folgte Julian Geils auf den langjährigen TuS-Trainer Dennis Mandel. Ab der zweiten Saison wurden beim TuS Harsefeld die Aufstiegsambitionen kommuniziert. In der Meisterrunde 2022 wurde der TuS Vierter, weil die Spitzenspiele verloren wurden. In der vergangenen Saison war der TuS zwar das torgefährlichste Team, wurde aber nur Dritter. In dieser Saison ist der Titelkampf nur noch theoretischer Natur.

„Wir wären sehr gerne mit Julian zusammen aufgestiegen - aber das lässt sich leider nicht planen und hängt von vielen Faktoren ab“, sagt Martens. Der Sportdirektor betont, dass sie beim TuS immer „sehr zufrieden“ mit Geils Wirken waren und sind. „Seine Kompetenz und Fähigkeiten kann ich nur hervorheben und man kann jeden Verein gratulieren, der mit Julian zusammenarbeitet“, sagt Martens.

Einen möglichen Kandidaten als Nachfolger im Sommer gebe es noch nicht. Die Suche beginne erst jetzt, nachdem sich Geils entschieden hat.

Harsefeld präsentiert sich einmal mehr sehr torhungrig

Mit einer regelrechten Gala-Vorstellung hat der TuS Harsefeld seine Hausaufgaben schon am Sonnabend erledigt, nachdem die beiden Kontrahenten zuvor nur fünf Zähler trennten.

„Unser Plan ist voll aufgegangen“, lobt Trainer Julian Geils. „Bardowick wusste nicht, wie sie uns bespielen sollen und wir hatten auf alles eine Antwort.“

Deswegen war schon nach der Anfangsoffensive, in der Jonathan Bondombe Simba (2.), Pascal Schawaller (5.) und Nico Osuch trafen (8.), die Begegnung sehr schnell entschieden. Der TuS ließ sogar weitere Möglichkeiten aus, die einen höheren Sieg verhinderten. Dennoch glückte den Harsefeldern letztlich ein glanzvoller 8:2-Kantersieg.

„Uns war es wichtig, dass wir in der zweiten Halbzeit dranbleiben - das ist uns gelungen“, sagt Geils. „Wir waren gierig und haben unseren Plan voll durchgezogen, weswegen wir uns auch gar nicht mehr über die beiden späten Gegentore ärgern müssen.“

  • Tore: 1:0 (2.) Bondombe Simba, 2:0 (5.) Schawaller, 3:0 (8.) N. Osuch, 4:0, 5:0 und 6:0 (36., 42., 56.) alle Schawaller, 7:0 (62.) Kraßmann, 8:0 (80.) Bondombe Simba, 8:1 (84.) Zemke, 8:2 (86.) Glüsing.
  • Nächstes Spiel: Harsefeld - Treubund (Sbd., 2.12., 15:30 Uhr)

Mit dem fünften Sieg am Stück beißt sich die SV Drochtersen/Assel II im oberen Tabellendrittel fest. Die Kehdinger ließen den Ball gekonnt durch ihre Reihen laufen, ehe Max Reichardt für Niklas von Borstel auflegte (35.), noch vor der Pause legte Dennis Grooten nach (41.).

Auf dem engen Kunstrasenplatz geriet der Favorit auch nach einem Einwurf, den Moritz Koch zum Anschlusstreffer nutzte, nicht ins Straucheln (51.). Denn kurz danach verwandelte Matti Cebulla einen Handelfmeter (55.), dem Tanju Gülüm (60.) und von Borstel (64.) schnell die frühe Entscheidung folgen ließen.

„Ich bin stolz auf die Leistung der Mannschaft, die ihre Serie fortführt“, sagt Trainer Benjamin Zielke. „Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir uns nur durch Unachtsamkeiten selbst schlagen können. Allerdings wussten wir, dass sich die Lücken ergeben, wenn wir den Ball laufen lassen und das ist dann auch geschehen.“

  • Tore: 1:0 (35.) von Borstel, 2:0 (41.) Grooten, 2:1 (51.) Koch, 3:1 (55., HE) Cebulla, 4:1 (60.) Gülüm, 5:1 (64.) von Borstel.
  • Nächstes Spiel: D/A II - Uphusen (So., 3.12., 14 Uhr)

Die SV Ahlerstedt/Ottendorf hat in einem wahren Fußballspektakel dem SV Lindwedel-Hope im 16. Ligaspiel die erste Saison-Pleite zugefügt.

Obwohl Malcolm Brunkhorst mit einem Sechserpack einen sensationellen Fußball-Nachmittag erlebte, den er in seinem Leben vermutlich nicht mehr vergessen wird, stellte Co-Trainer Kevin Speer die exzellente Mannschaftsleistung in den Vordergrund. „Wir haben bis zum 3:6 unsere beste Saisonleistung gezeigt“, lobt Speer. „Wir haben alles wegverteidigt und gekämpft - das war Weltklasse. Und bei Malcolm hat einfach alles geklappt.“

Eine weitere Schlüsselszene war schließlich, dass Keeper Mark Osnowski eine Großchance zum möglichen Ausgleich zum 3:3 vereitelte und im Gegenzug Brunkhorst seinen lupenreinen Hattrick einleitete. Weil Lindwedel alles investierte, um die drohende Niederlage noch abzuwenden, mussten die Ahlerstedter trotz der zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung bis zum Schlusspfiff um ihren Dreier zittern.

„In der Schlussphase brannte es lichterloh, es hätte zum Spiel gepasst, wenn sie nach der letzten Ecke den Ausgleich machen“, sagt Speer. „Das war wirklich aufregend, mit dem Schlusspfiff waren wir fix und fertig, weil das wirklich Spannung pur war.“

  • Tore: 0:1 (11.) Brunkhorst, 1:1 (15.) Engelbrecht, 1:2 (36., FE) Brunkhorst, 1:3 (49.) Brunkhorst, 2:3 (55.) Ziemke, 2:4, 2:5 und 2:6 (59., 61., 68.) alle Brunkhorst, 3:6 (73.) Kiy, 4:6 (84.) Engelbrecht, 5:6 (90.) Kiy.
  • Nächstes Spiel: Soltau - A/O (So., 3.12., 14 Uhr)

Aufrufe: 026.11.2023, 17:30 Uhr
TageblattAutor