2024-05-29T12:18:09.228Z

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Klar obenauf waren die heimstarken Allershausener – hier Maciej Machi im Duell mit Michael Düber – im Landkreis-Derby gegen Vötting. Ein Treffer kam trotz Feldüberlegenheit allerdings nicht zustande.
Klar obenauf waren die heimstarken Allershausener – hier Maciej Machi im Duell mit Michael Düber – im Landkreis-Derby gegen Vötting. Ein Treffer kam trotz Feldüberlegenheit allerdings nicht zustande. – Foto: Lehmann

„Turbowichtiger“ Moosburg-Dreier – Allershausen belohnt sich nicht für „Einbahnstraßenfußball“

Kranzberg rutscht auf einen Abstiegsrelegationsplatz ab

Viel los in der Kreisliga 2: Kranzberg rutscht ab, Moosburg kann sich befreien. An der Spitze marschieren Altenerding und Walpertskirchen weiter.

Landkreis – Ein echter Befreiungsschlag gelang am Samstag den Kreisliga-Fußballern des FC Moosburg mit einem verdienten 1:0-Sieg im Kellerduell mit dem SC Kirchasch. Bitter verlief der Sonntag für den SV Kranzberg, der mit 0:2 gegen Walpertskirchen verlor und damit auf einen Relegationsrang abrutschte.

TSV Allershausen – SV Vötting 0:0. Für beide Teams geht’s, tabellarisch betrachtet, um den frühzeitigen Klassenerhalt und damit um einen ruhigen Saisonabschluss. Am Samstag haben der TSV und der SVV bei diesem Vorhaben einen kleinen Schritt gemacht – denn das Landkreis-Duell endete mit einem torlosen Remis. Doch vor allem die heimstarken Allershausener ärgerten sich hinterher maßlos, nicht mehr Zähler dabehalten zu haben: „Wir haben heute klar zwei Punkte liegengelassen“, sagte Spartenchef Philipp Jordan. „Zum Teil war das schon Einbahnstraßenfußball.“

Eine Partie wird allerdings nicht durch Feldvorteile, sondern durch Tore entschieden. Und die gelangen den Ampertalern nicht, wenngleich beste Möglichkeiten dagewesen wären. Einen Treffer von Kim Peter erkannte der Schiedsrichter wegen eines vorausgegangenen Handspiels wieder ab, und wenig später traf Simon Hilmer lediglich Aluminium. Auch Dario Turkman hatte zwei Chancen auf dem Schlappen. Ende des zweiten Durchgangs traf Marc Gundel dann per Kopf aus zwei Metern das Tor nicht.

FC Moosburg – SC Kirchasch 1:0 (1:0). Völlig verrückt verläuft die aktuelle Runde für den FC Moosburg. Am Wochenende gelang dem Team im Kellerduell mit den Gästen aus dem Landkreis Erding nun der vielleicht wichtigste Sieg im bisherigen Saisonverlauf. Mehr noch: „Das war turbowichtig“, jubilierte Technischer Leiter Gerhard Heilmaier hinterher. „Es ist noch alles möglich für uns.“ Mit diesem Dreier setzten die Bonauer die Konkurrenz im Kampf gegen den direkten Abstieg unter Druck. Und auch das rettende Ufer ist weiterhin in Sichtweite – und das, obwohl es vor wenigen Wochen eher nicht danach ausgesehen hatte.

Die Moosburger kämpfen und kämpfen – und wurden gegen Schlusslicht Kirchasch am Ende belohnt. Wobei die FCM-Kicker bereits im ersten Durchgang einen Rückschlag kassiert hatten: Nach zwei aus Sicht der Gastgeber eher harmlosen Fouls sah Maximilian Denteler die Ampelkarte (39.). „Hier hat mir das Fingerspitzengefühl gefehlt“, mahnte Heilmaier an. Doch aus der Bahn warf das die Dreirosenstädter nicht – und die Sinicki-Elf schlug noch im ersten Abschnitt zu: Nach einer feinen Kombination über links flankte Matthias Holzinger ins Zentrum, wo Thomas Vogl aus kurzer Distanz einnickte (44.). Nach dem Seitentausch musste der FCM freilich zittern, Kirchasch wurde bei einem Freistoß gefährlich. Doch auch Moosburgs Benedikt Einhauser knallte einen Freistoß nur ans Quergebälk. am Ende blieb es beim knappen, aber wichtigen Sieg für den FCM. „In der Summe war es absolut verdient“, so Heilmaier.

SV Kranzberg – SV Walpertskirchen 0:2 (0:0). Immer dicker kommt es für die Kranzberger Kicker. Auch gegen den SV Walpertskirchen, den der SVK in der Hinrunde noch mit 3:0 besiegt hatte, blieb dem Team diesmal nur das Nachsehen. Und weil die Konkurrenz fleißig punktete, war es ein rabenschwarzer Sonntag für die Elf. „Das ist richtig scheiße für uns“, meinte 2. Abteilungsleiter Stephan Schikowski nach dem Blick auf die Tabelle: Kranzberg steht auf einem Abstiegsrelegationsrang. „Unser Problem war, dass wir kein Tor gemacht haben.“

Durchgang eins ging noch klar an die Gastgeber, Florian Kleidorfer verpasste aber die größte Chance nach einer Hereingabe von Bastian Walter. Nach dem Seitenwechsel bekam Walpertskirchen mehr Zugriff. Bei Kranzberg war dagegen der Mumm etwas weg, nur Thomas Kopp war einmal per Kopf gefährlich. Die Gäste, immerhin Tabellenzweiter, spielten es letztlich eiskalt und sorgten binnen zehn Minuten für die Entscheidung. Adrian Alexy flankte nach einer Balleroberung im Mittelfeld auf den langen Pfosten, wo Christian Käser einnickte (50.). Nach einer Freistoßflanke wollte Luca Fellermeier gegen die Laufrichtung des Keepers köpfeln, traf aber den Rücken eines Verteidigers, von wo der Ball ins Tor ging (60.).

FCA Unterbruck – FC Finsing 1:4 (1:1). Die Unterbrucker sind aktuell personell geschwächt – und deshalb setzte es am Sonntag eine deutliche Niederlage. „In der zweiten Halbzeit schwanden bei uns die Kräfte“, sagte Trainer Alfons Deutinger.

Im ersten Durchgang konnten die Hausherren noch mithalten. Zwar gelang Philipp Tholl, nachdem sich zwei Verteidiger nicht einig waren, die Gäste-Führung (11.), doch der FCA hatte hier noch eine Antwort parat: Nach einem eigentlich missglückten Pass von Andreas Pallauf war Pascal Preller zur Stelle (29.). Nach dem Seitenwechsel ging es dann dahin: Erst traf Florian Hölzl nach einer Hereingabe zum 2:1 (58.) – und auch das 3:1, diesmal vollendete Josef Weber, fiel nach einer Flanke von links (66.). Kurios war das Tor zum 4:1-Endstand: Weber traf von der Mittellinie und mithilfe des Pfostens (75.).

SpVgg Altenerding – SVA Palzing 2:1 (1:1). Nach zuletzt erfolgreichen Auftritten mussten sich die Ampertaler dem Ligaprimus geschlagen geben. „Das war bitter“, sagte Trainer Gianluca Dello Buono. „Da wären locker Punkte drin gewesen.“ Insbesondere im ersten Durchgang investierten die Gäste viel. Sie erarbeiteten sich etliche Chancen und konnten so nach dem frühen Rückstand zurückschlagen.

Was war passiert? Nach einem langen Ball wollte Tobias Wirth zurück zum Keeper köpfen, doch Julian Schaumaier spurtete dazwischen und erzielte das 1:0 für die SpVgg (1.). Das 1:1 fiel dann kurz vor der Halbzeitpause: Nach gutem Umschaltspiel drosch Fabian Radlmaier den Ball aus 20 Metern ins Netz (39.). Nach dem Wechsel rechneten alle mit einem Remis. Wäre da nicht die 90. Minute gewesen, in der Leart Bilalli einen Freistoß mithilfe beider Innenpfosten versenkte. (Matthias Spanrad)

Aufrufe: 015.4.2024, 09:23 Uhr
Matthias SpanradAutor