2024-05-24T11:28:31.627Z

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Alper Kayabunar und seine Mannschaft starten Ende Februar gegen den TSV Aubstadt in die restliche Rückrunde.
Alper Kayabunar und seine Mannschaft starten Ende Februar gegen den TSV Aubstadt in die restliche Rückrunde. – Foto: IMAGO/Michael Sigl

Türkgücü nach Ausverkauf im Umbruch – Kayabunar: „Wir werden noch ein bisschen Zeit brauchen“

Englische Wochen in der Vorbereitung

Nach etlichen Abgängen steht Alper Kayabunar vor der Herausforderung, junge und neue Spieler bei Türkgücü München zu integrieren. Das braucht Zeit.

München – Die Mannschaft von Türkgücü München ist dabei, sich zu finden. Nach den 14 Abgängen im Winter bestreitet der Regionalligist gerade englische Wochen mit Vorbereitungsspielen. Die Gegner reichen dabei von der Kreisliga bis in die Bayernliga. Gegen einen Regionalligisten testet Türkgücü nicht. Am aussagekräftigsten dürften der Sieg im Vorbereitungsspiel gegen das Bayernliga-Schlusslicht Kirchheimer SC und die Niederlage gegen den Bayernliga-Elften TSV Rain/Lech sein.

Zuletzt gab es einen deutlichen 11:0-Sieg, allerdings eben gegen einen Kreisligisten, den FC Fürstenried. Einer der auffälligen Spieler war Umut Demir mit drei Toren – Kapitän Ünal Tosun fehlte dagegen.

Führungsspieler fehlen immer wieder in den Vorbereitungsspielen

Trainer Alper Kayabunar zeigt sich mit seiner aktuellen Mannschaft zufrieden: „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und sehr talentierten jungen Spielern. Wir brauchen aber noch ein bisschen Zeit.“ Die jungen Fußballer hätten in den Vorbereitungsspielen bislang überzeugt. Durch die vielen Abgänge von Stammspielern haben diese nun die Chance, sich für die freien Plätze zu bewerben. Neben dem Dreifach-Torschützen Umut Demir präsentiert sich auch Leo Haas gut, mit dem der Trainer schon in der U19 gearbeitet hat. „Leo weiß genau, wie ich den Fußball sehen will oder was wir für Ideen haben. Er ist einer der Auffälligsten. Er hat sehr großes Potenzial und wird auf jeden Fall mehr Spielminuten in der Liga bekommen“, kündigt Kayabunar an.

„Ich denke, wir werden auch, wenn die Saison losgeht, noch ein bisschen Zeit brauchen.“

Trainer Alper Kayabunar über die neu zusammengewürfelte Mannschaft.

Ein Umstand, der das Finden der Mannschaft erschwert, sei die Tatsache, dass immer wieder Führungsspieler fehlen. Gegen Fürstenried kam beispielsweise Kapitän Tosun nicht zum Einsatz. Auch Azur Velagic, in der Hinrunde verletzt, war in den letzten Spielen verhindert. Stürmer Emre Tunc, gemeinsam mit Tosun erfolgreichster Torschütze in dieser Saison, fehlt dem Team verletzt. „Ich denke, wir werden, wenn die Saison losgeht, noch ein bisschen Zeit brauchen. Aber ich bin trotzdem sehr, sehr optimistisch, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Die Mannschaft kommt jetzt so langsam zusammen“, bleibt Kayabunar dennoch positiv gestimmt.

Die Mannschaft trainiert aktuell ausschließlich auf Kunstrasen, da der Rasenplatz an der Heinrich-Wieland-Straße seit Oktober gesperrt ist. In den kommenden drei Testspielen geht es für Türkgücü dann gegen den Bayernligisten TSV Dachau 1865, den Landesligisten FC Unterföhring und den Bayernligisten FC Pipinsried. Mehr Zeit bleibt der Elf nicht, um sich einzuspielen.

Toto-Pokal-Spiel gegen Ingolstadt wird „ein besonderes Spiel“

Wiederauftakt nach der Winterpause in der Liga ist für Türkgücü München am 24. Februar gegen den TSV Aubstadt, ehe es vier Tage später zum Toto-Pokal-Duell gegen den Drittligisten FC Ingolstadt kommt. Eine richtungsweisende Partie für den finanziell kriselnden Verein. Gelingt dem Underdog ein Sieg, dürfen Kayabunar und seine Spieler vom Toto-Pokal-Sieg und dem damit verbundenen Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals träumen. „Es ist ein Spiel, in das wir ohne Druck reingehen können. Ich glaube, Ingolstadt hat mehr zu verlieren“, sagt der 38-jährige Coach.

Für alle, insbesondere aber die jungen Spieler sei es vielmehr ein besonderes Erlebnis, gegen einen Drittligisten spielen zu dürfen. Dennoch will der Trainer den größtmöglichen sportlichen Erfolg herausholen: „Wir werden versuchen, alles reinzuhauen und maximalen Erfolg zu haben. Wir wollen unsere Möglichkeiten, die wir haben, auch nutzen und schauen, was am Ende rauskommt.“ (Sarah Georgi)

Aufrufe: 09.2.2024, 13:39 Uhr
Sarah GeorgiAutor