Kapitän Julian Ziegler (links) und seine Jahn-U-21 mussten sich gut organisierten Vilzingern geschlagen geben.
Kapitän Julian Ziegler (links) und seine Jahn-U-21 mussten sich gut organisierten Vilzingern geschlagen geben. – Foto: Simon Tschannerl

Kareths müde Beine – Jahn II hat Luft nach oben

Eine auskunftsreiche Test-Woche liegt hinter den Regensburger Verbandsligisten

Nicht ganz so erfolgreich, aber genau so auskunftsreich, wie der mit 6:2 über die Fortuna Regensburg siegreiche Fußball-Bayernligist SV Donaustauf lief die Test-Woche für die U21 des SSV Jahn sowie für das Landesliga-Duo TSV Kareth-Lappersdorf und FC Tegernheim.

Donaustaufs Ligakonkurrenz vom SSV Jahn Regensburg II hatte die Nagelprobe bei Neu-Regionalligist DJK Vilzing zu überstehen. Die von Christoph Jank trainierte U21 hielt trotz einer 2:4 (1:3)-Niederlage vielsprechend mit. Dennoch bestand, wie Jank später aufdröselte, Luft nach oben. Am Montag werde man gemeinsam das Spiel analysieren und darauf aufbauend Akzente im Training zu setzen. „Wir haben gegen eine sehr gut organisierte Mannschaft gespielt und daraus einige wichtige Schlüsse ziehen können: In der Tiefen-Sicherung gegen den Ball, im Zweikampfverhalten und im Umschaltspiel nach Ballverlust“, so der Trainer der Regensburger Youngster in gewohnt pragmatischer Art und Weise.

Eine kuriose Szene leitete den Torreigen ein. Vilzings Andreas Jünger erkannte nicht, dass sein Torwart Max Putz den Ball zum Gegner zurückspielen wollte – zuvor war ein Regensburger nach einem Zweikampf liegengeblieben – rauschte dazwischen und überwand die verdutzte Jahn-Verteidigung zum 1:0 (7.). Fairplay: Julian Ziegler durfte daraufhin unbedrängt den Ausgleich erzielen. Vilzing stellte sich als der erwartete Härtestet für Jahn II dar, der noch drei Gegentore schlucken musste. Wegen Gelb-Rot an Kelvin Onuigwe in zahlenmäßiger Unterzahl, gelang immerhin das zwischenzeitliche 2:3, für das sich Bene Fischer mit einem sehenswerten Distanzschuss verantwortlich zeigte (64.).

Ein spielfreies Wochenende genoss unterdessen Landesligist FC Tegernheim, weil er schon unter der Woche zweimal seine Form geprüft hatte. Zu Gast beim TuS Pfarrkirchen führte die Kleinknecht-Elf am Montagabend, ehe ein Gewitter den Schiedsrichter nach 67 gespielten Minuten zum Abbruch zwang, durch einen Treffer seines jungen Neuzugangs Niklas Jürss ab Mitte der ersten Spielhälfte mit 1:0. Zwei Tage darauf musste sich der FCT dem benachbarten Bezirksligisten SV Sulzbach mit 2:3 (0:2) geschlagen geben.

Der sich ebenfalls im Doppeleinsatz befindliche TSV Kareth-Lappersdorf kämpft aktuell noch mit der „der Stabilität in der Verteidigung“, findet Spielertrainer Michael Kirner. Denn in der Rückwärtsbewegung agierte die junge Karether Elf gerade beim kurzfristig anberaumten Mittwoch-Probelauf gegen Kreisligist ASV Undorf, der in einem 4:0-Erfolg der Karether mündete, teils noch zu behäbig.

Beim ambitionierten Nord-Bezirksligisten SC Luhe-Wildenau reichte es dann am Freitagabend nur zu einem 1:1 (1:1)-Unentschieden. Die Beine waren schwer und Kapitän Marco Fehr sorgte per Strafstoß für den einzigen TSV-Treffer. Auf Karether Seite wurde viel durchgetauscht. Es seien, wie Trainer Matthias Bösl anmerkte, mehrere Faktoren zusammen gekommen: Die Stärke des Gegners, die Einheiten am Mittwoch und Donnerstags plus zahlreiche Spielerwechsel nach den ersten 45 Minuten. „In der ersten Halbzeit hat das alles sehr passabel ausgeschaut, in der zweiten haben wir uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen. Ein insgesamt guter Test“, so fasste Bösl das Geschehen zusammen.

Aufrufe: 04.7.2022, 12:00 Uhr
Florian WürtheleAutor