2024-05-24T11:28:31.627Z

Spielbericht
Im Derby holt sich die Zweite des TSV Emmerings den Dreier und macht so einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt.
Im Derby holt sich die Zweite des TSV Emmerings den Dreier und macht so einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt. – Foto: stefan rossmann

TSV Emmering II verschafft sich Vier-Punkte-Polster zu Abstiegsplätzen

Emmering II fast mit Klassenerhalt

Emmerings zweite Mannschaft konnte sich wichtige Punkte Richtung Klassenerhalt sichern. Doppelpacker Marinus Riedl trug dabei maßgeblich zum Sieg bei.

Aßling/Emmering – Als einer der schönsten, vielleicht sogar einer der wichtigsten Derbysiege, dürfte der 5:2-Auswärtserfolg in die Vereinschronik des TSV Emmering eingehen. „Absolut ein super Spieltag“, freute sich Spielertrainer Manuel Sedlmaier beim ersten Derbysiegerbier nicht nur über den ersten Pflichtsieg der Emmeringer Herrenreserve über die Aßlinger Erstvertretung und drei ganz wichtige Zähler im Abstiegskampf, sondern auch über die parallelen Niederlagen der Verfolger aus Soyen und Waldkraiburg.

Zwei Spieltage vor Saisonende haben die Grün-Weißen somit ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge auf das Nervenkostüm beruhigende vier Zähler ausgebaut, was maßgeblich einer hellwachen Anfangsphase zu verdanken war. „Die Spielanalyse fällt nicht wirklich schwer, wenn du nach nicht einmal 15 Minuten 0:3 hinten liegst“, sprach Aßlings Übungsleiter Klaus Sigl gar von einem anfänglichen „Kollektivversagen“ und „Vollschlaf“ in Rot und Weiß.

Ob es der Respekt seiner stark ersatzgeschwächten und verjüngten Startformation vor den zum Teil arrivierten Kreisligakickern war, die die Gäste aufbieten konnten, oder die Angst vor knapp 250 Zuschauern einen Fehler zu machen, konnte Sigl nicht genau sagen. „Wenn du aber solchen Spielern im Mittelfeld so viel Zeit und Raum gibst, sich aufzudrehen, fällt ihnen sicher was Gutes ein.“

Gäste nutzen die Schwächephase der Aßlinger: 3:0 nach nur 12 Minuten

Florian Oeckl (2.), Marinus Riedl (4.) und Christoph Beil (12.) zogen der Aßlinger Derby-Euphorie rund ums Spielfeld früh mit ihren Toren den Stecker. „Unsere Fans waren wirklich kurz sprachlos“, wunderte sich auch Aßlings Pressesprecherin Sophia Hupfauer über die Art und Weise, wie das Emmeringer Überfallkommando den Büchsenberg einnahm.

Mit dem 0:4 durch Christof Kirchlechner (35.) schien der Süd-Schlager entschieden, sodass sich die Aßlinger Fans ihre erhofften Spannungsmomente alternativ aus dem Elfmeterschießen in der Pause zogen, das drei ausgeloste Zuschauer um unterschiedlich große Bierpreise austrugen. Bezeichnenderweise siegte ein junger Emmeringer.

Überraschend giftig kamen die Platzherren danach aus der Kabine. „Ich habe die Außenverteidiger verändert und den Jungs gesagt, dass wir uns entweder abschießen lassen, oder anfangen können, uns zu wehren“, ärgerte sich Sigl im Nachhinein schon fast. Denn: „Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit, wäre es auch mit diesem Kader ein enges Derby geworden.“

Emmering lässt sich trotz kurzem Aßling-Aufschwung nicht aus der Ruhe bringen

Doppeltorschütze Samuel Wambach (60. Foulelfmeter, 62.) entzündete binnen zwei Minuten neues Derbyfeuer – 2:4. „Da wurde es auch bei uns zäh“, wollte sich Sedlmaier nicht ausmalen, welche Wendung die Partie bei einem 3:4 noch hätte nehmen können. Denn einige der Emmeringer Unterschiedspieler wären nach Verletzungen erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen, der konditionelle Abbau einkalkuliert.

Für sein zweites Tor und den wichtigen 2:5-Schlusspunkt hatte Emmerings Rekonvaleszent Marinus Riedl jedoch noch genug Kraft (79.). „Für mich ist es noch zu früh, um von Klassenerhalt zu sprechen“, erklärte Sedlmaier: „Aber es war ein großer Schritt dahin.“ (Julian Betzl)

TSV Aßling: Jo.+Ja. Mertl, Heininger, Mitterhofer, A.Huber, Y.Lampl, Hackenberg, Wambach, Bachmatiuk, Mayer, M.Kagermeier; Sellmeier, Stacheter, Spätzl, T.Huber.

TSV Emmering II: Kleingütl, Widmann, Niedermaier, Englhart, A+C Kirchlechner, M.Breu, Robeis, Oeckl, Riedl, Beil; Wagenstetter, Napieralla, Sedlmaier, Stellner, Hollerieth, Maas, Görg.

Aufrufe: 015.5.2023, 10:22 Uhr
Julian BetzlAutor