Noch mal kräftig ausholen - dann hätten es Trainer Michael Urbild (links) und sein Team des SV Hetzerath geschafft
Noch mal kräftig ausholen - dann hätten es Trainer Michael Urbild (links) und sein Team des SV Hetzerath geschafft – Foto: Sebastian J. Schwarz

Hetzerath und der Schwur nach dem 1:4 von Monzelfeld

Michael Urbild, Trainer des A-Liga-Spitzenreiters SV Hetzerath.

Ihre Mannschaft unterlag zuletzt der FV Hunsrückhöhe Morbach II überraschend mit 1:4. Wie kam der Ausrutscher zustande?

URBILD Wir haben gut angefangen, 1:0 geführt, befanden uns dann aber bei den ersten zwei Gegentoren im kollektiven Tiefschlaf. Einige Spieler hatten den Sieg wohl schon mental eingeplant. Wir wurden von Morbach überrascht und hatten Peter Coen nicht im Griff, der drei Tore gegen unsere manchmal unkonzentrierte Abwehr erzielen konnte. Die Niederlage war verdient. Es war ein gebrauchter Tag und ein Dämpfer zur richtigen Zeit.

Da auch die SG Moseltal Maring gegen Gonzerath (0:3) patzte und Veldenz nur 0:0 gegen Niederemmel spielte, hat Ihre Mannschaft aber weiterhin eine sehr gute Ausgangsposition. Mit einem Sieg am Sonntag gegen Neumagen können Sie alles klarmachen ...

URBILD Ja, das wollen wir auch. Doch wir müssen da ganz anders auftreten als gegen Morbach, das haben sich die Jungs ganz klar noch nach dem Spiel noch in der Vereinskneipe in Monzelfeld geschworen.

Wie bewerten Sie die Entwicklung seit dem Abstieg 2019 in die B-Liga?

URBILD Mit dem bitteren Abstieg wollten wir den personellen Umbruch einleiten. Das Team hat eine gute Altersstruktur, die Entwicklung war vorgezeichnet, ist aber bis noch nicht abgeschlossen. Die Mannschaft hat diszipliniert gespielt, war immer auf das nächste Spiel fokussiert und hat sich als Kollektiv gefestigt.

Ist schon irgendwas für mögliche Feierlichkeiten vorbereitet?

URBILD Von meiner Seite aus ist gar nichts vorbereitet. Genügend Bier ist immer vorhanden. Doch erst mal müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen, ehe gefeiert werden kann.

Wie sieht Ihre persönliche Zukunft in Hetzerath aus?

URBILD Unabhängig vom Aufstieg habe ich mit unserem Vorsitzenden Christian Höfig gesprochen und frühzeitig die Weichen gestellt, dass ich über den Sommer hinaus bleibe. Wir pflegen seit Jahren ein sehr gutes Verhältnis.

Interview: Lutz Schinköth

Aufrufe: 013.5.2022, 18:17 Uhr
Lutz SchinköthAutor