Im Bemühen, ohne Relegation die Liga zu halten, möchte die SpVgg Vohenstrauß (in Rot) aus Grafenwöhr Zählbares mitnehmen.
Im Bemühen, ohne Relegation die Liga zu halten, möchte die SpVgg Vohenstrauß (in Rot) aus Grafenwöhr Zählbares mitnehmen. – Foto: Josef Trummer

Grafenwöhr vs. Vohenstrauß - ein jeder verfolgt noch Ziele

Das Match der Garnisons- gegen die Pfalzgrafenstädter war schon immer ein interessanter Vergleich.

Für die einen geht es darum, vor der anstehenden Aufstiegsrelegation im Rhythmus zu bleiben, für die anderen, einen wichtigen Schritt zu tun, um den Klassenerhalt ohne "Überstunden" in trockene Tücher legen zu können. So dürfen sich die Fans am morgigen Samstag auf eine interessante Partie freuen, wenn der Rangzweite SV Grafenwöhr am heimischen Sportpark auf den Zwölften SpVgg Vohenstrauß trifft. Anstoß ist um 16.00 Uhr.

Zum letzten Heimspiel der Bezirksliga-Saison wartet auf die Mannschaft von Trainer Martin Kratzer mit der SpVgg Vohenstrauß ein doch sehr unangenehmer Gegner, der alles dafür geben wird, auch nächstes Jahr fester Bestandteil der Bezirksliga sein zu dürfen. Vergangenen Mittwoch konnte die SV Grafenwöhr vorzeitig den Relegationsplatz sichern und hat nun mit der SpVgg Vohenstrauß einen Gegner vor der Brust, der definitiv in den letzten beiden Saisonspielen voll punkten muss, um sich auch nächstes Jahr Bezirksligist nennen zu dürfen. Vohenstrauß reist mit Rückenwind in die Garnisonsstadt, denn aus den vergangenen fünf Partien holte die SpVgg 10 wichtige Punkte und belegt derzeit mit 35 Zählern den 12. Tabellenplatz. Die Elf von Coach Martin Schuster muss unbedingt den vollen Ertrag einfahren, denn mit der punktgleichen SpVgg Schirmitz sitzt ihr der schärfste Konkurrent quasi tief im Nacken sitzen. Ein Sieg ist also mehr als Pflicht, um der Abstiegsrelegation aus dem Weg zu gehen.

Die SV Grafenwöhr will die Umsetzung dieses Vorhabens allerdings verhindern, möchte mit einem Heimsieg die doch sehr gute Saisonleistung abschließen und sich damit bei allen treuen Zuschauern und Fans bedanken. Dafür ist aber einiges von Nöten, denn dass die Pfalzgrafenstädter ein durchaus unangenehmer Gegner sein können, haben die unzähligen Aufeinandertreffen mehr als bewiesen. So endete das Hinspiel im vergangenen Oktober mit einem 1:1 Unentschieden. Luca Reiß war da bereits in der fünften Spielminute zur Stelle und markierte das 1:0 aus Grafenwöhrer Sicht, kurz nach der Halbzeit musste man dann den Gegentreffer hinnehmen.

Martin Kratzer war nach dem Spiel gegen Schlicht froh, vorzeitig den 2. Tabellenplatz gesichert zu haben: „Wir haben gegen Schlicht die Aufgabe erfüllt und uns vorzeitig den Relegationsplatz gesichert. Besonders in der 2. Hälfte haben wir eine sehr gute und konzentrierte Leistung abgeliefert und zwei wunderschön herausgespielte Tore erzielt“. Kratzer gab aber auch die Ziele für den Saisonendspurt klar vor: „Wir werden auch gegen Vohenstrauß mit viel Kampfgeist und Ehrgeiz auf den Platz gehen, um in Hinblick auf die anstehende Relegation unsere Form zu stabilisieren. Zudem wollen wir das vorerst letzte Heimspiel der regulären Saison mit einem Heimerfolg abschließen und die drei Punkte am Sportpark behalten.“(fdr)

Drei Spiele, drei Siege – mit dieser tollen Serie konnte die SpVgg Vohenstrauß in den letzten Wochen im Abstiegskampf der Bezirksliga Nord sukzessive Boden gut machen. Der Lohn der Mühen: Der direkte Klassenerhalt ist in den verbleibenden zwei Partien aus eigener Kraft möglich. Nun gilt es, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen und die Spannung hochzuhalten.

Mit dem schweren Auswärtsspiel in Grafenwöhr bietet sich dazu eine hervorragende Möglichkeit. Auch wenn vor dem „Endspiel“ kommende Woche gegen die SpVgg Schirmitz an diesem Spieltag noch keine Entscheidung erreicht werden kann, will die Schuster-Truppe dennoch etwas Zählbares mitnehmen und sich in eine günstige Ausgangsposition bringen. Dabei haben die Gastgeber nichts zu verschenken und werden ihr letztes Heimspiel sicher mit aller Macht gewinnen wollen.

Dennoch zeigt sich Coach Martin Schuster optimistisch und blickt voller Zuversicht auf das Spiel: „Wir wissen, dass Grafenwöhr, gerade zu Hause, enorm stark ist. Allerdings haben wir in den letzten Wochen wiederholt gezeigt, dass wir mit jedem Gegner in der Liga mithalten können, wenn es uns gelingt, 90 Minuten an die Belastungsgrenze zu gehen. Daher rechnen wir uns auch in Grafenwöhr etwas aus!“(mwr)

Aufrufe: 013.5.2022, 14:00 Uhr
Flo Danninger / Markus Wildenauer / Werner SchaupeAutor