2024-02-23T08:22:50.674Z

Spielbericht
Julio Molongua belohnte sich für seinen nimmermüden Einsatz mit dem Ausgleichstreffer.
Julio Molongua belohnte sich für seinen nimmermüden Einsatz mit dem Ausgleichstreffer. – Foto: SpVg. Porz

SpVg. Porz: Ein Unentschieden, das es in sich hatte

Bei der SpVg. Porz gab es bisher nur hop oder top, Sieg oder Niederlage. Erst im ersten Spiel der Rückrunde gab es das erste Unentschieden für die Mannschaft von Jonas Wendt - das 1:1-Unentschieden gegen den favorisierten SV Bergisch Gladbach hatte es aber in sich.

Porz erwischte den besseren Start. Ein Freistoß von Etienne Kamm zischte hauchzart am Tor vorbei (11.), ein Fernschuss von Gero Pletto verfehlte ebenfalls sein Ziel (16.). Dann aber übernahmen die Gäste die Spielkontrolle. Sehr ballsicher und aggressiv drängten sie auf den Führungstreffer. Der Porzer Stürmer Amadou Camara half am eigenen Strafraum aus und klärte den Ball mit einer sicheren Grätsche zur Ecke. Der schlecht positionierte Schiedsrichter, der mit seinem Team einen gebrauchten Tag erwischt hatte, was sich später noch bestätigen sollte, entschied auf Foulspiel und Freistoß für Bergisch Gladbach (25.). Während der Schiedsrichter beim Freistoßpfiff falsch gestanden hatte, stand die Porzer Defensive beim anschließenden Freistoß mindestens ebenso falsch. Claudio Heider zirkelte den Ball gekonnt, aber nicht unhaltbar zum 0:1 in die Maschen (0:1). Der Gast blieb anschließend spielbestimmend, verpasste es aber, das 0:2 zu erzielen, hatte aber auch Glück, als ein Porzer Konter so gerade eben noch geklärt werden konnte (41.).

Die zweite Halbzeit bot dann ein ganz anderes Bild. Mit unbändigem Einsatz und starkem Willen drängten die Porzer Spieler auf den Ausgleich. Zwar hatte Bergisch Gladbach die ein oder andere Konterchance, aber die Porzer Abwehr um den kampfstarken Ibuki Noguchi, den souveränen André Rosteck und den schier unüberwindbaren Jan Bruns war stets Herr der Lage. Als der Gast in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor, war es Etienne Kamm, der den Ball abfing und sehr klug auf Julio Molongua ablegte. Der unermüdliche Kämpfer Molongua beendete seinen Torfluch und netzte wuchtig zum Ausgleich ein (68.). Dieser Treffer schockte die Spieler des SV Bergisch Gladbach sichtlich. Sie verloren endgültig die Spielkontrolle und konnten sich beim Schiedsrichtergespann bedanken, das mehrfach - aus Sicht der Porzer völlig unverständlich - auf Abseits gegen die Heimmannschaft entschied. Auch neutrale Zuschauer waren erstaunt, dass das Gespann nie auf die Ballabgabe, sondern stets auf die Ballannahme reagierte. So wurde auch der eigentlich reguläre Führungstreffer der Porzer durch Soufian Amaadacho aberkannt (74.).

Dann gab es die Chance für die Gäste, das Spiel doch noch in ihre Richtung zu entscheiden. Nach einem langen Ball eilte der Porzer Torhüter aus seinem Tor, um zu klären. Er traf den Ball, möglicherweise auch den Gegner. Der Schiedrichter jedenfalls entschied auf Elfmeter für Bergisch Gladbach und ließ sich auch durch wütende Proteste nicht von dieser Entscheidung abbringen. Aber die Gerechtigkeit siegte: Dominique Mittenzwei hielt den gar nicht schlecht geschossenen Elfmeter grandios (77.). Fast im direkten Gegenzug wurde Amadou Camara freigespielt und konnte nur durch ein Foulspiel am Torschuss gehindert werden. Der Gästespieler Andy Habl sah für diese Aktion die Rote Karte (78.). Der anschließende Freistoß verpuffte leider. In den letzten zehn Minuten wogte das Spiel dann hin und her, schließlich pfiff der Schiedsrichter das aufregende Spiel mit dem gerechten Unentschieden ab.

Trainer Jonas Wendt lobte sein Team: "Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit eine Top-Leistung gezeigt. Deshalb ist das Unentschieden mehr als verdient, sogar ein Sieg wäre möglich gewesen. Mit dem Punkt können wir trotzdem sehr gut leben. Darüber hinaus freue ich mich besonders, dass Baran Tatu nach zwei Kreuzbandrissen und über zwei Jahren Pause heute sein Comeback feiern konnte."

Aufrufe: 03.12.2023, 20:05 Uhr
SpVg. PorzAutor