Im Hinspiel kassierte der SV Schwarzhofen um Kapitän Christoph Gietl (links) in Ränkam eine 1:3-Niederlage. Am Sonntag will der SVS den Spieß umdrehen.
Im Hinspiel kassierte der SV Schwarzhofen um Kapitän Christoph Gietl (links) in Ränkam eine 1:3-Niederlage. Am Sonntag will der SVS den Spieß umdrehen. – Foto: Jessy Sorgenfrei

Schwarzhofen braucht einen Heimsieg

Gegen den direkten Mitkonkurrenten FC Ränkam wäre ein Dreier für den SVS von großer Bedeutung. Die beiden Mannschaften aus Wernberg-Köblitz haben stattdessen echte Kaliber vor der Brust.

Der TSV Detag Wernberg empfängt am Samstag Spitzenreiter Luhe-Wildenau, der FC Wernberg muss am Sonntag beim Tabellenzweiten in Schlicht ran.

Nach dem Ausfall des Nachbarschaftsduells in Schwarzhofen und dem überraschenden 2:1-Erfolg des FC Weiden-Ost gegen den SV Hahnbach rutschte der TSV Detag Wernberg letzte Woche wieder auf einen direkten Abstiegsplatz. Daher steht die Truppe von Josef Holler zum Rückrundenstart mit dem Rücken zur Wand. Hier wartet auf die Lila-Weißen jedoch eine Mammutaufgabe, denn es gastiert der Spitzenreiter aus Luhe-Wildenau in Unterköblitz. Josef Holler sieht die Rollen klar verteilt, dennoch will seine Truppe das Feld nicht kampflos räumen: „Wenn wir als Mannschaft funktionieren und die Fehlerquote deutlich reduzieren, sehe ich uns nicht chancenlos.“ Voraussetzung dafür sei natürlich „unbändiger Wille und der nötige Mut“, dem Gegner alles abzuverlangen. Eine große Herausforderung wird es natürlich, die top besetzte Offensive um Nico Argauer, Ludwig Tannhauser und Co. in Schach zu halten. Allerdings kann Holler erneut nicht auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, was die Aufgabe nicht einfacher macht. Alles andere als ein Gästesieg wäre daher als Überraschung zu werten.

Beim FC Wernberg war die Enttäuschung nach der unnötigen 3:4-Niederlage in Raigering riesengroß, denn dadurch haben die Grün-Weißen eine große Chance verpasst, sich von der Abstiegszone und damit auch von den „Panduren“ abzusetzen. Entsprechend bedient war natürlich auch Coach Christian Zechmann: „Diese Niederlage haben wir uns komplett selbst zuzuschreiben. Wir haben den Gegner agieren lassen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, Raigering hat mehr Willen gezeigt. Das ist einfach nur ärgerlich.“ Symptomatisch war für Zechmann der entscheidende Gegentreffer zum 3:4 nach einer Standardsituation, wo sich keiner seiner Schützlinge für den Gegenspieler zuständig fühlte. Hier erwartet er schleunigst wieder ein anderes Auftreten, ansonsten befürchtet er im Gastspiel beim Tabellenzweiten 1. FC Schlicht Schlimmes: „Wenn wir dort wieder so auftreten, werden wir unser blaues Wunder erleben.“ Grundsätzlich könne seine Truppe befreit auflaufen, denn alles andere als ein Heimsieg wäre eine Überraschung. Allerdings müsse seine Truppe sämtliche Grundtugenden zeigen, um es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Dass der FCW dies kann, hat er oft genug bewiesen. Christian Zechmann erwartet aber, dass dies wieder umgesetzt wird, dann sei auch in Schlicht ein Punktgewinn drin.

Der SV Schwarzhofen ist nach zahlreichen sieglosen Spielen und der Spielabsage am vergangenen Wochenende wieder im Tabellenkeller angekommen. Von daher sind vor allem die nächsten beiden Duelle gegen die direkten Konkurrenten FC Ränkam und SG Chambtal richtungsweisend für die Blau-Weißen. Im Heimspiel gegen den FC Ränkam zählen für Interimscoach Christoph Danner daher nur drei Punkte: „Die Trainingswoche war gut, die Jungs sind sehr fokussiert auf das Duell. Wir müssen uns jetzt endlich für den Aufwand belohnen. Auch für den Kopf wäre ein Erfolgserlebnis enorm wichtig.“ Das Hinspiel ging noch mit 1:3 verloren, dafür will sich der SVS revanchieren. Gelingt ein Sieg, wäre man wieder bis auf einen Zähler am FC Ränkam dran; bei einer Niederlage würde der Rückstand hingegen auf sieben Punkte anwachsen. Verzichten muss das Trainertrio nach wie vor auf Michael Bogner, der Einsatz von Martin Weiß ist noch fraglich. Maximilian Lennert ist dagegen wieder fit.

Aufrufe: 021.10.2022, 16:45 Uhr
Tobias ZiereisAutor