2025-04-02T15:12:16.030Z 1743767575698

Ligavorschau
Nicht zu fassen: Freud und Leid liegen im Fußball nah beieinander. Jonas Greppmeir (im Hintergrund) durfte nach drei Monaten Verletzungspause am Dienstag sein Comeback feiern, wäre aber wohl am liebsten im Erdboden versunken, als er kurz vor Schluss das Kunsstück fertigbrachte, den Ball aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeizuschieben.
Nicht zu fassen: Freud und Leid liegen im Fußball nah beieinander. Jonas Greppmeir (im Hintergrund) durfte nach drei Monaten Verletzungspause am Dienstag sein Comeback feiern, wäre aber wohl am liebsten im Erdboden versunken, als er kurz vor Schluss das Kunsstück fertigbrachte, den Ball aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeizuschieben. – Foto: Imago Images

Schwabenritter: Nebengeräusche ausblenden - »Mich schockt nichts mehr«

Freitag - 17. Spieltag: Schwaben Augsburg reist zum FC Bayern II ins Grünwalder Stadion

Für mächtig Wirbel sorgte am gestrigen Mittwoch die Meldung, dass Türkgücü München Protest gegen die Spielwertung am 3. Oktober eingelegt hat, weil dem TSV Schwaben Augsburg ein Verstoß gegen die Regionalliga-Ordnung passiert sein soll (FuPa berichtete!). Den "Schwabenrittern" droht nun ein Punktabzug, ob noch weitere Partien betroffen sind, ist noch ungewiss. Von den unschönen Nebengeräuschen will sich der Aufsteiger aber nicht ablenken lassen, schließlich steht eines der Saison-Highlights am Freitagabend an: Unter Flutlicht im Grünwalder Stadion gegen die Jungprofis des FC Bayern - recht viel mehr geht nicht für einen Amateurverein...


Mit seinen 32 Jahren ist Max Wuschek für einen Funktionär noch blutjung, doch der Sportdirektor hat in seiner Laufbahn schon so einiges erlebt. Im Frühsommer hing die Regionalliga für Schwaben Augsburg wochenlang am seidenen Faden: Ist die 4. Liga stemmbar oder nicht? Das war die alles entscheidende Frage. Ganz Fußball-Bayern verfolgte gebannt die Entwicklungen bei den "Schwabenrittern". Wuschek und seine Mitstreiter hatten einige Steine aus dem Weg zu räumen und mussten die ein oder andere Nachtschicht einstreuen, bis endlich grünes Licht gegeben werden konnte. Eine Phase, die Wuschek geprägt hat, und das ist auch der Grund, warum er - zumindest äußerlich - einem drohenden Sportgerichtsverfahren gelassen entgegensieht. "Ich habe die nervenaufreibende Hängepartie um die Lizenzierung mitgemacht, mich schockt so schnell nichts mehr."

Trotz all der Störgeräusche will sich der Aufsteiger aufs Sportliche konzentrieren. "Wir lassen uns nicht ablenken, sind fokussiert und freuen uns einfach alle im Verein auf das Highlight im Grünwalder Stadion. Natürlich fahren wir als Außenseiter hin, aber der Saisonverlauf hat bislang gezeigt, dass auch die Bayern-Amateure verwundbar sind", meint Wuschek.

Der TSV will auf Giesings Höhen auch die 0:3-Niederlage vom Dienstag gegen den 1. FC Nürnberg II vergessen lassen. "So Spiele gibt es immer wieder mal. Symptomatisch war eine Szene kurz vor Schluss, als Jonas Greppmeir unbedrängt am leeren Kasten vorbeigeschossen hat. Wir hätten noch zwei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen." Apropos Greppmeir: Der Stürmer feierte gegen den "Club" nach knapp drei Monaten Verletzungspause sein Comeback. "Wir sind sehr froh, dass er wieder dabei ist", betont Wuschek. In München gehören auch die zuletzt gelbgesperrten Bastian Kurz und Maxi Heiß wieder dem Kader an. Einzig hinter dem Einsatz von Abwehrboss Benedikt Krug, der zuletzt auch gegen Nürnberg passen musste, steht noch ein Fragezeichen.

Aufrufe: 024.10.2024, 17:00 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor