Der SC Unterbach hat sich längst nicht aufgegeben.
Der SC Unterbach hat sich längst nicht aufgegeben. – Foto: Frank Vieten

SC Unterbach schöpft neuen Mut

Die Bezirksliga-Fußballer sehen sich auch in Nievenheim nicht chancenlos.

VdS 1920 Nievenheim – SC Unterbach. Dass sich die Wege derart trennen würden, das hatte beim SCU vor dem Start in die Saison niemand auf der Rechnung. Eher wähnten sich die Gastgeber gegen den seinerzeit frischgebackenen Aufsteiger leistungsmäßig auf Augenhöhe. Trotzdem war die 1:2-Heimniederlage durchaus zu verkraften. Nur, vor dem Auftakt in die Rückrunde zieren die Unterbacher mit gerade einmal sechs Punkten das Tabellenende in der Bezirksliga, Gruppe 1.

Die Linksrheinischen indes belegen mit 31 Zählern hinter dem designierten Aufstiegskandidaten Nummer eins, dem VfL Jüchen-Garzweiler, wenn auch mit neun Punkten Rückstand, Rang zwei.

Selbst wenn sich die Aussagen wiederholen, bleibt es dabei: Das Schlusslicht wirft die Flinte noch längst nicht ins Korn. Und wer weiß, vielleicht gelingt dem Außenseiter am Sonntag (vorgezogener Anstoß 14.15 Uhr) auf dem Sportplatz Südstraße ja ein ähnlicher Coup wie vor Wochenfrist mit dem 2:2 beim gefühlten Zweiten FC Kosova Düsseldorf, der noch mit drei weiteren Zählern aus der vor Wochen abgebrochenen Partie gegen den VfL Benrath kalkuliert.

„Im Hinspiel kassierten wir nach einer schwachen ersten, aber sehr ordentlichen zweiten Halbzeit, eine unnötige Niederlage. Wir wollen dem Gegner auch diesmal das Leben schwer machen. Wenn wir das genauso gut hinkriegen wie zuletzt gegen Kosova, in der Defensive und Mittelfeld kompakt auftreten und im Abschluss ein wenig mehr Glück haben, scheint mir die Hoffnung auf eine Punkteteilung durchaus realistisch“, betont SCU-Fußballchef Jörg Spanihel. Dass der ehemalige Oberligist nicht von ungefähr ganz oben in der Tabelle mitmischt, unterstreicht auch Ibo Cöl: „Da stehen neben anderen mit Kai Pelzer, dem zweifachen Torschützen aus dem Hinspiel Marvin Scholz oder dem torgefährlichen Marcus Buchen erfahrene, gute Leute im Team. Dennoch fahren wir nach dem Remis bei Kosova mit Selbstvertrauen nach Nievenheim. Die Jungs haben mit ihrem über 90 Minuten engagierten Auftritt gezeigt, dass sie selbst gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel keineswegs chancenlos sind.“

Dem Coach imponierte, wie sein Team nicht nur großes Engagement bewies, sondern auch taktisch diszipliniert über die gesamte Zeit zu Werke ging. Einen ähnlich starken Auftritt vorausgesetzt, traut Cöl seinen Schützlingen eine Menge zu: „Wir haben schon Kosova alles abverlangt. Daran wollen wir anknüpfen. Die Mannschaft hatte ein unverhofftes Erfolgserlebnis, glaubt wieder an sich und will jetzt nachlegen.“ Zum Beispiel in Person von Robin Herresbach, der den 1:1-Ausgleich markierte und dazu vorbildlich nach hinten arbeitete. Der 32-Jährige ist morgen als Sturmspitze gesetzt. Durch die Rückkehr der zuletzt fehlenden Leon Schilling und Torhüter Marlo Schmitz scheint der Kader ohnehin besser aufgestellt. Dem Trainer ist es recht, bieten sich ihm so doch personelle Alternativen.

Aufrufe: 03.12.2022, 20:15 Uhr
RP / Elmar RumpAutor