
Alemannia Aachen hoffte noch auf Platz vier, der F.C. Hansa Rostock schielte vor dem direkten Aufeinandertreffen sogar noch auf die Aufstiegsplätze. Beide Seiten dürften mit dem Spielausgang nicht besonders zufrieden sein. Denn das 1:1 in der zwischenzeitlichen Wasserschlacht vom Tivoli dürfte für die jeweiligen Ambitionen nicht sonderlich weiterhelfen. Der TSV Havelse ist nach dem 0:4 gegen den SC Verl nicht mehr zu retten. Auch der SSV Ulm darf sich nicht mal rechnerische Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Mit dem 0:2 gegen Viktoria Köln ist der Rückschritt in die Regionalliga besiegelt. Ohnehin stehen damit alle vier Absteiger fest. Durch die 1:6-Abreibung von Rot-Weiss Essen gegen den VfB Stuttgart II steht der VfL Osnabrück als Aufsteiger fest.
Nach anfänglicher Abtastphase setzte Saarbrücken das erste Ausrufezeichen. Tim Civeja fand mit seinem Zuspiel Kai Brünker, der cool zur Führung traf (23.). Auf diese konnte der FCS im zweiten Durchgang aufbauen. Brünker wurde im Zweikampf mit Oluwaseun Ogbemudia ein Strafstoß zugesprochen, den Florian Pick zum 2:0 verwandelte (55.). Viel mehr sollte nicht mehr kommen. Besonders, weil der SV Waldhof sich gegen die Niederlage nicht wirklich aufbäumen sollt. Saarbrücken hat durch die drei Punkte den Klassenerhalt sicher.
1. FC Saarbrücken – SV Waldhof Mannheim 2:0
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Philip Fahrner (19. Calogero Rizzuto), Joel Bichsel, Niko Bretschneider, Robin Bormuth, Patrick Sontheimer, Tim Civeja (32. Elijah Krahn), Sebastian Vasiliadis (73. Sven Sonnenberg), Kai Brünker (74. Amine Naïfi), Maurice Multhaup (74. Rodney Elongo-Yombo), Florian Pick - Trainer: Argirios Giannikis
SV Waldhof Mannheim: Thijmen Nijhuis, Lukas Klünter, Niklas Hoffmann, Oluwaseun Ogbemudia, Samuel Abifade, Janne Sietan (83. Julian Rieckmann), Maximilian Thalhammer, Diego Michel (60. Masca), Terrence Boyd (70. Nolan Muteba N'Tumba), Felix Lohkemper (83. Denis Kryeziu), Lovis Bierschenk (60. Emmanuel Iwe) - Trainer: Luc Holtz
Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)
Tore: 1:0 Kai Brünker (23.), 2:0 Florian Pick (55. Foulelfmeter)
Mit der Aussicht den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen, reiste die Bundesliga-Reserve der TSG Hoffenheim zum SSV Jahn Regensburg. Nach Abpfiff war dieses Unternehmen missglückt, könnte aber noch von Erfolg gekrönt werden, sollte der SSV Ulm am frühen Abend nicht über ein Unentschieden hinauskommen. Auf dem Platz konnte Oscar Schönfelder die erste Chance für sich verbuchen. Auf links geschickt, versuchte er TSG-Keeper Lukas Petersson zu überlupfen, es blieb aber beim Versuch (3.). Auf der Gegenseite flankte Alex Honajzer hoch in die Mitte, der Seitfallzieher von Deniz Zeitler landete aber genau in den Armen von Felix Gebhardt (4.).
In einem Duell auf Augenhöhe ging es in der Folge munter hin und her. Ein ungestümer Einsatz von Kelven Frees sorgte nach 20 Minuten für einen Foulelfmeter für den Jahn. Eric Hottmann ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte platziert ins rechte Eck. Keine zwei Minuten später hatte er die Gelegenheit auf den Doppelpack, sein Schuss wurde allerdings noch abgeblockt. Bis zur Pause sollte es weitere Großchancen für beide Mannschaften geben, die aber allesamt ungenutzt blieben. Mit unverändertem Personal und gleichbleibender Intensität ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Nach mehreren Wechseln wurde es etwas zerfahrener und die Torabschlüsse unpräziser. Somit sollte es bis in die Schlussphase dauern, ehe die Zuschauer weitere Tore zu sehen bekamen. In der 90. Minute stellte Florian Dietz auf 2:0 für den Jahn, Florian Bähr konnte in der letzten Minute der siebenminütigen Nachspielzeit zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, doch unmittelbar darauf erfolgte der Schlusspfiff. Auf der Rückfahrt nach Sinsheim dürften die TSG-Kicker mit großem Interesse verfolgen, was in Ulm passiert.
SSV Jahn Regensburg – TSG 1899 Hoffenheim II 2:1
SSV Jahn Regensburg: Felix Gebhardt, Benedikt Saller (85. Sascha Hingerl), Robin Ziegele (75. Phil Beckhoff), Oscar Schönfelder (85. Jakob Seibold), Leopold Wurm, Felix Strauss, Nicolas Oliveira, Nick Seidel (60. John Xaver Posselt), Noel Eichinger, Adrian Fein, Eric Hottmann (75. Florian Dietz) - Trainer: Sascha Hildmann
TSG 1899 Hoffenheim II: Lúkas Petersson, Kelven Frees, Luca Erlein (52. Natnael Abraha), Florian Bähr, Yannik Lührs, Diren Dagdeviren, Paul Hennrich (68. Tiago Poller), Alex Honajzer (76. Nader El-Jindaoui), Florian Micheler (76. Blessing Miguel Makanda), Ben Opoku (67. Jykese Fields), Deniz Zeitler - Trainer: Stefan Kleineheismann
Schiedsrichter: Sebastian Hilsberg (Grünstadt)
Tore: 1:0 Eric Hottmann (21. Foulelfmeter), 2:0 Florian Dietz (90.), 2:1 Florian Bähr (90.+7)
Mit einem von 30.000 Zuschauern prall gefüllten Tivoli war der Rahmen für ein stimmungsvolles Topspiel gegeben. Doch während die Fans auf den Rängen zu überzeugen wussten, spielte sich das Geschehen auf dem grünen Rasen zunächst noch zwischen den beiden Strafräumen ab. Nach einer halben Stunde meldeten sich die Alemannen im gegnerischen Strafraum an, Lars Gindorf scheiterte jedoch an Benjamin Uphoff (30.). Viel mehr fußballerische Action gab es zunächst nicht zu vermelden. Auch, da sich intensive Regenschauer über dem Tivoli ergossen. Kurz vor dem nominellen Halbzeitpfiff unterbrach Schiedsrichter Eric Weisbach gar die Partie für ein paar Minuten. Daraufhin mutierte die Partie zu einer Wasserschlacht, die Akteure rutschten nun regelmäßig weg, Chancen entstanden so zunächst eher per Zufallsprodukt. Profiteur war die Kogge. Jonas Dirkner steckte auf Maximilian Krauß durch, der alleine vor Fotios Pseftis cool ins Eck abschloss (42.).
Nach dem Seitenwechsel konnte sich der Rasen besser erholen, trocken war es aber noch lange nicht. Den Rostockern schienen die Begebenheiten weiterhin etwas besser zu liegen ohne dabei besonders gefährlich zu werden. Nach gut einer Stunde sollte den Kaiserstädtern eine Standardsituation in die Karten spielen. Petros Bagkalianis wurde bei einem Eckball klar von Dirkner umklammert und so zu Fall gebracht. Die Entscheidung zum Strafstoß war unstrittig. Und Top-Torjäger Gindorf ließ sich das nicht nehmen und schloss sicher ins Eck ab (59.). Beide Seiten wechselten in der Folge offensiv, doch tendenziell ergriff die Kogge in der Schlussphase die Initiative. Die finale Chance verpasste der eingewechselte Andreas Voglsammer (90.), wodurch sich die Kontrahenten mit einer Punkteteilung begnügen müssen.
Alemannia Aachen – F.C. Hansa Rostock 1:1
Alemannia Aachen: Fotios Pseftis, Matti Wagner, Joel Da Silva Kiala, Pierre Nadjombe, Petros Bagkalianis, Faton Ademi (88. Niklas Castelle), Danilo Wiebe, Lars Gindorf, Mehdi Loune, Jonas Oehmichen, Mika Schroers (88. Omar Sillah) - Trainer: Mersad Selimbegovic
F.C. Hansa Rostock: Benjamin Uphoff, Nico Neidhart (64. Benno Dietze), Ahmet Gürleyen, Florian Carstens, Lukas Wallner, Viktor Bergh (78. Andreas Voglsammer), Marco Schuster, Jonas Dirkner (64. Christian Kinsombi), Lukas Kunze (83. Kenan Fatkic), Maximilian Krauß, David Hummel (64. Emil Holten) - Trainer: Daniel Brinkmann
Schiedsrichter: Eric Weisbach (Halle (Saale))
Tore: 0:1 Maximilian Krauß (42.), 1:1 Lars Gindorf (59. Foulelfmeter)
Das Kapitel 3. Liga ist für den TSV Havelse nach nur einem Jahr wieder beendet. Durch die deutliche 0:4-Pleite beim SC Verl besteht auch rechnerisch nun keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Nach einem zerfahrenen Beginn mit vielen Foul-Unterbrechungen, entwickelte sich mehr und mehr das erwartete Duell. Der SCV kontrollierte den Ball, ließ den Gegner laufen, fand aber in der Offensive die Lücke nicht. So dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe der erste Torschuss notiert werden konnte. Der Versuch von Jonas Arweiler stellte TSV-Keeper Norman Quindt allerdings vor keine große Herausforderung (28.). Es war wie die Initialzündung, die die Verler Offensive gebraucht hatte.
Aus spitzem Winkel scheiterte Berkan Taz (31.), Martin Ens versuchte es spitzbübisch von der Mittellinie und noch einmal Taz zwang Quindt zu einer starken Parade (43.). Die sich abzeichnende Verler Führung gab es kurz vor der Pause. Nach einer Ecke stand Oualid Mhamdi am zweiten Pfosten völlig frei. Der Außenverteidiger zog direkt ab und ließ dem Schlussmann keine Chance (44.). Fünf Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt und die sollten es noch einmal in sich haben. Ein Steilpass auf Taz legte der in die Mitte auf Marco Wörner, dem es unter Druck gelang auf 2:0 zu erhöhen (45.+1). Kurz darauf leitete ein langer Ball von Taz den nächsten Treffer ein. Das Spielgerät fand zunächst Wörner, der das Auge für den besser postierten Arweiler hatte. Aus kurzer Distanz musste der nur noch den Fuß hinhalten (45.+5). Dreifach wechselte Havelse in der Pause, der erhoffte Effekt stellte sich jedoch nicht ein. Stattdessen versenkte Mhamdi mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel den Ball zum 4:0 (49.). Der TSV gab sich nicht auf, konnte der Verler Spielfreude jedoch kaum etwas entgegensetzen. Einen weiteren Torerfolg sollte es bis zum Schlusspfiff aber nicht mehr geben, wenngleich es einige Großchancen für den SCV zu verzeichnen gab.
SC Verl – TSV Havelse 4:0
SC Verl: Philipp Schulze, Fynn Otto, Niko Kijewski (69. Michel Stöcker), Oualid Mhamdi (78. Tobias Knost), Martin Ens, Yari Otto (69. Julian Stark), Berkan Taz, Almin Mesanovic, Dennis Waidner (41. Fabian Wessig), Jonas Arweiler (69. Alem Japaur), Marco Wörner
TSV Havelse: Norman Quindt, Besfort Kolgeci, Emre Aytun, Leon Sommer (88. Timo Friedrich), Semi Belkahia, Dennis Duah (45. Robin Müller), Julian Rufidis (45. Noah Plume), Julius Düker, Nassim Boujellab, Lorenzo Paldino (88. Temilola Awoyale), Christopher Schepp (45. Marko Ilic)
Schiedsrichter: Fabienne Michel
Tore: 1:0 Oualid Mhamdi (44.), 2:0 Marco Wörner (45.+1), 3:0 Jonas Arweiler (45.+4), 4:0 Oualid Mhamdi (49.)
1860 kam zu den ersten nennenswerten Gelegenheiten. Zunächst kam Florian Niederlechner in vielversprechender Position nicht ganz dran (9.), woraufhin der ehemalige Bundesligaspieler an Toni Stahl scheiterte (11.). Darüber hinaus war es eine lockere Angelegenheit zwischen den beiden Teams. Beinahe aus dem Nichts dann die Schnüdel: Sebastian Müller bugsierte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie (27.). Die direkte Antwort wurde durch Sigurd Haugen verpasst, der Norweger traf jedoch nur Aluminium (29.). Direkt darauf bot sich dem Stürmer die nächste Möglichkeit. Im Strafraum traf er mit einem wuchtigen Abschluss ins Kreuzeck (31.).
Im zweiten Durchgang tat sich nicht besonders viel. Für Schweinfurt hätte Kristian Böhnlein nach einem Konter treffen können, prallte jedoch an Thomas Dähne ab (59.). Toni Stahl konnte nach einer missglückten Ballannahme noch im letzten Moment auf der Linie klären (67.). 1860 war in der Schlussphase etwas stärker, konnte sich aber nicht mehr belohnen. So trennen sich die beiden Seiten schiedlich und friedlich mit einem Remis, was für das Tableau ohnehin keine nennenswerte Aussagekraft hat.
1. FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München 1:1
1. FC Schweinfurt 05: Toni Stahl, Luca Trslic, Nick Doktorczyk, Leonard Langhans (80. Michael Dellinger), Lucas Zeller, Nikolaos Vakouftsis, Kristian Böhnlein (63. Joshua Endres), Devin Angleberger, Sebastian Müller, Tim Latteier, Nico Grimbs (63. Johannes Geis)
TSV 1860 München: Thomas Dähne, Sean Dulic (61. Marvin Rittmüller), Tim Danhof, Raphael Schifferl, Manuel Pfeifer, Siemen Voet, Thore Jacobsen, Kevin Volland (76. David Philipp), Damjan Dordan (76. Xaver Kiefersauer), Florian Niederlechner (61. Patrick Hobsch), Sigurd Haugen (90. Justin Steinkötter)
Schiedsrichter: Timon Oliver Schulz (Lehrte) - Zuschauer: 9036
Tore: 1:0 Sebastian Müller (27.), 1:1 Sigurd Haugen (31.)
SSV Ulm 1846 Fußball – Viktoria Köln 0:2
SSV Ulm 1846 Fußball: Christian Ortag, Jonathan Meier (33. Felix Vater), Niklas Kölle, Lukas Mazagg, Marcel Seegert (73. Abu-Bekir El-Zein), Dennis Dressel, Mirnes Pepic, Dennis Chessa, Lucas Röser (64. Mateo Mrden), Elias Löder, Evan Brown (75. Ensar Aksakal)
Viktoria Köln: Arne Schulz, Verthomy Boboy (89. Leander Popp), Joel Agyekum, Simon Handle, Tobias Eisenhuth, Lucas Wolf, Taylan Duman (66. Florian Engelhardt), Robin Velasco (80. Soichiro Kozuki), David Otto, Leonhard Münst (80. Frank Ronstadt), Jakob Sachse (66. Joel Vega Zambrano)
Schiedsrichter: Niclas Rose (Neukloster) - Zuschauer: 7934
Tore: 0:1 Leonhard Münst (72.), 0:2 Soichiro Kozuki (81.)
VfB Stuttgart II – Rot-Weiss Essen 6:1
VfB Stuttgart II: Jerik von der Felsen, Maximilian Herwerth, Leny Meyer (81. Abdenego Nankishi), Alexander Groiß (29. Tim Köhler), Nicolas Sessa, Christopher Olivier, Mirza Catovic, Julian Lüers (59. Yanik Spalt), Noah Darvich, Justin Diehl (59. Mohamed Sankoh), Jeremy Arevalo (81. Paulo Fritschi) - Trainer: Nico Willig
Rot-Weiss Essen: Jakob Golz, José-Enrique Rios Alonso, Lucas Brumme, Michael Schultz, Michael Kostka (46. Nils Kaiser), Jannik Hofmann (85. Tobias Kraulich), Ruben Reisig (73. Danny Schmidt), Torben Müsel, Kaito Mizuta (73. Kelsey Owusu), Marek Janssen, Marvin Obuz (46. Jaka Cuber Potocnik) - Trainer: Uwe Koschinat
Schiedsrichter: Assad Nouhoum (Oberweikertshofen)
Tore: 1:0 Nicolas Sessa (24. Foulelfmeter), 2:0 Nicolas Sessa (45.+1), 3:0 Jeremy Arevalo (56.), 4:0 Mohamed Sankoh (61.), 5:0 Jeremy Arevalo (78.), 6:0 Jeremy Arevalo (81.), 6:1 Jaka Cuber Potocnik (90.+3)
37. Spieltag
08.05.26 FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg
09.05.26 VfL Osnabrück - SSV Ulm 1846 Fußball
09.05.26 FC Energie Cottbus - SV Wehen Wiesbaden
09.05.26 F.C. Hansa Rostock - VfB Stuttgart II
09.05.26 Rot-Weiss Essen - SC Verl
09.05.26 TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
09.05.26 SV Waldhof Mannheim - SSV Jahn Regensburg
10.05.26 TSV Havelse - 1. FC Schweinfurt 05
10.05.26 Viktoria Köln - Alemannia Aachen
10.05.26 TSG 1899 Hoffenheim II - 1. FC Saarbrücken
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