2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Regionalliga-Prognose: Eimsbütteler TV oder TuS Dassendorf?

Oberliga Hamburg: Die TuS Dassendorf hat zwar das Topspiel beim Eimsbütteler TV gewonnen, der ETV bleibt aber im Rennen um die Regionalliga Nord im Vorteil. Das Restprogramm von Dassendorf, das auch noch ein Nachholspiel hat, ist leichter - und auf den Spitzenreiter wartet das vermutliche Entscheidungsspiel gegen den TSV Sasel.

von red · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Kopf an Kopf um den Regionalliga-Aufstieg.
Kopf an Kopf um den Regionalliga-Aufstieg. – Foto: IMAGO / Niklas Heiden

Oberliga Hamburg: Der ETSV Hamburg spielt im Rennen um die Regionalliga-Relegation keine Rolle, weil keine Meldung erfolgt ist. Damit läuft alles auf den Vergleich zwischen Eimsbütteler TV und TuS Dassendorf hinaus. Der ETV hat den Punktevorteil, Dassendorf das vermeintlich leichtere Restprogramm - und den frischen 1:0-Sieg im direkten Duell als Mutmacher.

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Der ETSV fällt aus der Rechnung heraus

Rein sportlich steht der ETSV Hamburg mit 71 Punkten mitten im Titelrennen der Oberliga Hamburg. Für die Frage, wer an der Relegation zur Regionalliga Nord teilnimmt, ist der Tabellenzweite aber nicht relevant, weil der Verein nicht gemeldet hat. Deshalb reduziert sich die entscheidende Frage auf zwei Klubs: den Eimsbütteler TV und die TuS Dassendorf.

Der ETV führt dieses lizenzrelevante Rennen mit 72 Punkten an. Dassendorf steht bei 67 Zählern, hat allerdings noch ein Spiel mehr zu absolvieren. Der Abstand beträgt also fünf Punkte - bei maximal sechs Punkten für Eimsbüttel und maximal neun Punkten für Dassendorf. Genau darin liegt die Spannung.

Eimsbüttel hat den Vorsprung - aber kein Selbstläufer-Restprogramm

Der größte Vorteil des Eimsbütteler TV ist offensichtlich: Der Tabellenführer muss nicht mehr rechnen, wenn er seine beiden Spiele gewinnt. Dann wäre Dassendorf unabhängig von den eigenen Ergebnissen nicht mehr vorbeizuziehen.

Allerdings ist das Restprogramm nicht ohne Risiko. Zunächst geht es auswärts zum SC Vorwärts/Wacker Billstedt, der mit 37 Punkten zwar im unteren Mittelfeld steht, aber immer wieder unangenehme Spiele geliefert hat. Nicht zuletzt hat Billstedt den ETSV im Lotto-Pokal-Halbfinale geschlagen. Danach wartet am letzten Spieltag der TSV Sasel, aktuell Sechster, offensivstark und tabellarisch anspruchsvoller als viele andere Gegner in dieser Phase.

Dazu kommt: Der ETV hat zuletzt nicht mehr ganz die Aura der Unantastbarkeit ausgestrahlt. Das 3:3 gegen SC Victoria und die 0:1-Niederlage gegen Dassendorf haben gezeigt, dass auch der Spitzenreiter verwundbar ist. Der Vorsprung bleibt komfortabel, doch der Druck ist nicht mehr theoretisch, sondern real.

Dassendorf braucht fast den perfekten Lauf

Für die TuS Dassendorf ist die Rechnung komplizierter, aber nicht aussichtslos. Das Restprogramm liest sich auf dem Papier machbar: Heimspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen (17.), Auswärtsspiel beim FK Nikola Tesla (15.) und zum Abschluss zu Hause gegen HEBC Hamburg (13.).

Das ist der große Hoffnungspunkt. Alle drei Gegner stehen in der unteren Tabellenhälfte, zwei davon sogar deutlich im Abstiegskampf. Wenn Dassendorf alle drei Partien gewinnt, steigt der Druck auf den ETV enorm. Dann müsste Eimsbüttel aus den letzten beiden Spielen weiter liefern, um nicht noch abgefangen zu werden.

Gleichzeitig hat Dassendorf sich die komfortablere Ausgangslage durch die Niederlage gegen TuRa Harksheide selbst genommen. Ohne diesen Ausrutscher wäre die Rechnung deutlich enger. Deshalb gilt: Die Mannschaft von Özden Kocadal darf sich keinen weiteren Punktverlust mehr erlauben.

Direkter Sieg als Mutmacher

Ein wichtiger weicher Faktor spricht allerdings für Dassendorf: Der direkte Vergleich mit dem Eimsbütteler TV ging gerade erst an den Verfolger. Das 1:0 beim Tabellenführer war sportlich nicht nur ein Auswärtssieg, sondern auch ein Signal an die Konkurrenz - und an sich selbst. Dassendorf hat bewiesen, dass der Rückstand nicht zwingend Ausdruck eines Qualitätsunterschieds ist.

Gerade in einer engen Schlussphase kann so ein Ergebnis Wirkung entfalten. Der ETV hat zwar weiterhin den klaren Punktevorteil, dürfte die Niederlage aber nicht vollständig ausblenden können. Für Dassendorf dagegen ist der Auswärtssieg ein Mutmacher: Die Mannschaft weiß, dass sie den direkten Konkurrenten geschlagen hat und mit einem perfekten Endspurt noch einmal maximalen Druck aufbauen kann.

Prognose: Vorteil ETV, aber Dassendorf lebt

Die Tendenz spricht trotz des schwereren Restprogramms weiter für den Eimsbütteler TV. Fünf Punkte Vorsprung zu diesem Zeitpunkt sind ein starkes Polster, zumal der ETV alles in eigener Hand hat. Zwei Siege - und die Diskussion ist beendet.

Dassendorf hat aber das leichtere Programm und den psychologischen Schub aus dem direkten Duell. Drei Siege sind Pflicht, dazu braucht es mindestens einen Ausrutscher des ETV. Realistisch ist deshalb: Eimsbüttel geht als Favorit in die Schlussphase, Dassendorf bleibt der gefährliche Verfolger. Es läuft auf eine Entscheidung am letzten Spieltag hinaus - und hier könnte Sasel zum Showstopper werden.

Die Wahrscheinlichkeit liegt aktuell beim ETV. Aber die Oberliga Hamburg hat in den vergangenen Wochen oft genug gezeigt, wie schnell der Wind dreht.

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