
Concordia Hamburg hat nach einer starken Hinrunde unter Trainer Baris Saglam zehn Punkte Vorsprung und wird vermutlich die Landesliga Hansa als Meister Richtung Oberliga als direkter Rückkehrer verlassen. Gut, dass es diesen Vorsprung gibt, denn nach der überraschenden Trennung von Coach Saglam ist dieser doch wieder im Amt. Auch seine Kündigung sei nicht rechtens gewesen. Wer weiß, welche Folgen diese Unruhen noch haben können.
Zum Jahreswechsel hatte sich noch eine Vereinsmitteilung von Cordi wie ein Lauffeuer durch Hamburg verbreitet, denn die Trennung von Saglam soll die Folge einer Neuausrichtung gewesen sein. Auch einen Nachfolger hatte der Landesliga-Tabellenführer praktischer Weise schon parat: Der ehemalige Regionalliga-Spieler Niklas Kiene kommt von Nikola Tesla aus der Oberliga Hamburg - oder auch nicht?
Denn wie Transfermarkt berichtet, haben Schatzmeister Olaf Friedrichs und Vizepräsident Younes Marquardt die Kündigung von Trainer Saglam für unwirksam erklärt. Konkret heißt es: „Im Zusammenhang mit der jüngst veröffentlichten Mitteilung zur angeblichen Trennung von unserem Trainer möchten wir als Schatzmeister und Vizepräsident des Vereins eine klare und unmissverständliche Richtigstellung vornehmen. Die ausgesprochene Kündigung ist nicht wirksam. Der Trainer bleibt im Amt. Der Verein hält ausdrücklich an ihm fest.“
Saglam sei im Verein absoluter anerkannt, leiste gute Arbeit und habe in einer schwierigen Phase nach dem Abstieg einen herausragenden Job geleistet. "Diese Entwicklung ist das Ergebnis von Überzeugung, Fachlichkeit und Führungsstärke – aber auch von Eigenschaften wie Respekt, Loyalität, Verantwortungsbewusstsein und echter Verbundenheit. Genau diese Werte stehen seit jeher für unseren Verein und werden von ihm tagtäglich vorgelebt. Aus diesem Grund setzen wir bewusst auf Kontinuität und sind fest davon überzeugt, den eingeschlagenen Weg gemeinsam erfolgreich fortzusetzen", heißt es weiter. Die Spieler sollen ferner für einen Verbleib des Trainers gekämpft haben.
Da stellt sich also die Frage, wie denn überhaupt eine Stellungnahme im Vereinsnamen verfasst werden und der Trainer gekündigt werden kann. Friedrichs und Marquardt stellen laut TM klar, "dass die entstandene Unruhe nicht aus dem sportlichen Bereich oder der Mannschaft heraus resultiert, sondern vielmehr auf uneinheitliche Vorgehensweisen innerhalb der Vereinsorganisation zurückzuführen ist". Scheinbar gab es einen nichtberechtigten Alleingang durch Vizepräsident Manuel Demir.
Im Februar soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung auch über diesen Vorgang gesprochen werden. Gut möglich, dass sich das Führungsteam des Vereins dann verändern wird. Das Image von Concordia Hamburg hat nach diesem Wirrwarr extrem gelitten, einen weiteren Verlierer gibt es mit Kiene ebenfalls, denn er wird offenbar kein Trainer werden. Wie es mit ihm weitergeht, ist offen. Für Baris Saglam ist es derweil ein Erfolg auf ganzer Linie, denn er ist ein Hauptfaktor, warum Cordi von der direkten Rückkehr in die Oberliga Hamburg träumen darf - und das weiter mit ihm in der ersten Reihe.
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