2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligavorschau
Kann der SV Raigering (in Weiss) den Tabellenführer stürzen und selbst den "Platz an der Sonne" einnehmen?
Kann der SV Raigering (in Weiss) den Tabellenführer stürzen und selbst den "Platz an der Sonne" einnehmen? – Foto: Redaktion Regensburg

Panduren gegen Bergsteig - mehr Spitzenspiel geht nicht

Ein Nachbarderby, das zudem das Topduell zwischen den beiden die Liga anführenden Teams ist.

Alle Blicke sind am 16. Spieltag der Kreisliga Süd in den Pandurenpark in Raigering gerichtet, wo bereits am Samstag um 14 Uhr das Topduell zwischen dem gastgebenden Sportverein (2./32) - aktuell der "Vize" - und dem Tabellenführer SV Inter Bergsteig Amberg angepfiffen wird. Beide Mannschaften - vor der Saison schon zum Favoritenkreis gezählt - stehen nicht umsonst "ganz oben", spielen sie doch bislang eine beeindruckende Saison. Die Mannen von Helmut Jurek reisen als auswärtsstärkstes Team die wenigen Kilometer an und werden natürlich versuchen, die "Pole" zu verteidigen. Für den SVR, der sich nach leichten anfänglichen Eingewöhnungsproblemen eine Etage tiefer erheblich steigern konnte, erzeugt die Möglichkeit, den Gegner bei einem Sieg an der Tabellenspitze abzulösen, sicherlich zusätzliche Motivation. Eine äußerst interessante Partie darf erwartet werden, in der die Tagesform und Kleinigkeiten sicher eine Rolle spielen werden.

Ums nackte Dasein dagegen geht es am Sonntag auf dem Sportgelände des SV Köfering am Fliederweg, wo im Kellerduell der Gastgeber (11./17) mit der DJK Ensdorf (13./14) die Klingen kreuzt. Ein "Sechs-Punkte-Spiel" ohne Zweifel für beide Kontrahenten. Bei einem Heimsieg könnte die Kramer-Elf den Keil zur Abstiegszone etwas dicker werden lassen, bei einer Niederlage würde der Gast nach Punkten gleichziehen, der SV würde endgültig im Abstiegssumpf stecken und die Mannen von Oliver Eckl könnten im besten Fall nach unendlich langer Zeit die Direktabstiegsplätze verlassen.

Mit dem wichtigen 3:1-Erfolg gegen Köfering verschaffte sich der FCN etwas Luft und möchte nun im zweiten Heimspiel in Folge bestenfalls nachlegen. Die Gäste allerdings kommen nach neun Punkten in Folge bei einem Torverhältnis von 5:0 mit breiter Brust und wollen ihre Serie natürlich fortsetzen. Eine spannende Partie ist zu erwarten.

"Wieder vor heimischer Kulisse die gleiche Einstellung wie letzte Woche an den Tag legen - wenn meine junge Truppe das wieder hinbekommt, wird gegen Utzenhofen auch etwas möglich sein", sagt FCN-Coach Christian Ringler.

Gästetrainer Marius Ehrnsperger weiß, dass er und die Seinen vor einer heiklen Aufgabe stehen: "Am Sonntag geht's nach Neukirchen, wo es immer schwer zu spielen ist, da der FCN sehr heimstark und momentan auch gut drauf ist. Dennoch bin ich zuversichtlich, wenn wir wieder alles in uns rausholen, dass wir auch dort wieder Punkte holen werden. Denn das ist und muss auch unser Ziel sein, da die Tabelle weiterhin sehr eng ist. Ich erwarte ein enges Spiel, in dem jeder als Sieger vom Platz gehen will und kann."

"Es ist angerichtet!". Im Topspiel der Runde 16 peilen beide Mannschaften einen Sieg an, wie die Verantwortlichen in ihren ausführlichen Statements erklären:

"Ich denke die Zuschauer dürfen sich am Samstag auf ein Spitzenspiel freuen, dessen Ausgang total offen ist. Beide Mannschaften scheinen aktuell am konstantesten zu sein und stehen deshalb momentan auch ganz oben. Wir wollen natürlich von Beginn an zeigen, dass wir unbedingt den Dreier zu Hause behalten möchten. Ebenso wissen wir aber auch, dass Bergsteig über extrem starke Einzelspieler verfügt und unsere junge Truppe an ihr absolutes Maximum gehen muss", so Florian Hiltl, Sportlicher Leiter der Panduren.

"Seit dem Hinspiel haben beide Mannschaften sich gut entwickelt. Wir haben die letzten fünf Spiele gewonnen, Raigering hat eine Serie mit bisher nur einer Niederlage vorzuweisen. Erster gegen Zweiter, die beste Abwehr gegen den besten Sturm, darüber hinaus noch ein Derby. Die Fakten sprechen also für sich. Dementsprechend wird es heiß hergehen am Samstag. Kleinigkeiten können schon den schon den Unterschied ausmachen. Raigering hat viele junge und gut ausgebildete Spieler, denen es heißt, Paroli zu bieten. Wir haben diese Woche das Training anpassen müssen, weil wir einige angeschlagene Spieler haben. Unser Ziel ist es sicherlich ungeschlagen zu bleiben und unsere Serie auszubauen. Wir wissen aber auch, dass wir einen guten Tag brauchen, um in Raigering zu bestehen", sagt der Co-Trainer des Tabellenführers, Waldemar Waschkau.

Sieben Plätze liegen zwischen dem letztjährigen Meister und dem "Vize" der Kreisklasse Süd. Während der Gastgeber dick im Abstiegskampf steckt, tummeln sich die Hüttenstädter im ruhigen Fahrwasser des Klassements. So ist die Ausgangslage klar: Kastl braucht die Punkte dringend zum Überleben, die Gäste wollen sich mit Zählbarem im gesicherten Mittelfeld einnisten. Zudem will die Bäumler-Crew Revanche nehmen für die 1:2-Niederlage im Hinspiel.

"Am Wochenende steht uns ein sehr wichtiges Spiel bevor. In Hinblick auf die Tabelle wäre ein Sieg unfassbar wichtig und uns genügend Luft von den Abstiegsplätzen her verschaffen. Da wir noch was aus dem Hinspiel gut zu machen haben, werden wir alles für einen Sieg in die Waagschale schmeissen", so Gästetrainer Christoph Bäumler.

Den Abstand zur Abstiegszone größer werden lassen, will die Vit-Truppe durch einen Heimsieg im Match gegen den Tabellenvierten. Der allerdings ist immer noch in Schlagweite zu den ganz vorderen Plätzen und will dies auch nach den 90 Minuten noch sein.

"Am Sonntag gegen Königstein wollen wir zuhause drei Punkte. Wir hoffen, dass alle angeschlagenen Spieler wieder zur Verfügung stehen werden und wir wieder unsere Offensivstärke zeigen können", erklärt SVF-Coach Marek Vit.

"Nicht einfach wird es für uns in Freudenberg. Die Heimmannschaft hat sicherlich mehr Potenzial, als es der aktuelle Tabellenstand derzeit aussagt. Für uns heißt es in Freudenberg, hellwach zu sein, dann können wir auch was Zählbares mitnehmen", so TSV-Trainer Roland Winkler.

Nach dem 1:3 in Neukirchen ist die Lage für die Kramer-Elf ernster denn je. Gerade einmal zwei Punkte rangiert man vor dem Relegationsplatz, da ist ohne Wenn und Aber ein Heimsieg gegen die auf Platz 13 stehenden Gäste vonnöten. Deren Leistungskurve zeigte zuletzt nach oben, so ist das Selbstbewußtsein von Oliver Eckl & Co. groß genug, um in Köfering - an alter Wirkungsstätte des Trainers - nicht leer auszugehen.

"Nach einer absolut unnötigen Niederlage am vergangenen Wochenende kommt nun wieder ein direkter Konkurrent nach Köfering. Es gibt nicht viel zu reden oder zu analysieren, wir müssen auf dem Platz zeigen, was Sache ist. Wir wollen die Punkte in Köfering behalten und dafür um jeden Zentimeter kämpfen und unseren Fußball durchziehen", gibt sich Dennis Kramer, Coach des SVK entschlossen.

"Natürlich ist das Auswärtsspiel gegen Köfering richtungsweisend. In den vergangenen Spielen haben wir entsprechend punkten können. Der Trend zeigt, dass wir in diese Liga gehören. Somit muss gerade gegen einen direkten Konkurrenten Zählbares geholt werden, um auch in der Tabelle nach oben zu klettern. Ich freue mich natürlich auf meine alte Truppe bzw. meine ehemalige Wirkungsstätte. Meine Mannschaft muss sich endlich belohnen und die sich bietenden Chancen auch in Tore ummünzen. Spiele gewinnt nun mal die Mannschaft, die auch mehr Tore erzielt", sagt DJK-Chefanweiser Oliver Eckl.

Der 3:1-Sieg in Haselmühl hat den TuS WE wieder ins gesicherte Mittelfeld vorrücken lassen. Dort gilt es, sich einzunisten, ein Heimerfolg gegen den Aufsteiger würde dies unterstützen. Die immer noch eine beeindruckende Saison spielenden Gäste haben in den letzten drei Partien zwei Mal verloren, was sie im Dreikampf "ganz oben" ein wenig Boden hat verlieren lassen. Um diese Entwicklung zu stoppen, wird der FCE in Hirschau auf Sieg spielen, wohlwissend, dass der Gastgeber Revanchegelüste entwickeln wird.

"Das Hinspiel haben wir 5:0 verloren und da man sich in einer Saison immer zweimal sieht, gibt es dazu nichts weiteres zu sagen. Der Rasen wird grün sein und die Dusche lauwarm. Wer von unseren Spielern keinen Bock hat, das Ergebnis wieder gerade zu biegen, ist am Sonntag fehl am Platz", so die deutlichen Worte von Oliver Lassmann, Coach der Kaoliner.

"Hirschau hat sich nach mässigem Saisonstart in der Tabelle nach oben gekämpft und zuletzt regelmässig gepunktet. Insofern wird es für uns ein schweres Auswärtsspiel, in dem wir wieder alles in die Waagschale werfen müssen, um in die Erfolgsspur zurückzukehren", sagt FCE-Trainer Stephan Schmeller.

Gegen einen Gast, der zuletzt vier Mal in Folge verloren hat und mittlerweile im Abstiegskampf angekommen ist, möchte die Heimelf den dritten Saisondreier einfahren. Ein voller Ertrag würde die Situation im Keller um einiges verbessern und beispielsweise den Relegationsplatz in erreichbare Nähe bringen. Die Gäste wollen natürlich ihre Mißerfolgsserie stoppen, um die Talfahrt in der Tabelle endlich zu beenden.

"Nach den nicht so guten Leistungen zuletzt wollen wir nun im Spiel gegen Hahnbach wieder ein anderes Gesicht zeigen. Hahnbach ist ein direkter Konkurrent, wir erwarten deshalb ein sehr umkämpftes Spiel. Wir wollen uns nun aber endlich wieder belohnen und werden alles für die Punkte geben", so ASV-Coach Bernd Scheibel.

Aufrufe: 03.11.2023, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor