2024-02-23T08:22:50.674Z

Ligabericht
Der SV Michaelpoppenricht (in Rot) will ab der Saison 2024/25 neue Wege gehen, gründet er doch eine Spielgemeinschaft mit dem derzeitigen Ligakonkurrenten aus Traßlberg.
Der SV Michaelpoppenricht (in Rot) will ab der Saison 2024/25 neue Wege gehen, gründet er doch eine Spielgemeinschaft mit dem derzeitigen Ligakonkurrenten aus Traßlberg. – Foto: Lukas Scherr

„MiPo“ und Traßlberg planen SG ab Saison 2024/25

Die beiden Südkreisklassisten SV Michaelpoppenricht und SVL Traßlberg verbindet schon eine gemeinsame Jugendarbeit – Jetzt plant man, dass auch die Seniorenteams ein gemeinsames Trikot tragen

Beginnend mit der Spielzeit 2024/25 wollen sich der SV Michaelpoppenricht und der SVL Traßlberg zu einer Spielgemeinschaft zusammenschließen. In der Winterpause würden nun Gespräche geführt werden, in denen alle Einzelheiten, wie diese SG aussehen soll, geklärt würden, wie SVL-Vorsitzender Thomas Grabinger (55) gegenüber „onetz“ berichtet.

Fest steht, dass eine erste und eine zweite Mannschaft aus den Spielern der beiden Vereine gemeldet werden soll. Bereits seit 2016 arbeiten die beiden Clubs im Jugendbereich zusammen, ab den C-Junioren gehört auch der TuS Rosenberg zu diesem Zusammenschluss. Hauptgrund für die Planung, nun auch im Bereich der Herrenmannschaften ein gemeinsames Trikot zu tragen, wäre einen Überbau für die Jugend zu schaffen. Etwa 200 Kinder könnten damit weiterhin in ihrer Heimat Fußball spielen, was einen Schritt für die Zukunft bedeuten würde, erklärt der Vorstand des SVM, Sven Schmidt (35).

Bevor man diesen Schritt ginge, gebe es noch viel zu klären, aktuell sei gefühlt alles noch offen, so der Vereinsboss von „Mipo“ weiter. Eine Fusion der beiden Vereine wäre allerdings kein Thema, bisher sei nur geklärt, dass es eine Spielgemeinschaft geben werde. Die habe im Juniorenbereich die positive Auswirkung gebracht, dass von der F- bis zur A-Jugend alle Altersklassen besetzt seien.

Einer der vielen offenen Punkte wäre nun zum Beispiel, in welchen Spielklassen dann die beiden Herrenmannschaften ab dem Juli 2024 an den Start gehen würden, sagt der Traßlberger Vorstand Thomas Grabinger. Sein Verein, aktuell auf Rang 8 in der Kreisklasse Süd des Fußballkreises Amberg/Weiden, ist auf dem besten Wege, den Ligaerhalt zu schaffen. Und auch Ligakonkurrent SV Michaelpoppenricht – derzeit auf Platz neun – hat ebenfalls gute Chancen auf den Erhalt der Klasse. Wenn nun die zweite Mannschaft von Michaelpoppenricht – derzeit Tabellenführer in der B-Klasse – aufsteigen würde, dann könnte die Spielgemeinschaft eine Mannschaft in der Kreisklasse melden und eine in der A-Klasse, erklärt Grabinger. Wo die neue SG dann ihre Heimspiele austragen würde, gilt es auch noch festzulegen. Hier gibt es Gedanken, dass einmal sowohl erste als auch die zweite Mannschaft in Traßlberg spielen und zwei Wochen später dann in Michaelpoppenricht, also der Spielort regelmäßig wechsle. Aber auch das sei noch nicht festgeklopft.

Auch wie sich die neue Spielgemeinschaft dann genau bezeichne, gelte es noch festzulegen. Grundsätzlich stehe immer der federführende Verein an erster Stelle des Namens - dieser melde auch beim BFV die SG an. So werde entweder eine SG Michaelpoppenricht/Traßlberg oder eine SG Traßlberg/Michaelpoppenricht an den Start gehen, weiß Grabinger. Aktuell würde der Kader für beide Mannschaften über rund 45 Spieler verfügen. „Je nach dem, wie viele Spieler bei diesem Projekt tatsächlich dabei sind, kann man sich ja überlegen, vielleicht sogar drei Teams in einer Spielgemeinschaft zu melden“, geht der SVL-„Chef“ im Gespräch mit FuPa sogar noch einen Schritt weiter. Dies und vieles andere würden die Gespräche der Verantwortlichen in den nächsten Wochen nun klären. So auch, wer dann die sportliche Verantwortung als Coach übernehme. Aktuell ist Alexander Heldrich der Trainer des SVL, Donald Jakob ist der Übungsleiter beim SV Michaelpoppenricht.

Zwölf Jahre ist es her, da hätten beide Vereine schon einmal den Versuch unternommen, zusammen zu gehen, eine Fusion stand im Raum. Da dies damals gescheitert sei, wolle man das Ganze nun anders angehen, sagt Grabinger. Es gehe nun einzig und allein um eine Spielgemeinschaft und die solle auch funktionieren, was sich beiden Vereinsvorsitzenden wünschen. Denn sowohl beim SV Michaelpoppenricht als auch beim SVL Traßlberg stehen im kommenden Frühjahr Neuwahlen an. Man habe schon einmal vorgefühlt, wer dann weitermachen würde, denn nicht, dass in der Winterpause etwas beschlossen werde und dann käme alles anders, erklärt Thomas Grabinger abschließend.

Aufrufe: 04.12.2023, 08:00 Uhr
Werner SchaupertAutor