2024-06-12T11:40:35.807Z

Ligavorschau
Kann die SG Paulsdorf/Freudenberg III (grünes Trikot) verhindern, die Abstiegsrelegation zum zweiten Mal in Folge bestreiten zu müssen?
Kann die SG Paulsdorf/Freudenberg III (grünes Trikot) verhindern, die Abstiegsrelegation zum zweiten Mal in Folge bestreiten zu müssen? – Foto: Lukas Scherr

KK Süd: Aufstiegs- und Abstiegsrelegant werden ermittelt

Zwei Teams haben die Vizemeisterschaft im Visier, deren drei werden alles dafür tun, um auf sicherem Untergrund die Saison zu beenden.

Finale auch in der Kreisklasse Süd des Spielkreises Amberg/Weiden. Gesucht wird noch der Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation, also das Team, das hinter "Goliath Upo" als Vizemeister die Ziellinie überquert und offen ist noch, wer als Zwölftplatzierter in die kräfteraubenden Zusatzschichten muss, um den Ligaerhalt noch in trockene Tücher legen zu können.

"Oben" hat die Germania aus Amberg (2./52) die besten Karten, ihr anvisiertes Ziel zu realisieren, geht sie doch nach dem Sieg im Topduell in Ursensollen mit einem Punkt Vorsprung gegenüber dem SV Etzelwang (3./51) an die finale Aufgabe heran. Die Hausaufgabe beschert beiden Rivalen nun am Sonntag jeweils ein Team aus dem unteren Tabellenbereich. Während die Roth-Crew auf die noch um den direkten Klassenerhalt buhlende SG Paulsdorf (11./23) trifft und damit die wesentlich schwerere Aufgabe vor sich hat, empfängt der SVE das Schlußlicht aus Ebermannsdorf (14./6), welches das Spiel am letzten Wochenende absagen musste. Trifft nun - was relativ unwahrscheinlich sein wird - der Fall ein, dass beide Team punktgleich sind, schlägt das Pendel zugunsten der Etzelwanger aus, die beide Matches im direkten Duell gewonnen haben.

Nun noch der Blick nach "unten": Paulsdorf also vor der "Riesenaufgabe" bei der Germania, die Konkurrenz aus Kümmersbruck (12./22) zuhause gegen den SVL Traßlberg (9./29), eine - betrachtet man den Tabellenstand - "einfachere" Aufgabe. Bleibt noch der SV 08 Auerbach II (10./25), der in Ammerthal bei der Bayernligareserve auch vor einer hohen Hürde steht. Punktgleich könnten nun einmal Paulsdorf und Kümmersbruck werden, der Vorteil läge da beim TSV, der nach 1:1 zuhause bei der SG mit 4:3 gewann, also den direkten Vergleich für sich entscheiden würde. Betrachten wir noch den Fall der Punktgleichheit Kümmersbruck/Auerbach: Direkter Vergleich endet Unentschieden, aktuelles Torverhältnis TSV minus 38, SV 08 minus 33, Vorteil also für Auerbach.

Interessantes am Rande: Ein "spezielles Spiel" erlebt noch der scheidende Spielertrainer des SV Michaelpoppenricht, Donald Jakob. Er verabschiedet sich von der Mannschaft und den Fans in der Partie gegen den SV Kauerhof, die Truppe, bei der er ab Juni die sportlichen Geschicke leiten wird.

Im Überblick die Matches am letzten Spieltag der Kreisklasse Süd:

Nach dem starken Start in die Restrückrunde mit dem Sieg in Ammerthal und dem Remis gegen die Germania hat der TSV nur noch einen Punkt aus den restlichen fünf Partien abschöpfen können. Der "Aufzug nach unten" hat nun auf dem Relegationsplatz Halt gemacht, nur ein Dreier hilft, um von dort in letzter Sekunde noch weg zu kommen. Die Amberger Germania muss allerdings dann auch Hilfestellung leisten und Paulsdorf besiegen.

"Nachdem wir in den letzten Wochen unseren kleinen Vorsprung verspielt haben hilft uns nur noch ein Sieg und der auch nur, wenn Paulsdorf nicht gewinnt! An dieser Situation sind wir selbst schuld, nun erwarte ich von der Mannschaft, dass sie Charakter, Kampf, Moral und Teamgeist zeigt", so TSV-Coach Günter Grießhammer.

Von den drei Mannschaften, die um zwei Plätze auf dem rettenden Ufer fighten, hat der SVA die besten Karten, sich direkt zu retten. Sicherlich hängen die Trauben bei der Bayernligareserve hoch, doch ist man in der Bergstadt zuversichtlich, den Deckel auf den Klassenerhalt zu legen, indem man dem Gastgeber einen Zähler abknöpft.

"Wir haben uns in den Spielen davor eine gute Ausgangsposition für den finalen Spieltag geschaffen. Jetzt heißt es, nochmal alle Kräfte zusammennehmen und Zähne zusammenbeißen für das letzte Spiel in Ammerthal. Ein Punkt würde genügen, aber darauf wollen wir nicht spekulieren", so SVA-Coach Thomas Grüner vor seinem letzten Spiel an der Außenlinie, falls die Seinen nicht in die Relegation müssen.

Für beide Mannschaften steht in dieser Partie viel auf dem Spiel. Beide müssen gewinnen, um die eigenen Ziele zu verwirklichen. Die Germania will die Vizemeisterschaft, die Gäste wollen die Teilnahme an der Abstiegsrelegation abwenden und den direkten Klassenerhalt. Beide müssen also auf Sieg spielen, mehr Spannung geht wohl kaum.

"Nach dem Ursensollen-Spiel haben wir das nächste Endspiel im Kampf um die Aufstiegsrelegation. Wir müssen in diesem Spiel an unsere Grenzen gehen und auf alles gefasst sein. Ein Spiel einfach so im Vorbeigehen wird es nicht geben, dafür waren die Ergebnisse der Gäste in der Vergangenheit und vor allem das letzte gegen Ammerthal zu gut", so Germania-Coach Thomas Roth.

"Irre, wer hätte das gedacht, dass es in diesem Spiel am letzten Spieltag noch für beide Mannschaften um so viel geht. Beide Kontrahenten haben eine Pflichtaufgabe und wollen gewinnen. Es geht wahrscheinlich nicht darum, wer von Haus aus die bessere Mannschaft ist, sondern da entscheiden auch Dinge wie das Mentale und der Kopf. Wir sind sehr gut drauf und werden alles nur Mögliche dafür tun, um nicht in die Relegation zu müssen. Auf die anderen Mannschaften zu schauen, bringt nichts, wir müssen auf jeden Fall punkten. Ich freue mich auf die Partie, für eine solche trainiert man. Möge der Bessere oder vielleicht auch der Glücklichere in diesem Spiel gewinnen", so Gästetrainer Achim Beck.

Aufrufe: 010.5.2024, 15:00 Uhr
Werner SchaupertAutor