2026-05-15T09:36:57.455Z

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Meister Bamberg im Feiermodus! Gallier-Rausch vor Bayernligarelegation

„Absolut stolz“: Bamberg und Großbardorf mit Schützenfesten im Fernduell +++ Rimpar bietet Meister lange Paroli

von Boris Manz · Gestern, 22:27 Uhr · 0 Leser
– Foto: Andreas Roith

Das lange Zittern führte zur absoluten Torekstase: Im Fernduell um den Landesliga-Titel und den direkten Bayernliga-Aufstieg zeigten die DJK Don Bosco Bamberg und der TSV Großbardorf lange Zeit Nerven. Als die beiden Top-Teams ihre Anfangsnervosität aber erst einmal abgelegt hatten, brannten sie zum Saisonabschluss der Landesliga Nordwest ein wahres Torfeuerwerk ab.

Die Grabfeld Gallier fertigten die FT Schweinfurt am Ende furios mit 6:0 ab. Bamberg gewann mit 4:0 gegen einen sich aufopfernden ASV Rimpar. Die DJK kehrt damit nach drei Jahren in der Landesliga als Meister zurück in die Bayernliga. Für den TSV ist der Traum vom Wiederaufstieg indes noch nicht geplatzt: Der TSV trifft in der Bayernliga-Relegation auf den ATSV Erlangen, der den direkten Klassenerhalt selbst nur haarscharf verpasste.

DJK Don Bosco Bamberg zurück in der Bayernliga – Nüßlein "absolut stolz"

Carsten Nüßlein, Trainer der DJK Don Bosco Bamberg: „Zum Spiel gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Letztendlich war es ein hochverdienter Sieg, wir haben das Ding souverän nach Hause geschaukelt. Jetzt ist erst mal Feiermodus angesagt! Ich bin absolut stolz auf die Mannschaft.

Wir waren vor der Saison sicherlich der Aufstiegsfavorit, waren aber nach dem dritten Spieltag fast schon frühzeitig tot. Aber so, wie wir das Ding am Ende gezogen haben, kann das einfach nicht unverdient sein. Definitiv nicht! Wir haben allein zehn Punkte gegen den Tabellenzweiten und -dritten geholt und uns die direkten Duelle geschnappt."

Mathias Schmelzeisen, Sportlicher Leiter des ASV Rimpar: „Wir hatten uns viel vorgenommen und sind auch sehr gut in die Partie gekommen. In der ersten Viertelstunde hatten wir viel Ballbesitz, kriegen dann aber nach einem Fehler im Spielaufbau das 0:1. Trotzdem hatten wir danach weiterhin mehr Spielanteile als der Gegner, ohne am Ende zwingend vor dem Tor zu sein. Bis zum Sechzehner haben wir sehr gut kombiniert. Man hat gemerkt, dass Bamberg extrem nervös war, uns ist es aber nicht gelungen, klar zum Abschluss zu kommen.

In der zweiten Halbzeit haben wir es noch einen Tick offensiver versucht. Nach dem 0:2 kurz nach dem Wechsel war natürlich allen klar, dass es super schwer wird. Wir haben trotzdem weitergespielt, kriegen dann aber direkt danach das 0:3. Im Anschluss hatten wir noch einen Pfostenschuss durch Lukas Behringer und er ist auch noch einmal allein auf den Torwart zugelaufen, konnte die Chance aber leider nicht nutzen. Hinten raus machen sie dann per Elfmeter noch das 0:4.

Am Ende des Tages hat sich Bamberg aufgrund seiner individuellen Stärke durchgesetzt. Das Ergebnis ist vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen, aber insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt von unseren Jungs. Am Ende hat man einfach gesehen, dass das die beste Mannschaft der Liga ist. Sie sind individuell super besetzt und hatten trotz der Nervosität die Qualität, ihre Chancen eiskalt zu nutzen.“

Nächster Halt Bayernliga-Relegation: Großbardorf schießt Schweinfurt nach der Pause ab

Robert Keiner, Trainer des TSV Großbardorf: „In der ersten Halbzeit hat Schweinfurt versucht, sehr kompakt zu verteidigen – mit allen Mann in der eigenen Hälfte. Da haben wir nicht so richtig die Lösung gefunden, weil wir ehrlicherweise zu langsam und zu ungenau gespielt haben. Uns hat ein bisschen die Dynamik gefehlt, und man hat den Spielern die Nervosität aufgrund dieser finalen Spieltagssituation angemerkt.

In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen was korrigiert. Wir haben deutlich strukturierter und schneller gespielt und es immer wieder gut hinbekommen, die Schweinfurter Reihen auseinanderzuziehen. Aufgrund der zweiten Hälfte ist der Sieg am Ende auch in der Höhe hochverdient.

Es hört sich bei so einem deutlichen Erfolg vielleicht blöd an, aber wir haben in der zweiten Halbzeit sogar noch eine Großzahl an extrem guten Chancen liegenlassen. Die zweite Hälfte war fußballerisch, von der Dynamik und von der ganzen Art und Weise her komplett anders als die erste und deutlich besser. So ist dann letztendlich auch dieses klare Ergebnis entstanden.“

Die weiteren Duelle am 34. Spieltag der Landesliga Nordwest: