2024-04-12T13:41:07.504Z

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Zeigte erneut einen starken Auftritt im Trikot des VfL Vichttal: Zugang Emeraude Kongolo.
Zeigte erneut einen starken Auftritt im Trikot des VfL Vichttal: Zugang Emeraude Kongolo. – Foto: Dagmar Meyer-Roeger
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Mehr Dynamik und mehr Energie

Fußball-Mittelrheinliga

Der VfL Vichttal entscheidet in der Fußball-Mittelrheinliga das neu angesetzte Spiel gegen Bonn-Endenich mit 2:0 für sich.

Es war genau das Mentalitätsspiel zwischen dem VfL Vichttal und dem FV Bonn-Endenich, das Vichttals Coach Andi Avramovic im Vorfeld erwartet hatte. Bekanntlich war das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Fußball-Mittelrheinliga Anfang Dezember beim Stand von 4:1 für Vichttal wegen Schneetreibens nach 73 Minuten abgebrochen und am Ostermontag vom Verband neu angesetzt worden. Nun mussten sich die Vichttaler die Punkte erneut holen, die man eigentlich gefühlt schon auf dem Konto hatte, und der 2:0 (0:0)-Sieg wurde zu einem Stück harte Arbeit. Eine erste Halbzeit ohne nennenswerte Torchancen, und trotzdem war Vichttals Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Die Partie war zwar chancenarm, aber von der Dynamik und der Energie her, die wir auf den Platz gebracht haben, in Ordnung“, befand der 47-Jährige, der Spielstruktur und Tempo seiner Mannschaft hervorhob.

Erschwerend kam beim dritten Kräftemessen hinzu, dass Endenich nun nach dem tatsächlichen Rückzug von Glesch-Paffendorf und dem angekündigten von Freialdenhoven diesmal noch echte Chancen sah, nicht der eine Absteiger zu sein, der noch gesucht wird. So verteidigten die Gäste leidenschaftlich und aufwendig im 5-4-1-System, ständig auf die eine Konterchance lauernd. Und die ergab sich nach dem Seitenwechsel dann auch plötzlich, als Yuito Nakamura lang geschickt allein auf Vichttals Torwart Niklas Herceg zulief und der erneut starke VfL-Verteidiger Emeraude Kongolo in letzter Sekunde den Ball sauber von hinten weggrätschen konnte (56.). Vichttals Antwort war die eines Topteams, denn nur eine Minute später spielten sich Kai Bösing und Alexander Dollhopf durch den gegnerischen Strafraum, Bösings Flanke landete auf dem Kopf von Nick Gerhards, der die 1:0-Führung besorgte.

Tor Nummer zwei, das gleiche Strickmuster: Fabio Ferreira-Böcker passte im Vichter Strafraum auf Hannes Viehweger, der unbedrängt aus kurzer Entfernung neben das Tor schoss. Und im direkten Gegenzug lupfte VfL-Torjäger Tugay Temel den Ball gefühlvoll zum 2:0 über den gegnerischen Torhüter (76.). Davor hatte Temel aus drei Metern nur den Pfosten getroffen und eine Ecke von Bösing war auf der Latte gelandet (63./76.), danach scheiterte Sinan Ak am Endenicher Torhüter. „Im zweiten Durchgang hatten wir dann mehr Präsenz vor dem gegnerischen Tor, initiiert durch unser Mittelfeld-Dreieck“, war Avramovic zufrieden. Und da der Schiedsrichter diesmal erst nach 90 Minuten abpfiff, waren es Spieler und Zuschauer ebenfalls.

Vichttal: Herceg – Seke (46. Ailiesei), Emeraude, Dollhopf, Cetin – Ruhrig (84. Behr), Gerhards – Ioannidis, Bösing (83. Dumslaff), Ak -Temel (89. Kollias)

Aufrufe: 02.4.2024, 09:29 Uhr
Aachener ZeitungAutor