
Die Trennung zwischen dem Oststeinbeker SV und Martin Sobczyk hat in den vergangenen drei Wochen für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun hat sich der Trainer bei Transfermarkt ausführlich zu seinem Abschied geäußert - und dabei vor allem strukturelle Themen in den Mittelpunkt gestellt.
„Die Entscheidung ist über einen längeren Zeitraum gewachsen“, erklärt Sobczyk und macht deutlich, dass es sich nicht um eine kurzfristige Reaktion gehandelt habe. Rückblickend sei er selbstkritisch: „Rückblickend hätte ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt konsequenter reagieren müssen, gerade bei Themen, die ich schon zu Saisonbeginn kritisch gesehen habe.“
Zwar habe es noch einmal ein Gespräch mit den Verantwortlichen gegeben, „in dem auch Fehler eingeräumt wurden“, doch aus seiner Sicht sei dieser Schritt „zu spät“ gekommen. Besonders deutlich wird Sobczyk bei den grundlegenden Rahmenbedingungen: „Hinzu kamen wiederholt Situationen, in denen es an grundlegenden Dingen wie Vertrauen, Verlässlichkeit und klaren Absprachen gefehlt hat.“
Sein Fazit fällt entsprechend klar aus: „Irgendwann erreichst du als Trainer den Punkt, an dem du merkst, dass es nicht mehr zu deinen eigenen Ansprüchen passt. Und bevor man anfängt, sich zu verbiegen oder Dinge schönzureden, ist ein klarer Cut die einzig konsequente Entscheidung.“
Ende März hatte der Verein die Trennung offiziell bestätigt. In einer Mitteilung hieß es: „Nach intensiven und ereignisreichen drei Jahren endet die gemeinsame Zeit mit unserem Cheftrainer Martin Sobczyk.“ Gleichzeitig dankte der Klub ausdrücklich für die geleistete Arbeit.
Sobczyk hatte den Wunsch geäußert, sein Amt niederzulegen, während der Verein im Zuge der sportlichen Entwicklung ebenfalls eine „neue Richtung“ einschlagen wollte. Besonders bemerkenswert: Nach dem Abstieg aus der Landesliga Hansa 2023/24 führte Sobczyk den OSV direkt zur Meisterschaft in der Bezirksliga - und damit zurück in die Liga. In der aktuellen Saison kämpft der Aufsteiger jedoch um den Klassenerhalt. Mit nur 21 Punkten und einer sieglosen Bilanz im Jahr 2026 rutschte die Mannschaft auf Rang zwölf ab.
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