Vierfachtorschütze Luca Schmitt
Vierfachtorschütze Luca Schmitt – Foto: Archiv

Luca Schmitt schnürt den Viererpack

St. Wendels Stürmer trifft gegen Habach viermal

Zum Vorrundenabschluss rappelte es wie so oft ordentlich in der Kiste. Die meisten Treffer fielen am Freitagabend in der Partie SV Habach - FC Blau-Weiß St. Wendel. Lediglich eine Nullnummer gab es - und dies überraschend, denn Humes punktete bei der zuletzt sehr formstarken SG Bostalsee. Verdienter Herbstmeister ist die SG Nohfelden-Wolfersweiler. Die Mannschaft von Trainer Peter Krämer fuhr gegen die SG Oberkirchen/Grügelborn einen 3:1-Sieg ein und überwintert dadurch auf Platz eins.

Spiel der Woche: SV Habach - FC Blau-Weiß St. Wendel 5:7 (2:4). Was für ein Spektakel!!! Trotz dichten Nebels am Freitagabend im Habacher Waldstadion behielten die Spieler den Durchblick. Einer besonders, und das war St. Wendels Mittelstürmer Luca Schmitt, er traf insgesamt viermal.

Den Auftakt machte Teamkollege Christian Thul bereits nach zwei Minuten. Thul nutzte dabei ein Missverständnis zwischen Habachs Torwart Torben Welter mit einem seiner Innenverteidiger. Doch die Freude über die frühe Führung währte nicht lange, denn bereits sechs Minuten später schoss Kevin Martin aus 14 Metern zum Ausgleich ein, nachdem die Gäste eine Ecke nicht ordentlich geklärt bekamen. Martins Schuss wurde noch leicht abgefälscht und so hatte Blau-Weiß-Keeper Tobias Ring keine Abwehrmöglichkeit. Und es sollte noch besser kommen für das Team von Spielertrainer Clemens Baltes. Eine schöne Kombination schloss Luis Nomine mit der Habacher 2:1-Führung ab (14.). Sechs Minuten danach wurde Quentin Dosenbach 20 Meter vor dem Strafraum zu Fall gebracht, was direkten Freistoß zur Folge hatte. St. Wendels Spezialist hierfür ist Daniel Bernard. Und in der Tat: Bernard legte sich die Kugel zurecht, zog ab und der Ball schlug im Winkel zum 2:2 ein. Danach hatte Luca Schmitt seinen ersten Auftritt. St. Wendels "Neuner" kam nach einer gelungenen Kombination an den Ball und drosch selbigen mit voller Wucht aus 14 Metern in die Habacher Maschen. Das Netz hielt stand - was für ein Glück! Und Schmitt legte nach. Christian Thul flankte über links, Habach bekam das nicht ordentlich geklärt und Schmitt machte aus kurzer Entfernung das 4:2 für St. Wendel. Mit diesem Ergebnis gings in die Pause.

Aus der kamen die Gäste besser heraus. Drei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Christian Thul mit seinem zweiten Treffer auf 5:2 für die Kreisstädter, die es im Gefühl der sicheren Führung danach etwas schleifen ließen. Dies wurde bestraft. Zunächst geriet eine Habacher Flanke von links etwas zu lang, der zweite Versuch - diesmal von rechts - passte. Luis Nomine köpfte in der Mitte zum 3:5 ein. Sebastian Dynus verwandelte anschließend einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter zum 4:5, bevor Till Schlichter den Ausgleich erzielte: Schuss Habach: Parade Torwart Ring, Schuss Habach: Pfosten, Schuss Habach: Pfosten, Schuss Schlichter: 5:5 (74.). Was für ein Tohuwabohu!

Sollte die Partie nun endgültig kippen? Das Gegenteil war der Fall. Nur zwei Minuten nach dem Habacher Ausgleichstreffer brachte Luca Schmitt seine Farben endgültig auf die Siegerstraße. Aus 18 Metern wuchtete Schmitt die Kugel unhaltbar in die Habacher Maschen und schließlich schloss Schmitt einen Konter, nach Querpass von Thul zum 5:7-Endstand ab. Das Endergebnis eines klasse Spiels, in dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen.

Aufrufe: 014.11.2022, 09:19 Uhr
Michael MeiserAutor