2024-06-21T12:12:50.142Z

Ligavorschau
Abstieg nicht mehr abzuwenden: Michael Mayer-Nosbüsch und seine SG Kyllburg müssen nächste Saison in der A-Klasse ran.
Abstieg nicht mehr abzuwenden: Michael Mayer-Nosbüsch und seine SG Kyllburg müssen nächste Saison in der A-Klasse ran. – Foto: Sebastian J. Schwarz

Kyllburg muss nach 30 Jahren wieder runter in die A-Klasse

Bezirksliga: Verletzungsgeplagtes Ruwertal könnte für Wittlich zum Stolperstein im Titelrennen werden. Schillingen verlegt Heimspiel wegen Hochzeit.

TuS Schillingen – TuS Schweich (Freitag, 19 Uhr, Rasenplatz Schillingen)

In den vergangenen neun Partien heimste Schillingen 18 Zähler ein und blieb zuletzt sogar in drei Spielen in Folge unbesiegt. „Wir haben schon im Vorjahr gegen Schweich gewonnen, das sollte der Maßstab sein. Wir erhoffen uns schon etwas Zählbares“, möchte TuS-Coach Sascha Freytag die Spannung hochhalten. Bis auf Christian Weber (Schambeinentzündung) sind beim Tabellenachten alle Spieler an Bord. Mittelfeldregisseur Marc Pitsch hat ein ereignisreiches Wochenende vor sich: Weil er am Samstag seine Hochzeit feiert und das gesamte Team eingeladen ist, wurde die Partie einvernehmlich auf Freitag vorverlegt. Schweichs Trainer Thomas Schleimer weiß um die brisante Konstellation: „Wir spielen bei einem starken Rückrundenteam, das zuletzt konstant gepunktet hat. Wir müssen gallig sein, die Zweikämpfe annehmen und wollen unbedingt nachlegen.“ Eric Reuter fällt für die Partie aus (privat). Adrian Ossen (absolvierte einen Halbmarathon), Joshua Rodrigues und Philipp Grundmann sind zurück im Kader und stehen wieder zur Verfügung.

SG Kyllburg – SV Schleid (Samstag, 17 Uhr, Rasenplatz Gindorf)

Nach der neuerlichen 3:4-Pleite am Mittwoch gegen die SG Daleiden ist der Abstieg der SG Kyllburg in Stein gemeißelt, denn selbst bei drei Siegen in Folge zum Abschluss kann man die mit 30 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz positionierten Zeltingen-Rachtiger nicht mehr erreichen. Dadurch muss das Team erstmals seit dem Bezirksligaaufstieg 1993 und zwischenzeitlich 14 Jahren in der Rheinlandliga wieder runter in die A-Klasse. Für das Team von Michael Mayer-Nosbüsch geht es darum, dem Derbyrivalen zu zeigen, dass man noch Spiele gewinnen kann. Schleids Trainer Taner Weins wehrt sich dagegen, „die letzten Spiele bereits abzuhaken. Auch wenn Kyllburg vor allem gegen uns brennen wird, wollen wir das Eifelderby für uns entscheiden“. Neben den Langzeitverletzten Enrico Schwall und Nicolas Hartmann fehlt Jannick Rings rot-gesperrt. Zudem sind Torwart Jens Freis (Rückenprobleme) und Gianluca Bohr (Muskelverletzung) fraglich.

SG Saartal Trassem – SV Konz (Samstag, 17.30 Uhr, Rasenplatz Schoden)

Im Saarderby haben beide Teams noch etwas gutzumachen. Nach dem 0:8 in Wittlich erwartet Trassems Trainer Heiko Niederweis eine Reaktion. „Es geht darum, die Köpfe wieder frei zu kriegen und unsere Zuschauer mit einem Derbysieg wieder versöhnlich zu stimmen.“ Nico Ockfen (Prellung im Sprunggelenk) und Nicolas Jakob (Urlaub) müssen passen, fraglich ist Dominik Lorth (muskuläre Probleme). Dominik Fisch kommt zurück. Der Konzer Interimscoach Markus Müller möchte zeigen, dass die Mannschaft auch unter ihm gewinnen kann. Beim 4:1-Hinspielsieg bewies der SV Konz seine offensive Klasse, auch dank eines Doppelpacks von Kai Peters. Doch der Torschütze fehlt am Samstag neben Dominik Güth gelbrot-gesperrt.

SG Geisfeld – SG Geichlingen (Samstag, 17.30 Uhr, Rasenplatz Reinsfeld)

Nach vier Partien ohne Sieg möchte die SG Geisfeld wieder einen Erfolg verbuchen. Spielertrainer Christian Alt erwartet einen „Gegner, der alles versuchen wird, um drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzufahren. Es ist deren letzte Chance“. Aufgrund von beruflichen, privat bedingten sowie Verletzungsgründen stehen Jens Gaspers, Pascal Eli, Christian Alt und Sven Gaspers nicht zur Verfügung. Für Geichlingens Trainer Ingo Grün geht es darum, von Beginn an Druck zu entwickeln und ein frühes Tor zu erzielen. Im Abstiegskampf hilft den Eifelern (24 Punkte aus 29 Partien) nur ein Sieg weiter.

SV Zeltingen-Rachtig – SG Wallenborn (Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Zeltingen)

Zeltingen-Rachtig hat nach fünf Siegen in Serie die Abstiegsränge vorerst verlassen. Spielertrainer Pascal Meschak fordert, in den zwei verbleibenden Heimspielen (am letzten Spieltag spielfrei) gegen Wallenborn und eine Woche später gegen Kyllburg „den kompletten Ertrag einzufahren. Wir wollen unsere Serie fortsetzen“. Fraglich sind Pascal Zurgeihsel, Adrian Ehses und Moritz Krewer (angeschlagen). Die bereits gesicherten Vulkaneifeler wollen dem „Gegner die Punkte nicht kampflos überlassen. Zeltingen hat einen Lauf“, weiß Wallenborns Coach Andreas Hesslein um die Schwere der Aufgabe. Während Manuel Back erneut eine Option von der Bank ist, sind Vinzenz Klasen, Daniel Zunk sowie Bastian Blasius fraglich.

SV Lüxem – SG Daleiden (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Lüxem)

Nach dem geschafften Klassenverbleib kann Lüxem ohne Druck agieren. „Wir wollen noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Um das zu realisieren, müssen wir gegen Arzfeld wieder einen strukturierten Fußball spielen und den Ball sauber in die Räume bringen“, fordert der nach der Saison zum SV Konz wechselnde Trainer Oliver Hongla eine spielerische Steigerung. Torwart Stefan Stroh fehlt rot-gesperrt. Die Westeifel-SG hat nach neun sieglosen Partien in Folge ihre schwarze Serie am Mittwoch mit dem 4:3-Erfolg in Kyllburg beendet und möchte „auch in Lüxem dreifach punkten, um am Saisonende den einstelligen Tabellenplatz zu verteidigen“, so Spielertrainer Andreas Theis. Marius Lempges ist noch verletzt und der Einsatz von Joschka Trenz ist fraglich (Oberschenkelblessur).

SG Ruwertal – Rot-Weiss Wittlich (Sonntag, 14.45 Uhr, Rasenplatz Kasel)

Für reichlich Brisanz ist in Kasel gesorgt, denn mit Ruwertal empfängt das mit 34 Punkten ausgestattete beste Rückrundenteam den Ligaprimus aus Wittlich, der sich im Dauerzweikampf um den Titel mit Schweich keinen Ausrutscher erlauben darf. Ruwertals Coach Benny Leis weiß aufgrund der sich akut verschlechternden Personallage — es fehlen zwölf Akteure verletzungsbedingt — um die Schwere der Aufgabe. „Nichtsdestotrotz versuchen wir, unseren Zuschauern eine ordentliche Performance zu bieten und die Partie lange offen zu gestalten.“

RW-Trainer Guido Habscheid setzt auf den kompletten Kader und eine „kompakte Defensive. Wir wollen es schaffen, unser Spiel 90 Minuten lang durchzuziehen und Ruwertal über eine geschlossene Teamleistung Paroli zu bieten.“

SG Zewen – SG Mont Royal Enkirch (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz Zewen)

Trotz des Klassenverbleibs verfolgt Zewens Trainer Patrick Zöllner weitere Ziele. „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz ergattern und uns für das Lehrgeld, das wir im Hinspiel gezahlt haben, revanchieren und nicht die einzige Mannschaft der Liga sein, die gegen den Absteiger zweimal verloren hat.“ Tim Höfer, Markus Nilles, Lars Wagner (alle verletzt) sowie Max Meyer (Urlaub) müssen passen, Fallou Diagne steht wieder im Kader.

Für Enkirchs Trainer Werner Feyen geht es darum, eine ähnlich „couragierte und engagierte Leistung zu zeigen, wie beim 3:1 im Hinspiel, als wir das einzige Match der Vorrunde gewonnen haben“ Während Jordan Baumstark (Kreuzbandriss) weiterhin ausfällt, könnte Felix Hieke (wieder fit nach einer Verletzung)eine Kaderoption sein.

Aufrufe: 012.5.2023, 17:18 Uhr
Lutz SchinköthAutor