2024-05-29T12:18:09.228Z

Spielbericht
– Foto: Cindy Scholz

Katz' und Maus

Wäre es nur so einfach wie im Zweikampf zwischen Tom und Jerry, bei dem am Ende der Zeichentrickserie die Maus immer gewinnt.

Doch mussten sich die Koseltaler erneut dem Ergebnis stellen, da sie sich dem ehemaligen Verbandsligisten, der im Kampf gegen den Abstieg auch jeden Punkt braucht, selbst wieder zum Fraß bereit legten.

BERICHT von Berndi Schneider // VfR Bad Lobenstein

Bis auf den Gelb-Gesperrten Sebastian Mai ist es aber noch die selbe Mannschaft, die noch vor wenigen Wochen den Spitzenreiter Schmölln mit 4:0 zerpflückt hatte. So müssen die Ursachen für den Leistungsabfall an anderer Stelle gesucht werden.

Die Koseltaler starteten zunächst recht verheissungsvoll mit einigen Flankenläufen, hatten auch die Führung auf dem Fuß, doch Janek Köcher sah den freien Tom Becker nicht und jagte den Abschluß am Tor vorbei. Die Rand-Geraer probierten es zunächst mit einigen Solos, die, brav begleitet von der VfR Abwehr noch von Richie Steinbach geklärt werden konnten. Doch dann brach das Unheil über den VfR herein. Ein leichter Ballverlust im Aufbauspiel brachte Marcus Schneider freie Bahn, die er auch sofort kaltblütig nutzte (30.). Nächste Gelegenheit für die Hausherren, nächster Treffer durch Markus Klotz (31.). Ungläubiges Staunen bei den Koseltalern und der dritte Treffer (33.). Doch Schiedsrichter Marcus Hölbig nahm den Treffer wegen Abseits zurück, was zu Protesten auf der Westvororte-Bank führte. Dennoch quälten sich die Gäste mit diesem Zwischenstand in die Pause.

VfR-Trainer Christian Feig monierte die fehlende Zweikampf-Bereitschaft, den Willen, zu zeigen, dass man sich noch nicht geschlagen gibt. Gehört hatte das wohl im Lager der Koseltaler jeder, nur verstanden hatte es niemand. Die erste Aktion nach dem Seitenwechsel für die Hausherren brachte gleich das 3:0 (46.), erneut durch Klotz. Dann durfte sich auch noch einmal Schneider als Doppel-Torschütze feiern lassen, der sich einfach mit seinem Körper den Platz verschaffte und auf 4:0 stellte (56.). Schneider war dann schließlich noch Initiator des fünften Geraer Tores, als er das ausgefahrene Bein von Daniel Dittmar annahm und fiel. Klotz trat den fälligen Foulelfmeter sicher ins rechte Eck (66.). Auf Chancen für die Gäste musste man weiter warten und so bedurfte es in der Schlussminute eines schmeichelhaften Handelfmeters für den VfR. Markus Baer setzte den Schlusspunkt unter ein Spiel, was die Mannschaft ebenso emotionslos führte wie bei der 0:3 Heimspiel-Niederlage.

Aufrufe: 014.4.2024, 11:09 Uhr
Bernd SchneiderAutor