2024-07-12T13:30:11.727Z

Spielbericht

Klassenunterschied im letzten Saisonspiel

Im letzten Spiel der Saison reisten die Chemiker nach Rositz. Für Rositz ging es um alles, denn nur mit einem Dreier hätte man noch die Chance auf den Klassenerhalt gehabt. Aber dafür hätte auch Apolda verlieren müssen.

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Für die Gäste ging es überwiegend um Prestige, den sicheren dritten Rang und vor allem, diese Saison mit einem positiven Ergebnis zu beenden, um die Euphorie mit in die neue Spielzeit zu nehmen.

BERICHT der BSG Chemie Kahla

Das Spiel begann direkt ohne Abtasten beider Teams. Aber der erste Abschluss gehörte dem Gastgeber nach gut drei Minuten, welcher um die 3-4 M über Stimmers Gehäuse segelte. Anschließend spielte nur noch der Gast. Zunächst gelangt über Harms der Ball zu Gleu, der im allerletzten Moment noch gestört werden kann. Doch was ab der achten Minute passierte, hat es so bei der BSG diese Saison auch noch nicht gegeben. Nach einer Ecke behält Etzoldt die Übersicht und bedient Haase, der wie schon letzte Woche ganz cool einschob. Nur zwei Minuten später ist Gleu frei durch und kann nur noch durch ein Foul des Keepers gestoppt werden. Tietze trat an und erzielte in seinem vorerst letzten Spiel sein zweites Saisontor. Wiederum zwei Minuten später kombinierten sich Gleu, Frank und Schröter klasse durch die Defensive der Gäste. Am Ende landete der Ball bei Schröter, der souverän zum 0:3 abschloss. So langsam zerfiel der Gastgeber und die Porzellanstädter zeigten keine Gnade. Munter spielten sie weiter nach vorne. Eine Welle nach der anderen prasselte auf Rositz ein und so kam es, wie es kommen musste. Das 4:0 durch Harms in der 14. Minute, nachdem zunächst Gleu am Hüter der Gäste gescheitert war. Es brauchte nun schon ein großes Wunder, dass Rositz dieses Spiel noch drehen würde. An dieser Stelle dennoch Lob an die Gäste, die weiterhin irgendwie versuchten, ins Spiel zu finden. Hin und wieder kamen sie auch in Richtung Tornähe, doch wirklich gefährlich wurde es nie. Es dauerte diesmal 15 Minuten bis zum nächsten Treffer. Nachdem Haase von den Beinen geholt wurde, verwandelte Gleu den fälligen Freistoß traumhaft im Knick zum 0:5. Dieses Foul war nur eines von vielen. Der Gastgeber verlor zunehmend die Nerven und begang ein Foul nach dem anderen. Es kam aber noch dicker für die Gäste. Gleu – Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Kahlaer Offensive, tauchte wie so oft allein vor Heymann auf. Nachdem er von Frank freigespielt wurde, legte er vor dem Tor auf Kapitän Rauscher quer, der nur noch einschieben musste und somit auch sein 1. Saisontor erzielte. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte zu allem Überfluss dann auch noch der Gastgeber selbst. Nach scharfer Eingabe von Frank ist es Stöbe, der den Ball unhaltbar ins eigene Gehäuse abfälscht.

Danach war Halbzeit. Für Rositz ging das alles zu schnell, was die Gäste offensiv veranstalteten und jeder Schuss war ein Treffer. Coach Hurt kannte die Situation als Trainer selbst auch noch nicht und appellierte daher an den Sportsgeist, trotz des Ergebnisses nicht überheblich zu werden, sondern das Spiel souverän und mit Stil zu Ende zu spielen. Zudem wechselte er zweimal. Für den gelb vorbelasteten Etzoldt und Keeper Stimmer kamen Moritz und Weidner. Für Weidner war es ebenfalls das letzte Spiel im Trikot der Chemiker.

Kahla ließ es nun etwas ruhiger angehen. Ein wenig zu ruhig, denn nach nicht mal drei Minuten erzielte Syhre das 1:7 nach guter Vorarbeit über rechts. In der 64. Minute dann sogar noch das 2:7. Auch wenn dies am Ausgang des Spiels nichts mehr ändern würde, konnte man mit der Präsenz in Halbzeit zwei nicht zufrieden sein. Rositz hatte zudem weitere Möglichkeiten, den Abstand zu verkürzen. Dennoch hatten auch die Gäste ihre Möglichkeiten, das Ergebnis noch höher zu gestalten. Auf der Bank der Kahlaer hatte man zwei Spiele immer im Blick. Zum einen Eisenberg gegen Weimar, da sogar Platz zwei bei einer Weimarer Niederlage möglich gewesen wäre und zum anderen das Geschehen in Stadtroda im Kampf um die Torjägerkanone.

Daher wollte bzw. musste auch der angeschlagene Jahn in der 70. Minute unbedingt nochmal aufs Feld, da Heuschkel bereits 2x getroffen hatte und somit den Gleichstand hergestellt hatte. Coach Hurt kam dem Wunsch seines Topstürmers zähneknirschend nach und brachte ihn für Rauscher. In der 82. Minute tat Jahn dann das, was er diese Saison am liebsten machte – Tore schießen. Jahn wurde durch Starkloff freigespielt und verwandelte traumhaft mit dem Außenriss den Ball im Giebel. Saisontor Nummer 23 und somit alleiniger Torschützenkönig der Saison 23/24. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung. In der 86. Minute verschoss Syhre dann noch einen Elfmeter und setzte so den unglücklichen Schlusspunkt einer entäuschenden Saison.

Fazit: An diesem Tag war ein Klassenunterschied zu sehen. Am Ende verliert Rositz auch in der Höhe verdient und muss den erneuten Gang in die KOL nun antreten.

Fazit zur Saison:

Die Chemiker beenden ihre Saison auf einem starken dritten Platz, was das beste Ergebnis in der Landesklasse ist, seit sie dort spielen. Wenn man die ganze Saison betrachtet, ist dies aufgrund der meist überragenden Rückrunde auch hochverdient. Dennoch sollte man die Hinrunde nicht unerwähnt lassen. Daheim konnte man zwar Woche für Woche seine Leistung abrufen, auswärts hingegen nicht. So sprang am Ende ein magerer Punkt in der Hinrunde auswärts raus. Wenn man wieder oben mitspielen will, muss man nächste Saison in beiden Halbserien souveräner agieren und vor allem stabiler auf fremdem Geläuf werden. Ein großes Kompliment an die junge Mannschaft, die diese Saison den jüngsten Altersschnitt in der Liga aufwies und oft eindrucksvoll zeigte, dass man mit den erfahrenen und großen Teams mehr als nur mithalten kann. Nächste Saison heißt es dann, den Schwung aus der Rückrunde mitzunehmen und die Leistung dieser Saison zu bestätigen. Die BSG Chemie Kahla bedankt sich bei allen, die uns diese Saison sowohl daheim als auch auswärts stets treu waren und freut sich auf die nächste Saison. Schon am 13.07. geht's weiter mit dem ersten Testspiel gegen Teichel. Bis dahin allen eine schöne und vor allem erfolgreiche EM.

Aufrufe: 019.6.2024, 10:00 Uhr
BSG Chemie KahlaAutor