2024-07-12T13:30:11.727Z

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– Foto: Brennpunkt Orange

Back to the roots - Back in orange

Die BSG Wismut Gera klärt die wohl wichtigste Personalie für die kommende Saison in der Oberliga.

Rückkehr zu den Wurzeln: Steffen Geisendorf trainiert die Oberliga-Mannschaft der BSG Wismut Gera

BERICHT von D. Neidel // BSG Wismut Gera

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen der BSG und „Geise“ in einem Pflichtspiel gab es im Sommer 2019. In der 1. Hauptrunde des Thüringenpokals gelang dem von Steffen Geisendorf trainierten Kreisoberligist FC Thüringen Jena mit dem 1:0 Erfolg gegen die BSG eine Sensation.

Aber der Reihe nach: Steffen wurde im März 1978 in Jena geboren und ist beruflich als Dipl.-Sportwissenschaftler an der Klinik für Neuropädiatrie tätig. Als Fußballer wurde er genau vor 31 Jahren Deutscher Vizemeister. Gemeinsam Torsten Ziegner und Robert Enke spielte Steffen nach einer wohl unvergesslichen Saison das Finale um die B-Junioren-Meisterschaft gegen Borussia Dortmund. Auch in Gera ist sein Name durchweg positiv besetzt. So war „Geise“ als Spieler für den Wismut-Vorgängerverein 1. SV Gera in der Oberliga und Verbandsliga aktiv sowie Teil der erfolgreichen Hallenfußball-Mannschaft, die im Januar 2001 die Thüringenmeisterschaft in der Halle gewann. In der Besetzung Alexander Just, Steffen Geisendorf, Sandro Schorrig, Marco Herrmann, David Kwiatkowski, Frank Bangemann, Michael Sobek und Ronny Gieske gaben die Geraer im Finale dem FSV Schmalkalden mit 5:4 das Nachsehen.

Geisendorf übernahm in der Saison 2009/2010 das Traineramt beim SV SCHOTT Jena von Wolfgang Schakau. Zunächst stieg er zwar mit der Mannschaft in die Oberliga ab, etablierte die Glaswerker dann aber mit einem jungen Team mit Spielern aus der Region in der Verbandsliga. 2013 gelang ihm dann mit seinem Team der Aufstieg in die Oberliga und der sensationelle Pokaltriumph über Rot-Weiß Erfurt. Das anschließende DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV dürfte zu den Höhepunkten der Trainerkarriere des Steffen Geisendorf zählen. Im Sommer 2014 trat Geisendorf dann zurück. 12 Monate später wurde Geisendorf Trainer beim FC Thüringen Jena und arbeite bis zum Sommer diesen Jahres auf den Sportplatz "am Jenzig".

Bei der BSG tauchte daher der Name Geisendorf in unregelmäßigen Abständen wieder auf. So hofften einige Anhänger, dass „Geise“ im Frühjahr 2016 den ausgeschriebenen Posten des sportlichen Leiters übernimmt. Doch die Vereinsverantwortlichen entschieden sich damals anders.

Acht Jahre später waren sich Vereinsführung und Trainer schnell einig. „Wir brauchten bei Steffen keinen Medizincheck um festzustellen, dass er das Herz am rechten Fleck hat und es für die BSG schlägt. Er brennt für diese neue Aufgabe“, so Präsident Weiß. Der neue Trainer des Oberligateam ergänzt: „Für mich ist es eine Rückkehr zu meinen Fußball-Wurzeln. Dieser Verein ist ohne Frage etwas Besonderes und lebt von vielen – im besten Sinne – verrückten Menschen. Ich freue mich auf die Rückkehr und die sportlichen Herausforderungen in der Oberliga“.

Aufrufe: 019.6.2024, 21:36 Uhr
D. Neidel / Wismut Gera / FuPaAutor