2024-07-12T13:30:11.727Z

Interview
Als Torwart alles im Griff, jetzt auch als Trainer?! Mario Oertel übernimmt das Traineramt beim FC Thüringen Jena.
Als Torwart alles im Griff, jetzt auch als Trainer?! Mario Oertel übernimmt das Traineramt beim FC Thüringen Jena. – Foto: © Sandy Försterling

Die “Jungs vom Jenzig”-DNA

Große Fußstapfen hinterlässt Steffen Geisendorf beim FC Thüringen Jena. Sein Nachfolger kennt aber Verein, Umfeld und Mannschaft bestens.

Mario Oertel war jahrelang der Rückhalt als Torwart für den FC Thüringen Jena. Parallel dazu agierte er bereits in den letzten Jahren als Trainer im Nachwuchs des FCT. Im FuPa-Interview spricht er über seine neue Aufgabe am Jenzig, seine Erfahrungen im Trainerbereich und seine Ziele beim FC Thüringen Jena...

FuPa Thüringen: ⁠Hallo Mario, du hast da Traineramt beim FC Thüringen Jena von Steffen Geisendorf übernommen. Wie kam es zur Übernahme der Trainerfunktion beim FCT? War das für dich so vor ein paar Wochen schon vorhersehbar?
Mario Oertel: Ich würde sagen, dass es ganz gut unter den Slogan: “Zwei Trainer; zwei Chancen!” zusammengefasst ist. Es ist für meinen langjährigen Trainer 'Geisi' eine Tür aufgegangen und so dann auch für mich. Ich hatte nach dem Ende meine Tätigkeit in der U19 schon mit dem Gedanken gespielt im Herrenbereich Fuß zu fassen. Gerade weil wir jetzt und in den kommenden Jahren eine Vielzahl toller Jungs nun in die Herrenmannschaften bringen, wollte ich mich dafür zur Verfügung stellen. Es gab viele Gedanken und Ideen wie wir den Umbruch aufstellen könnten, aber das diese Entscheidung so gefallen ist, kristallisierte sich erst in den letzten Tagen heraus.

FuPa Thüringen: Musstest du lange überlegen oder war dir klar, dass du diese Aufgabe übernehmen willst?
Mario: ⁠Ich weiß noch sehr gut als ich im Kreises des Vorstands stand und man mir dieses tolle Vertrauen entgegenbrachte. Aber es waren schon ein zwei emotionale Tage gewesen. Weil man keine Zeit hatte seinen alten Trainer gebührend zu verabschieden oder auch sich selbst aus der aktiven Laufbahn zu verabschieden. Aber mir war klar, das ich da richtig Bock drauf habe und überlegen musste ich keine Sekunde.

FuPa Thüringen: Du bist was das Traineramt angeht aber kein Greenhorn. Welche Erfahrungen hast du in den letzten Jahren bereits im Trainerbereich gesammelt?
Mario: ⁠Ich würde sagen das ich sechs Jahre lang ein klassischer Juniorentrainer war, welcher den FC Thüringen Jena gut in der Verbandsliga etabliert hat. Erst mit der Arbeit in den letzten beiden Jahren in der U18/U19 kamen immer mehr Schnittmengen mit dem Herrenbereich hinzu. So durfte ich in einigen Spielen an der Linie unsere Zweite und Dritten Herren schon mal die Hauptverantwortung übernehmen oder durch gemeinsames Training der A-Junioren und unserer Zweiten Herrenmannschaft auch mich als Trainer ausprobieren. Hier hatte ich immer stets volles Vertrauen von allen die mir Aufgaben übertragen haben. Dafür danke ich allen Herrentrainern und meinen Ex-U19 Team. Ach ja und natürlich habe ich acht Jahre lang zwar als Spieler aber auch irgendwie als Beobachter unter Steffen Geisendorf viel gelernt was alles neben dem Trainings- und Wettkampfbetrieb Dinge sind die man pflegen, vorantreiben und auch beachten muss.

FuPa Thüringen: Wirst du weiterhin auch als Spieler agieren oder dich rein auf das Traineramt konzentrieren?
Mario: Ich hab natürlich gedacht: Ich wollte nie meine Handschuhe mit großen Tamtam an den Nagel hängen und bin immer wieder in den letzten Jahren der Verlockung erlegen weiter zu machen. Nun aber mache ich einen “kalten Entzug” und werde mich mit meiner vollen Energie dem Traineramt der ersten Herren widmen. Ich hatte eine tolle Zeit mit geilen Erinnerungen aber jetzt werden andere den Kasten hoffentlich sauber halten. Ein wenig werde ich es natürlich vermissen. Aber so eine Altherrenmannschaft hat ja auch seinen Charme ;).

FuPa Thüringen: Welche Entwicklung willst du beim FCT vorantreiben? Wie willst du die Mannschaft inhaltlich und personell entwickeln?
Mario: ⁠Wir stecken unverkennbar in einem Umbruch und es ist meine Aufgabe diesen zu gestalten. Als kurzfristiges Ziel möchte ich eine junge schlagkräftige verschworene Truppe zum ersten Landesklasse-Spieltag der Saison 24/25 aufs Feld bringen, welche mir und meinen Plan vertraut. Dafür hat mir die Mannschaft und die Führungsspieler ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Auch dafür ein großes Danke an meine Jungs. Mittelfristig wollen wir den Weg mit der eigenen Jugend gehen, um sie zu wichtigen Säulen bei den Männern werden zu lassen. Halt eine richtige “Jungs vom Jenzig”-DNA entwickeln. Wer mich kennt. weiß glaube ich, für welchen Fußball ich stehe und mal schauen wieviel davon sich dann in unserem Spiel wieder finden wird.

FuPa Thüringen: Was sind deine Ziele als Trainer?
Mario: Das wichtigste Ziel und Herausforderung bleibt natürlich die Entwicklung und den Klassenerhalt unter einen Hut zu bekommen. Alles muss Schritt für Schritt passieren. Denn: “Zum Erfolg gibt es keinen Fahrstuhl, man muss jede Stufe einzeln nehmen!”

Aufrufe: 024.6.2024, 08:24 Uhr
André HofmannAutor